Unterwegs bis an den Horizont!

Für einen 1966er FIAT 2300 quer durch die Republik

Selten und wunderschön

Selten und wunderschön

Es ist – und deshalb liebe ich unter anderem diesen Job – immer wieder ein großartiger Moment, wenn ich mich am frühen Morgen ins Auto setze, um quer durch das Land zu den Lesern der TRÄUME WAGEN zu fahren und ihre mehr als besonderen Autos zu fotografieren… Heute übertrifft sich diese Großartigkeit noch selbst, denn heute geht es ganz asketisch alleine und ohne Beifahrer auf den laaaangen Weg von Hamburg nach Stuttgart/Ludwigsburg, darüber hinaus nicht in irgendeinem neuwertigen Vertreter-Kombi – sondern in meinem goldenen 1975er Ford Taunus Coupé! *hach* Und auch die Ziele können sich sehen lassen, sonst würde der DAZ Verlag nicht eine solche Tour in Auftrag geben: Heute Nachmittag treffe ich mich mit Ralf Krause bei einem kleinen Lustschlösschen. Der ursprüngliche Zweck dieser Anlage ist heute um seine Körperlichkeit beraubt, vielmehr wage ich eine Liäson mit seinem 1966er FIAT 2300. Gekauft als billige Studentenkarre, und er ist noch immer da. Aber erstmal muss ich selbst auch so weit kommen…

Mit dem Öl nicht sparsam sein...

Mit dem Öl nicht sparsam sein…

Es ist nicht ausschließlich der spätsommerliche Morgentau, der vom Lack meines geliebten Alltags-Klassikers abperlt – es ist leider auch eine Menge Regen dabei. Irgendein Wettergott hat sich irgendwann mal dazu überreden lassen, Fotosafaris nach Süddeutschland mit ausgiebig schlechtem Wetter zu begleiten. Das scheint ein Himmels-Gesetz zu sein, aber vielleicht gibt es ja irgendwo ein paar von Venus oder Thor freigeblasene Wolkenlücken, schließlich trennen mich vom zu fotografierenden Objekt noch satte 700 Kilometer. Da gönnt man dem alten Ersthand-Herren doch einen guten Schluck Extra-Öl, damit sein 2-Liter Vierzylinder die Strecke auch gut geschmiert abspulen kann. Autobahn – ich komme!

Der Sonne entgegen...? Nein.

Der Sonne entgegen…? Nein.

Wie sieht denn IHR Arbeitsplatz so aus…? Meiner (auf solchen Touren) besteht aus einem analogen Cockpit nebst dünnem Bakkelit-Lenkrad, einem munter quatschenden Navi (es heißt “Lisa”), einem Laptop im Standby auf dem Beifahrersitz (man möchte ja regelmäßig online sein) und einem iPhone, dessen frisch upgedatetes Musikrepertoire über ein Klinkenkabel aus einem Logitech Soundwürfel im Beifahrerfußraum quaddelt. Das originale Taunus-Radio können Sie auf langen Strecken vergessen, da muss ich mir nochmal was einfallen lassen. Um 15:00 Uhr will ich in Ludwigsburg bei Schloss Monrepos sein, und bisher sind erstaunlicherweise keine Staus in Sicht… Hatten die Griechen da nicht auch einen Gott für?

Pausen mit Rastplatz-Charme

Pausen mit Rastplatz-Charme

Es bleibt sogar ein bisschen Zeit für einige notwendige Pausen… nicht, dass das 38 Jahre alte Knudsen Coupé (gebaut 1974, zugelassen 1975) irgendwelche Pannen oder Zicken hätte, nein nein, wo denken Sie hin. Vielmehr wird sich der langsam alternde Fahrer dreispurig darüber klar, dass er keine 20 mehr ist und nicht wie damals in einem Rutsch automobil an die Côte d’Azur schreddern kann. Ab und an werden also die Knochen gestreckt, die Füße aus den müffelnden 50er Jahre Segeltuchturnschuhen befreit und die Finger ein wenig entkrampft. 140 Durchschnitt ohne Servo ist eine kleine Herausforderung zwischen all den hektischen, hochgezüchteten Komfort-Kleinwagen da draußen. Kaffee. Jetzt.

Petrus zeigt sich (noch) gnädig

Petrus zeigt sich (noch) gnädig

Wenigstens spielt Petrus mit, die Schleusen des Himmels halten angenehm dicht und begeistern interessierte Fernreisende mit leicht bedrohlichen Wolkenschauspielen irgendwo da oben… Thor scheint seinen Hammer allerdings noch nicht gefunden zu haben. Das ist auch ganz gut so, dass die Tropfen da oben bleiben, nicht nur für die anstehende Fotoserie. Ich weiß nicht so recht, wie dicht mein Auto ist, habe ich doch erst kürzlich eine neue Teleskopantenne durch den linken Kotflügel ins Innere verlegt. Ich bekomme doch so ungern nasse Füße… So, weiter geht’s. Gleich bin ich da und kann mich trotz bewusst gelebter 70er-Jahre-Entschleunigung ein wenig vom doch sehr präsenten, hochtourig krakeelenden Pinto-Vierzylinder erholen. Einen Toast auf die Musik. Tandaradei.

Das war klar. Da kommt der Regen!

Das war klar. Da kommt der Regen!

Und da warten auch schon Ralf Krause und sein Fiat 2300 auf mich vor Schloss Monrepos. Bitte sagen Sie, wenn Sie sich den Namen im Kopf mal vorsprechen, NICHT wie alle anderen hier [monn reposs] sondern versuchen Sie BITTE, mit ein wenig sprachkulturellem Anspruch sowohl das Wort “mon” als auch das Wort “repos” französisch nasal auszusprechen. Danke. Übersetzt bedeutet das “meine Ruhe” und ist hier und heute wörtlich zu nehmen, denn wahnsinnig viele Besucher sind außer uns nicht da. Das mag am Regen liegen, der genau in dem Moment beginnt, als ich aus meinem Auto aussteige und die Kamera hole…

Selbst da ist es irgendwie gemütlich

Selbst da ist es irgendwie gemütlich

Was soll’s. Auf diese Weise bekommen die Bilder für den Artikel einen ganz speziellen, humiden Charme. Das 46 Jahre alte Auto kann alle seine kleinen Lämpchen und Lichter zur Schau stellen, während mich Krause mit Herren-Regenschirm um den Wagen herumführt. Fahrer und Fahrzeug sind jeweils ein Unikat! Er hat den Wagen in den 80ern als spektakuläre Studentenkarre gekauft, dann darin geheiratet – und irgendwie (man kennt das ja auch) konnte er sich niemals von dem damals schon sehr seltenen Sechszylinder trennen. Also hat er ihn noch heute!

Zeit zur Besinnung auf das Wesentliche

Zeit zur Besinnung auf das Wesentliche

Zwischendurch klart es erstaunlicherweise immer mal wieder auf, und wir können das schwarze Auto in dieser grünen Umgebung stilecht platzieren. Alles hier scheint friedlich und Ruhe stiftend, sei es die aus Gründen der Romantik extra vom Herzog angelegte “Ruine” im See, die langen Kieswege oder das große Weingut in den hinteren Hallen. Viel Wasser perlt vom hochglanzpolierten Lack ab, während Krause mir die Geschichte seines Autos erzählt und mir und meiner Kamera die vielen liebevollen Details zeigt, die der italienische Konzern damals in seinen Angriffsversuch auf die S-Klasse eingebaut hat.

SO sehen zufriedene Fahrer aus

SO sehen zufriedene Fahrer aus

Das Konzept von Fiat ging seinerzeit nicht auf, meins schon. Die Bilder sind im Kasten, ein heißer Kaffee im gemütlichen Schlosscafé schwappt in meinem Bauch und viele neue Informationen über ein mir bis dato recht unbekanntes Oberklasseauto kreisen in meinem Kopf. Ein verschmitzt lächelnder Ralf Krause legt den ersten Gang ein, freut sich auf den Bericht und fährt dieses besondere Auto gemächlich zurück zu seiner Ehefrau, die noch immer an seiner Seite ist. Soviel zur Definition einer kleinen Ewigkeit. Der Fiat wird bei der ihm zuteil werdenden Pflege noch lange das Straßenbild rund um Stuttgart bereichern. Und ich? Ich muss unter all dem göttlichen Himmelsspektakel weiter nach Darmstadt, da ist mein Hotelzimmer, denn morgen geht es ja noch weiter…

On the road again

On the road again

Schon ein wenig müde rollt El Dorado in Richtung Nordwesten in ein sich nicht wirklich besserndes Wetter, was eine seltsam postapokalyptische Abendstimmung hervorruft. Der Taunus schnurrt wie ein Jahreswagen (nur ein bisschen lauter), und nach nun über 850 Kilometern seit heute Morgen um 7:30 Uhr sehne ich mich plötzlich nach einer griechischen Nostradamus Weltuntergangs Platte mit Krautsalat und einem Glas Griechischen Wein. Das sollte sich einrichten lassen. Irgendwann bei Dämmerung komme ich im Etap Hotel Darmstadt an. Ich mag die ja, diese Plastik-Welten der gerade in Ibis-Budget umgetauften Hotelkette. Verzeihen Sie mir. So haben wir jeder unsere Macke.

Gute Nacht mein Taunus...

Gute Nacht mein Taunus…

Und somit bin ich auch das erste mal in meinem Leben in Darmstadt. Mein Taunus vermutlich auch, sein bisheriges Dasein verbrachte er als offiziell hohlraumkonservierter Export im kalten Schweden. Ich bette ihn in einer spooky Tiefgarage in einer schmalen, defekten Autofahrstuhlbucht, begebe mich direkt in den griechischen Tempel der Nahrungsmittel und anschließend in meine großes, gemütliches Etap Bettchen. Von da aus lade ich, angestrengt die Unmengen Fleisch verdauend, alle Fotos auf den Server, damit die Layouter schon mal loslegen können. Morgen treffe ich Stephen King’s Christine. Aber das ist eine andere Geschichte. Ach ja – den ganzen Artikel über den FIAT 2300 können Sie ab … HEUTE! in der neuen Ausgabe 10/2012 der TRÄUME WAGEN lesen. Nie waren wir so zeitnah wie in diesen Tagen.

Also, auf zum Kiosk! Und buonasera…

32 Gedanken zu “Unterwegs bis an den Horizont!

  1. Hey Jens

    Was für schöner Klassiker. Und dabei bin ich gar nicht sooo der Fan vom Italienischen Blech. Aber hey! Du könntest mir meinetwegen…eine Ente vorsetzen. Die mag ich überhaupt nicht. Aber die große Schwester von ihr die Pallas steht wieder auf einem ganz anderen Blatt. Einfach nur schön. Und dies trifft nun einmal auch auf den Fiat zu den Du hier abgelichtet hast. Einfach nur schön. 😉
    Die Front erinnert gaanz entfernt an einen Ford EDSEL. Ebenfalls ein verkanntes Auto welches ich persönlich einfach nur toll finde. Ein Exot eben der nie so recht in Schwung kam. Wer möchte auch schon ein Auto fahren welches “Esel” heißt.

    Sei einmal froh das Dein neuer Begleiter so schnurrt. Ist ja auch so´n Alltagsklassiker der lange Zeit verkannt und irgendwann vermisst wurde. Nur leider waren sie dann irgendwie verschrottet, geschlachtet oder irgendwo in die Sonnenstaaten verschifft worden. Nur gaaanz wenige überlebten. Einen von denen hast Du ja jetzt. Und nicht zu vergessen der “rote Baron”. Der wartet ja auch noch auf Dich. Auch ein geiles Gefährt.

    V8 mäßige Grüße

    Markus mit einer nichtpolierten Diva. Dafür morgen komplett Bremsenentlüftet. Dank Eeezibleed

    • Hallo Markus,

      und das schönste an dem Fiat ist – er sieht aus wie ein Ami aus den 50ern, fährt sich aber wie ein Europäer und ist wirklich für das Baujahr vollgestopft mit technischen Annehmlichkeiten! Ganz großes Kino! Und Ralf Krause steht voll hinter dem Auto, ich bring dir mal die neue TRÄUME WAGEN bei deiner Schrauberhöhle vorbei, da ist auch ein original Hochzeitsfoto von ihm drin… mit gaaanz schlimmem Schnurrbart…

      Esel? Na ja, Edsel hieß der Sohn von Herrn Ford, deshalb denke ich da eigentlich nie an einen Esel… Aber du hast recht, obwohl es das erste mal in der Automobilgeschichte war, dass ein Auto nach den Ergebnissen einer Kundenbefragung gebaut wurde, ist es gefloppt. Da hat er was mit deinem Audi V8 gemeinsam… du scheinst auf verkannte Genies zu stehen.

      Für den Taunus habe ich gerade wieder ein paar Teile geordert und im Hecktriebler-Forum parallel mal wieder hallo gesagt. Das ist da ein ziemlich verrückter, aber bunter Haufen, ich glaube da werde ich mich wohl fühlen. Morgen muss ich den Auspuff vom Passat wieder zusammenschweißen, Diesel ist doch momentan erheblich billiger als Super….. *grummel*
      Aber der Taunus ist in der Kategorie “Kult” angekommen, was die Preise gleich mal kurz verdoppelt hat. Und fein, dass ich meinen Granada noch habe…..

      Schönes Wochenende!
      Jens

  2. *Ähm, hüstel*, bester Markus, einen Edsel habe ich doch irgendwie “leicht” anders in Erinnerung. Dieser typische, damals von einigen eher prüde angehauchten amerikanischen Mitbürgern als “vaginal” verspottete Kühlergrill, fehlt bei diesem Fiat ja doch ein bissel, oder?
    Die Bedeutung des Namens Edsel reflektiert übrigens in keiner weise das genannte, treue und manchmal eigensinnige Tier, welches du erwähntest. “Edsel” ist im germanischen wie im Englischen gleichbedeutend mit “Edel” (alt-sprachlich). Ich denke, das hatten die Namens-Geber auch eher im Sinn, sonst hätte der Karren ja “donkey” heißen müssen und das hätte nun wirklich auch “intrepid”- veranlagte Käufer abgeschreckt 😀
    Die Doppelscheinwerfer weisen mit ganz viel Mühe eine gewisse Ähnlichkeit auf. Aber du schriebst ja auch “entfernt”.

    @Jens: Ein toller Ausschnitt über ein innig geliebten Kindheits-Auto meiner Kindertage. Als zwei-takt-geprägter Steppke fand ich die großen Fiat damals wahnsinnig spannend. Im Osten gab es ja einige Nachbauten und “Derivate” vom 124er; 125er (Doppelscheinwerfer!!); einige 128er in Lizenz produzierte, als Zastava verkaufte Varianten. Allen Oberklasse Modellen eines gemein: die Doppelscheinwerfer, als “Markenzeichen”. Hier bei diesem Modell noch mit den wunderschönen Blech-Wülsten über der Lampen-Einheit, leicht nach innen gepfeilt, lange bevor es den “bösen” Blick gab. Ein seinerzeit auch bei Alfa-Modellen gern zitiertes Element. Selbst der Mirafiori hatte noch in der ersten Generation diese Lampen. Ich besitze übrigens noch heute das Matchbox-Modell eines 2300er’s als “Station”. Prädikat “stark bespielt” würden Modellauto-Sammler es wohl heute einordnen. Das sagt wohl genug 😉

    Danke für diesen schönen “Ausflug” zurück in Kindheits-Tage. Wird Zeit für’s neue Heft!

    Bronx

    • Hi Bronx,

      in der Tat, das neue Magazin ruft laut!
      Und auch wenn ich dein Wissen ob vieler Modelle sehr schätze muss ich an dieser Stelle noch einmal ein wenig Denkmalpflege betreiben (wahrscheinlich hast du weiter oben nicht ausführlich gelesen…).
      Der Modellname “Edsel” hat in diesem Fall nüscht mit “Edel” zu tun, es ist schlicht und ergreifend der Vorname des früh verstorbenen Sohns von Henry Ford I., Edsel Ford war seit 1919 Präsident der Ford Motor Company, sorgte für eine Menge Innovationen und auch dafür, dass irgendwann das nicht tot zu kriegende “Modell T” abgelöst wurde und war für den Kauf von Lincoln verantwortlich. 1943 starb er an Darmkrebs. Das Flossenschiff (und die ganz neue Edsel-Devision) trug ihm zu Ehren den Namen, er erinnerte laut Marktumfragen aber eher an “dead Cell” (tote Batterie) oder “Edson”, was eine Traktorenfabrik war (DAS habe ich jetzt aber auch googeln müssen).
      So. Jensis kleine Geschichtsstunde…

      Zum Fiat: Der “böse Blick” der Scheinwerfer und anderer Designelemente war ein typisches Markenzeichen des Designers Pininfarina, der diese Stilelemente noch bei diversen anderen Italienern der Zeit rausmalte. Ich find’s sehr sehr schön…. Ich war mal zu Besuch bei einer alten Freundin meines Stiefvaters in Schweden… Ihr Mann, ein Diplomat, fuhr den Nachfolger dieses Fiats hier, auch ein Sechszylinder, sehr luxuriös und sehr kantig. Ein großes und großartiges Auto.
      Und weißt du was? Ich habe gestern Abend meinen gesamten Spielzeugautokoffer im Schuppen wiedergefunden. Ich bin dann mal weg 😉

      Grüße aus dem Sonntag
      Jens

      • Bester Maitre,

        das mit dem Vornamen war mir wohlbekannt. Auch ein Sohn kann ja so edel sein, das man den Namen auf die Blech-gewordene Schöpfung überträgt 😉
        Wie ich schon schrieb, diese Doppel-Scheinwerfer sind fantastisch und eines der schönsten Stil-Elemente der damaligen Zeit. “dead cell” hingegen war mir neu. Aber, es trifft!

        • Salve Bronx,

          nun ist es passiert, ich habe wieder FIAT Sehnsucht und drifte durch’s Netz, weil ich mal schauen will, was so ein bodenständiger aber nicht weniger seltener 131 Mirafiori kostet. Hm. Unter 3000 Euro ist da schon was mit H-Kennzeichen zu bekommen, aber nein, ich geh gleich mal raus zu meinem Taunus. Sonst werde ich schon wieder untreu, irgendwann ist ja auch mal gut hier…

          Jens

          • Moinsen Kieler,

            Momentan hapert es bei mir etwas an der Zeit und am Platz. Sonst hätte ich mir kürzlich einen sichern können. Allerdings einen Facer.
            Den finde ich etwas verdorben, Lampen vorn nur noch Breitband und genau wie die hinteren, viel zu groß geraten. Das Licht mag ja besser sein aber ein Fiat aus der Epoche muss vier “Augen” haben 😉

            Verständnisvolle Grüße,
            Bronx.

            • Grüße in den Osten,

              ja – den Facelift mag ich auch nicht so sehr. Bei mir mangelt es ZUM GLÜCK an Zeit, Geld und Platz (nicht in der Reihenfolge). Sonst würde ich wohl ständig neue alte Autos kaufen und drüber schreiben…
              So bleibt der Schuster bei seinen Leisten und meint damit sein Taunus Coupé. Äh, okay und seinen K70…..
              Hm. Und irgendwann auch mal sein Granada Coupé. Sind ja auch genug, oder?

              Jens

              • Ich denke mal, du bist gut bestückt! Der Granada wartet ja immer noch!! Was macht eigentlich der Doppel-Carport? Der müsste dann ja zum “dreier” mutieren.
                Insofern lautet die Reihenfolge wohl eher Platz, Zeit und…. 😉

                Gruß aus TF

                Bronx

  3. Hey Ihr beiden

    Edsel! Ich war mir sicher das der Name des Wagens auf dieses graue Tier abgeleitet wurde. Mal wieder schön peinlich aber doch amüsant. 😉
    Ich muß noch einmal graben. Ich hatte das irgendwo in einer Oldtimerzeitschrift einmal gelesen. Ist schon recht lange her.
    Und ja. Die Ähnlichkeit war tatsächlich auf die Scheinwerfer bezogen. Gut beobachtet Bronx. Über den “vaginalen” Kühlergrill brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Soetwas nenne einen Griff ins Klo. Obwohl gerade dieser Kühlergrill dem Wagen ein besonderes “Gesicht” verleiht.

    Jensi. Du schweißt Deinen Auspuff vom Passi? Da hast Du aber Glück mit dem Wetter mein lieber. Das hat ja gestern nur so geschüttet, wobei es heute ja trocken bleiben soll. Hm. Mal schauen wann ich mich aufraffen kann und die Bremse der Diva entlüfte. Dabei wird gleichzeitig der Motor mit so´n Spülkram gereinigt und ein erneuter Ölwechsel vorgenommen. Habe ich irgendwie Bock drauf.
    Und komm schon. Die zwanzig Cent Unterschied zwischen Super und Diesel…und völlig Irre! Nur beim Diesel würde ich momentan knapp die Hälfte sparen wenn ich Gas tanke. OH MEIN GOTT!!!

    Wie benimmt sich der Fiat eigentlich so in der Teileversorgung bzw. Wartungsfreundlichkeit? Gerade so ein alter Herr will ja gepflegt werden. Und da meine ich jetzt nicht das Blechkleid sondern eher die technischen Sachen.

    V8 mäßige Grüße

    Markus

    • Hallo Markus,

      mann so viele Fragen 🙂 Den Passat Auspuff gucke ich mir gleich, am heiligen Sonntag, wo der regen endlich mal aufgehört hat, an. Es ist ja “nur” die Aufhängung zum Unterboden vom Hüllenblech abgeschüttelt, entweder schweiße ich das noch mal oder verschraube es. Der muss nur noch bis zum Frühling halten, dann kommt ein komplett neuer drunter. Die kosten ja echt nicht die Welt.

      Ich würde an deinem V8 weder einen Ölwechsel machen (hast du das nicht gerade erst und seit dem rund 10 Kilometer gefahren…?) noch eine Motorspülung. Warum willst du den spülen? Welchen Effekt erhoffst du dir? Er hat die letzten 10 Jahre immer frisches Öl bekommen, wenn du jetzt eine Spülung machst läufst du Gefahr, Ablagerungen, an die sich der Motor schon “gewöhnt” hat rauszuschwemmen. Und dann klappert alles….. Bestimmt gibt es doch noch viele andere Dinge zu tun, oder…?

      Der FIAT, wenn ich die Aussagen von Ralf Krause zitieren darf, lässt sich einigermaßen entspannt mit Ersatzteilen versorgen. Erstens geht irgendwie nie was kaputt, und zweitens sind ja in Italien noch recht viele unterwegs (es sind über 150.000 gebaut worden). Natürlich bekommst du das nicht beim FIAT Händler am Teiletresen, aber dieses Phänomen kennst du ja auch bereits von deinem 1993er Audi V8… Das ist wie bei meinem K70 – du musst nur wissen wo die Leute sitzen, die noch Teile haben. Dann wird alles gut. Und das lernt man mit der Zeit, und Zeit hatte Krause ja reichlich…

      Schönes Schrauberwochenende!
      Jens

    • Markus,

      ich hatte selbst einen 125er Fiat (als “Polski”-Lizenz-Bau) und er war zu Ost-Zeiten die Erfüllung eines Traum’s. Weg vom 2-Takter, endlich! Nach der “Wende” dann einen Mirafiori, als Ur-Typ. (Doppel SW, kleine Rücklichter) parallel dazu einen Zastava (128er Lizenz mit Schrägheck aus YU) für den Spaß an der Freud! Diese Autos bekam man zu der Zeit geschenkt!

      Mit Grüßen, Bronx 😀

      • Hey Bronx,

        wie ich ja weiter oben schon schrieb… 131 Mirafiori… was für ein wunderbar kantiges Auto. Ich hatte mit 15 mal eine kurze Liäson mit so einem während eines Praktikums bei einem Autohaus in Plön. Der war damals schon sehr sehr sehr verrostet… Aber er fuhr, war groß und irgendwie… ich weiß nicht… ich hänge ihm noch immer nach. Na ja. Man kann nicht alles haben. Zurück zum Taunus.

        Jens

        • Jens,

          mal ehrlich, wann hast du das letzte mal einen Taunus oder Mirafiori in freier Wildbahn gesehen? Eben! Die sind beide ausgestorben. Ich wage mal zu behaupten, der Mira ist fast noch seltener als der Taunus! Ein einstiges Massen-Auto, verbraucht, entsorgt, ebenfalls in Massen.
          Liebhaber? Keine. Kult-Status? Never!

          Kleine Beigabe noch: am Samstag entdeckte ich beim Schrotter im Nachbar-Kreis eine (74er) Taunus Limo auf dem Platz. Oben drauf gestapelt einen Honda CRX. AAAAARRGH !!
          Die haben hier immer noch nicht gemerkt, WAS sie da entsorgen.

          Bronx

          • Hey Bronx,

            vom Taunus sehe ich sowohl in Kiel als auch in Hamburg schon noch ein paar rumfahren, es gibt hier einige Clubs, und die Szene ist recht aktiv. Die fahren ihre Autos auch im Winter und auch quer durch die ganze Welt in den Urlaub, wie ich jetzt im Hecktrieblerforum lerne… Ich bin begeistert.

            Den FIAT Mirafiori habe ich bewusst eigentlich noch NIE wirklich im Straßenbild gesehen. Unsere Nachbarn fuhren damals alle schon komische Autos, Simca, Austin Maxi, Opel Chevelle… aber ein Fiat war nicht dabei. Und der Rost hat sie weitestgehend dahin gerafft…

            Jens

            • Jens,
              im “Osten” erklärt sich die Abwesenheit DIESES Modells weitestgehend durch die große Ähnlichkeit mit dem Lada 2107.
              Der hat, genau wie der 131er/ Facelift, diese Rechteck-Scheinwerfer und ähnelt auch hinten dem Mirafiori stark. Sowas wollte die mit D-Mark erstarkte Kundschaft zu der Zeit nicht haben.
              “Ah, neuen Lada gekauft?” *Schüttel*
              Lieber nahmen die Leute den schärfsten Schrott aus deutschen Landen!!

              Sonniges Zurück nach Hamburg, (oder Kiel?)
              Wo auch immer du gerade am schreiben bist…

              • Hamburg, Ahrensburg, Kiel oder irgendwo dazwischen.
                Tagsüber immer online, das bringt der Job so mit sich.
                Schönes Wochenende!
                Jens

  4. Neben Monrepos stand dieses Jahr schon mein Fiat bei der Ludwigsburger Barockrallye…
    Für den 131 bekommst du noch viele Technikteile, da die Derivate ja noch bis quasi heute im Osten nachgebaut werden/wurden. Leider ist die Qualität daher nicht immer berauschend. Die Technik steckt ja fast genauso in meinem späten Spider drin.
    Der wurde am WE 1300km Richtung Wolfsburg bewegt. Fast alles mit offenem Verdeck. Etwas Muskelkater in den Armen, leicht verbogenes Kreuz und etwas taub… aber viel Spaß mit anderen Oldtimerverrückten… 🙂

    CH

    • Hey Snoopy,

      ich vergesse regelmäßig den passionierten FIAT Fahrer unter uns! Cool, dass du mit deinem Spider auch mal derart lange Strecken zurück legst. Ich war auch ein wenig wackelig nach der Tour in den Süden mit dem Taunus, fühlte mich aber komplett therapiert… Es ist einfach was anderes, wenn man die Straße direkt spürt und ein bisschen arbeiten muss, um den Wagen auf der Straße zu halten. Auch wenn sich neuere Autos erholsamer fahren. Aber wer will das denn…?

      Jens

  5. Hey Jens

    Was soll ich sagen? Ich habe mir die Spülung noch einmal angeschaut und sie wieder weggepackt. Gaaanz tief in den Kofferraum. Kommt dann direkt in einen neuen Motor mit rein. So irgendwann.
    Und nu mal unter uns Männer´s. Der Diva fehlen jetzt noch vier gute Winterreifen, der Check beim Gerd, die gebrauchte originale Auspuffanlage die ich ja schon habe der TüV und ASU.
    Morgen hole ich mir noch ORIGINALE Schrauben für die Querlenkerverbindung zum Federbein, nachdem ich etwas unangenehm erfahren durfte, das die Schrauben meiner Firma nicht´s taugen.
    Bei meinem Teilemensch am Telephon durfte ich dann das obligatorische “Müssen wir bestellen” hören und dann habe ich erfahren, daß dort pro Seite zwei Scheiben hingehören. Hat die Diva irgendwie auch nicht mehr an Bord. Nun sollte aber alles seine Richtigkeit haben. Ich tausche die Schrauben mit dem ganzen Gedöns aus und gut. Unverschämt mal wieder der Preis. Knapp 17 Euro für zwei Bolzen, vier Scheiben und den Muttern. Der berühmte Bonus. 😉
    Allso wie Du siehst, es ist gar nicht mehr soviel. Die Bremsen habe ich ebenfalls entlüftet bekommen. Und zur ASU tanke ich einen Teil E85 EINMALIG wegen der sauberen Verbrennung.

    V8 mäßige Grüße

    Markus der noch eine neue Antenne kaufen muß.

    Habe ich jetzt etwas vergessen?

    • Hey Markus,

      na wenn das nach all der verschraubten Zeit wirklich alle noch anfallenden Arbeiten am V8 sind, dann bist du ja tatsächlich bald soweit. Glückwunsch. Den Weg zu Gerd solltest du in jedem Fall machen, allein schon um mal ein wenig Kilometer auszutesten nach all dem Rein Raus Rein Raus. Wer weiß, was noch alles kommt, wenn die Diva erstmal wieder Asphalt fressen darf… Ich hoffe nichts. DU hast sicherlich gute Arbeit geleistet. Der wird sich wie ein Neuwagen fahren… Und denk dran, Biosprit wird nicht des Kat’s Lösung einer sauberen Verbrennung sein, sondern eine schöne hochtourige Strecke und ein glühender Auspuff. Je heißer, desto besser arbeiten die! Lambdasonde ist noch nicht so alt, ich schätze 3 Jahre.

      Sag spätestens mal bescheid, wenn er zugelassen wird, dann machen wir eine kleine Geschichte drüber! Ach was, wir sehen uns eh vorher…!

      Jens

  6. Hi Jungs,

    irgendwie habe ich früher nur die russischen und polnischen Derivate der Fiatmodelle kennen gelernt. Dabei war der 128er doch recht selten. 126 bzw. 124 und 125 waren da

    • irgendwie war es auf einmal weg….

      Also die waren da häufiger. Wir hatten einen 2101 aka 124 der langsam von der braunen Pest und einem Motor, der das Öl über die Kurbelwellenentlüftung ausschied dahingerafft wurde. Zum Glück kam die Wende.
      Mein Kumpel erhält ja immer noch seinen 01er.
      Meine Fiat Karriere setzte sich dann mit einem Tipo mit Mäusekino und einer der unausgereiftesten Einspritzanlagen fort, weiter ging es mit dem Punto meiner Frau und der Gipfel war ein Fiat Marea. Ich bin geheilt… bis auf – also wenn ich nen X1/9 in brauchbarem Zustand für kleines Geld bekommen würde, könnte ich vielleicht schwach werden….

      Aber erst mal muss ich andere Prioritäten setzen.

      Ach ja, das Etap ist kein Vorzeigehotel. Aber der Australier nebenan ist ganz brauchbar. Und so schlimm sich Darmstadt anhört – die Stadt ist gar nicht so übel!
      Ich weilte übrigens derzeit in Italien. Dort hat es auch geregnet. Ich fuhr Fiat!

      Steffen.

          • Jens,
            sogar zwei. Meinen Lada Spezi Wolle, den ich allerdings nur noch selten sehe, da er beruflich Deutschland 2x die Woche durchquert und einen Besitzer hier im Ort, der einen 101er Zastava restauriert (!) hat.
            Ein besessener, der für Teile bis in’s ehem YU fuhr, da es hier NICHTS mehr gibt.

            Ich kann ja mal gucken, ob da was geht.

            Bronx

      • Hey Steffen,

        ich brauche ja keine Vorzeigehotels, und beim Etap weiß ich, was ich bekomme… Das will ja auch kein Vorzeigehotel sein. Ich bin da anspruchslos.
        Der Grieche an der Ecke gegenüber war jedenfalls klasse…

        Jens

  7. Hey Jens

    Klar sollte der Auspuff “glühen”. 😉 Zur Not habe ich noch nen Satz ABH-Kats rumfliegen. Allerdings muß ich Dir ganz ehrlich sagen, daß ich des Schraubens so langsam überdrüssig werde. Jedenfalls an der Diva. Sie MUß / SOLL wieder auf die Straße. Und das wird sie auch tun. Soviel Zeit, Teile und Herzblut da schon reingeflossen sind…mahaan!
    Ich will auf jeden Fall zusehen, daß ich die originalen Bolzen dieses Wochenende reinschraube. Spätschicht am Samstag ist doch voll daneben.
    Aber der Sonntag ist ja auch noch da. Da möchte ich eigentlich die Auspuffanlage ein wenig schön machen.
    Und ganz klar wird der Gerd vorher noch besucht. Alleine wegen dem Tüv und dem Prüfbericht der Gasanlage. Seine Frau hat mich beinahe durch das Telephon gezogen, nachdem ich ihr den momentanen Kilometerstand durchgegeben habe. KREISCH!!!!! 🙂
    Der Service soll um die 126 Euro kosten. Ohne eventuelle Teile natürlich. Die Kohle muß erst einmal da sein. Dann noch die “Tageszulassung” und die Gebühren beim Tüv. Nicht zu vergessen die Reifen. Warum muß eigentlich alles so teuer sein? Puh
    WENN es denn soweit ist gebe ich Dir rechtzeitig bescheid. Dies fängt dann beim Termin beim Gerd an. 😉

    V8 mäßige Grüße

    Markus

    • Hey Markus,

      WENN es dann soweit ist käme ich auch gern mit zu Gerd. Ich war lange nicht an der Westküste, Dagebüll ist ja immer eine Reise wert, und Gerd nebst Werkstatt sowieso…
      Na ja, du wirst mich auf dem Laufenden halten. Bevor du aber Banken ausraubst, um das alles bezahlen zu können sag bitte AUCH bescheid, dann lösch ich hier alles und leugne, dich zu kennen…….
      *hihi*

      Jens

  8. Hey Jens

    Wenn ich einen Termin beim Gerd habe, mußt Du sowieso mitkommen. Du mußt die Diva ja dann fahren. 😉
    Meine Familie bleibt zu Hause. Männergrspräche, ein bißchen schrauben und sich über das Endergebniss freuen.

    V8 mäßige Grüße

    Markus

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