Le Mans auf Klassisch – Bester Historischer Motorsport auf der Erde

Es findet nur alle zwei Jahre statt. Aber wenn es dann endlich soweit ist, gehört der Event zum besten historischen Motorsport auf dem Planeten: Le Mans Classic. Diesmal schauten wir besonders Alt-Profi Dieter Quester auf die immer noch sehr schnellen Füße

Wie damals: Über den Le Mans-Start des Grid 4 freuten sich vor allem die zahlreichen Zuschauer und Fotografen vor Ort

Wie damals: Über den Le Mans-Start des Grid 4 freuten sich vor allem die zahlreichen Zuschauer und Fotografen vor Ort

Für viele Fans ist es wie Weihnachten, Geburtstag und Namenstag zusammen: Autorennen in Le Mans. Nein, nicht das alljährliche, bei denen neuerdings Hybridfahrzeuge um den Kurs huschen – es geht um das zweijährliche. Das heißt “Le Mans Classic”, wird von Patrick Peter und seinen Freunden organisiert und bringt wie kein anderes Event das besondere Flair von klassischen Autorennen zurück. Und das an einem der historisch interessantesten Rennorte der Welt.

Diesmal nicht im Auto aktiv auf der Rennstrecke, aber trotzdem ein beliebter Autogrammschreiber: Vic Elford in Le Mans

Diesmal nicht im Auto aktiv auf der Rennstrecke, aber trotzdem ein beliebter Autogrammschreiber: Vic Elford in Le Mans

Eine haarige Angelegenheit: Viele Fahrer erklärten nach den Rennen in der Nacht, dass die hohen Geschwindigkeiten im Dunkeln und während des Regens teilweise schon grenzwertig gewesen seien

Eine haarige Angelegenheit: Viele Fahrer erklärten nach den Rennen in der Nacht, dass die hohen Geschwindigkeiten im Dunkeln und während des Regens teilweise schon grenzwertig gewesen seien

Mit rund 400 Fahrzeugen verschiedenster Epochen, fast 800 Fahrerinnen und Fahrern aus aller Welt und erstmals über 100.000 Zuschauern jagte diesmal ein Superlativ den nächsten. Auch für Dieter Quester, dem ehemaligen BMW-Werkspiloten und 13-fachen Le Mans-Teilnehmer, war es eine besondere Veranstaltung. Er pilotierte nach fast 40 Jahren sein damaliges Siegerauto, den 3-Liter-BMW CSL, in dem er gemeinsam mit Toine Hezemans 1973 in Le Mans den elften Gesamtplatz und den Klassensieg einfahren konnte. “Natürlich ist es etwas ganz Besonderes, nach so vielen Jahren noch einmal mit diesem Auto in Le Mans an den Start zu gehen,” erinnert er sich. “Nach wenigen Metern hat man gleich wieder alle Abläufe automatisiert, erinnert sich automatisch an Schalt- und Bremsvorgänge, an die Besonderheiten und das Fahrverhalten dieses Autos.” Dass man damals zu Zweit in ein solches Rennen gegangen sei, darüber könnte er aus heutiger Sicht nur mit dem Kopf schütteln. “Heute kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass wir damals so verrückt waren,” schmunzelt der Österreicher. “1973 bin ich mit Toine Hezemans alleine in die 24-Stunden gestartet. Da war ja nie angedacht, dass ein dritter Fahrer dazu stoßen sollte. Ausgemacht hat einem das nichts, es war ja normal. Heute wäre das unvorstellbar, 24 Stunden mit nur zwei Fahrern anzugehen.”

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