Gamer-Kolumne “Need for Speed Most Wanted”

Das neue „Need for Speed Most Wanted“ ist auf dem Markt. Kommt Ihnen der Titel bekannt vor? – Richtig, den gab es schon im Jahr 2005. Warum jetzt wieder?
EA-Games hatte die Fangemeinde gefragt, welchen Titel sie sich noch einmal wünscht – „Most Wanted“ war most wanted.Das Gameplay ist ähnlich wie beim Vorgänger – und auch nicht. Es gibt keine Menüs oder Lobbies mehr, Sie fahren in einer offenen Welt und düsen mit Hochgeschwindigkeit durch Fairhaven City auf der Suche nach Rennen oder freien Herausforderungen, beispielsweise mit der Polizei.
Vom Camaro ZL1 über den Porsche Carrera S bis zum Lamborghini Aventador LP 700/4 ist für jeden Luxus- und Sportwagen-Liebhaber mindestens ein Traumwagen dabei. Durch die originalgetreuen Fahreigenschaften erleben Sie mit jedem Auto ein anderes Fahrgefühl und passen sich durch den Wechsel des Gefährts optimal den gestellten Renn-Anforderungen an. Das macht wahnsinnigen Spaß und wird nicht langweilig.

Autorennspiele werden sowieso nie langweilig, kann man doch seinen Konkurrenten im Duell platt machen oder der Gruppe zeigen, wo der Hammer hängt. Die Geschichte der von uns so gerne gelenkten digitalen Rennautos reicht bis in die 70er Jahre zurück. Das erste Rennen wurde auf der Videospielkonsole Atari 2600 ausgetragen und noch heute fasziniert die Gamer die Rivalität zwischen dem anderen Fahrer und sich selbst. Wer fährt schneller, wer nimmt die Kurven besser?
Mit der Weiterentwicklung der Autorennspiele kam schließlich die Frage auf, wer den besseren Wagen fährt. Nicht nur die realistischen Fahreigenschaften der Originalautos sind entscheidend geworden, auch das richtige Tuning: Antriebsart, Antriebsverlagerung, Gripstärke und Karosserieteile sollen angepasst werden, um den Wagen noch besser auf die Strecke zu bringen. Mit Tricolor-Lack bis hin zum kleinen Aufkleber auf der Heckscheibe kam Farbe ins Spiel. Diese Individualität brachte die Gamer raus aus den klassischen Rennkursen in offenere Welten, zum Beispiel quer durch die detailgetreu nachempfundene USA. Im neuen „Most Wanted“ sind es ein paar Einstellungen weniger, denn es geht um Freiheit, Konkurrenz, die besten Autos und besonders um Tempo. Auf der Hitliste der Spielgenres muss sich der Autorennspiele-Bereich zwar hinter den Egoshootern anstellen, aber selbst dort kommen die Entwickler nicht ohne aus. So sind im neuen Far Cry 3 Mini-Games eingebaut, in denen sich der Spieler mit Einheimischen einer von Terror eingenommenen Insel auf der Rennpiste duellieren muss.

Bei der Neuvorstellung vom „NfSMW“ in Hamburg schaute ich einer 17-jährigen zu, wie sie immer wieder in Wände oder andere Autos rauschte, zwischen Zaun und Haus festklemmte und sich ziemlich planlos durch die Welt schrottete. Man merkte ihr den Spaß an, aber auch den Ehrgeiz, den sie immer weiter entwickelte und angestrengt versuchte, das Auto unter Kontrolle zu bekommen. Vielleicht hätte ich ihr helfen sollen, den Wagen zu wechseln, denn so ein Ariel Atom 500 V8 mit 500 PS auf leichten 523 Kilogramm ist selbst für erfahrene Gamer schwer im Griff zu halten. Aber es war mir einfach eine Freude, ihr zuzusehen. Auf meine Frage, ob sie oft spiele, sagte sie mit rotem Kopf und leuchtenden Augen: „Nein, das ist das erste Mal. Und es ist richtig geil.“

Eindeutig ein klarer Fall von „Most Wanted“…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code