Boobs for burnouts in Daytona

Turkey Run: Show, Shine und am Rand des Events noch viel mehr

Wer zum größten Oldtimer-Event im Südosten der USA –dem „Turkey Run“ – nach Daytona reist, kann was erleben: Massenhaft Schrott und rieselnder Rost, Top-Autos zu überhöhten Preisen und am Rande Alkohol ohne Tüten und Boobs ohne Hüllen. TRÄUME WAGEN begleitete den Mindener US-Car-Händler Michael Rafflenbeul und seinen Werkstattmeister Dennis nach Daytona Beach, Florida, um im riesigen Oval des Daytona Speedway nach ehrlichen Autos zu suchen

„Das ist mal wieder Vollschrott“, sagt Kfz-Technikermeister Dennis ernüchtert, nachdem er sich eine auf Hochglanz gebrachte Chevelle von unten angesehen hat. Oben hui und unten pfui, das gilt hier leider für viele Autos. An zentimeterdicker Spachtelmasse findet kein Magnet Halt, wer in Radhäuser greift, kann den Rost rieseln fühlen, und in einigen Kofferräumen sind schwer zugängliche Ecken mit Bau-Schaum vollgespritzt.

So sind sie, die Amis, erst recht beim „Turkey Run“, dem größten Oldtimer-Event im Südosten der USA.

Bis die Füße qualmen: Wer den Turkey Run besucht, muss laufen können. Kilometer für Kilometer ziehen sich die Reihen der Autos

Für jeden Geschmack etwas: Ob Willys Jeep, Mustang, Chevelle oder Buick Le Sabre Custom, das Angebot in Daytona ist breit gefächert

„6.000 Autos sind diesmal gekommen, davon stehen etwa 2.000 zum Verkauf,“ freut sich James Brady, seit zwölf Jahren Veranstaltungs-Manager. Auch hunderte Teilehändler haben ihre Stände aufgebaut. Zahlreiche Fastfood-Buden versorgen Besucher mit Chips und Burgern.

Das Interesse der potentiellen Autokäufer Michael Rafflenbeul und seinem Kfz-Meister Dennis aus Deutschland, die wir begleiten, gilt zunächst dem Car-Corral. Dort präsentieren private Verkäufer ihre Fahrzeuge, aber auch einige Händler. „Unsere Käufer kommen aus Island, Schweden, Deutschland, England und sogar aus Neuseeland,“ sagt Brady. Auch die Verkäufer stammen bei weitem nicht alle aus Florida, wie die Nummernschilder zahlreicher US-Staaten beweisen.

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