Stuttgarter Offenbarung: Porsche 911 Carrera Cabriolet

Vor genau 30 Jahren war der erste offene 911er-Porsche käuflich. Grund genug für TRÄUME WAGEN, sich diesen Traumwagen vom Porsche-Museum auszuleihen und den Sommer in der Gegend von Stuttgart zu suchen

Der Porsche-Ingenieur in Weissach scheint eine Menge Spaß beim Forschen zu haben, den Boliden schön schneller zu machen. Oder schneller schön: Ein paar Kilometer entfernt, auf dem Weg zur Vorbergblickhütte, hört man ihn die Teststrecke entlang rasen. Der Motor brüllt, es muss ein sehr sportlicher Porsche sein. Normalerweise kommt in so einem Moment Neid auf – diesmal nicht. Ich stehe am Berg, schaue auf die riesigen Kräne, die die mächtige Erweiterung von Porsches Forschungszentrum markieren und die Hügelkuppen überragen, und freue mich auf die nächsten Kilometer. Natürlich mit einem Porsche.

Weiß ist es,  das Cabriolet aus dem Porsche-Museum – und es ist erst 37.396 Kilometer gelaufen, also fast fabrikneu. Gebaut wurde der Carrera im Jahr 1984, deshalb sitzt schon ein 3.2-Liter-Sechszylinder-Boxer im Heck, der den Gasfuß mit 231 PS  spielen lässt. Ein Jahr vorher noch hieß das 1981 präsentierte und 1983 serienreife und bestellbare Auto “911 SC Cabriolet”. Der erste völlig bügelfreie 911er kostete optionsfrei 64.500,- Mark und besaß einen Dreiliter-Boxer mit 204 PS. Damit und dank einem Spitzentempo von 235 km/h war der Wagen das schnellste Seriencabriolet der Welt. Trotzdem ließ die Aufwertung nicht lange auf sich warten, und aus allen SC wurden 1983 “Carreras” – eine Verbeugung vor der gleichnamigen Panamerika-Hatz.

Das Öffnen des Daches benötigt keine Minute. Zum Anbringen der straffen Persenning ist Kraft gefordert

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