Durch die Grüne Hölle

TRÄUME-WAGEN-CUP

Die Streckenführung leitete die historischen Fahrzeuge und Youngtimer fernab der Autobahnen über Lütjensee, Schönberg und Bad Oldesloe nach Klein Rönnau bei Bad Segeberg zur verdienten Pause. Und auch das TRÄUME WAGEN-Team mit dem Piloten Marco Wendlandt am Steuer und Hardcore-Navigator Jens Tanz auf dem Beifahrersitz musste definitiv ein bisschen Anspannung abbauen, wenngleich die beiden als inzwischen „alte Hasen“ gelernt haben, dass millisekundengenaue Atomuhren (am besten gleich vier davon in einer Reihe) zwar hilfreich, aber nicht Rallye-entscheidend sind. Wenn Gefühl für den Wagen und ein gut abgestimmter Dialog zwischen dem Fahrer und dem Navigator vorhanden sind, reicht auch die Stoppuhr vom iPhone in der Hand… Das tröstet nicht immer über kleine Navigationsdefizite hinweg, die dann auch mal 15 Minuten Zeit kosten und zu einem Renntempo animieren, was nicht allen im Porsche anwesenden ausnehmend gut bekam…

Zieleinlauf und Siegerehrung

Nach nicht einmal einer Stunde Pause donnerte das Fahrerfeld weiter in Richtung Lübeck, wo es über Krummesse, Mühlenrade und Trittau diesmal vor allem um Orientierungsprüfungen mit Straßenkarten ging. Schwer? Ja. Auch. Immer galt, sich an die Verkehrsregeln zu halten, was den meisten auch gelang. Denn im Fall der ADAC Hamburg Klassik bedeutet „Rallye“ nicht, quer zur Fahrtrichtung mit Vollgas durch gröhlende Zuschauermengen zu driften, sondern in einem zügigen Antritt auf öffentlichen Straßen den richtigen Weg zu finden und verschiedene Gleichmäßigkeitsprüfungen zu absolvieren. Also auch mal in einer vorgegebenen Zeit ein bestimmtes Teilstück besonders langsam zu fahren. Möglichst sekundengenau.

Und damit niemand frech abkürzte, wurden im Streckenverlauf verschiedene „Baumaffen“ versteckt – also Nummern auf Schildern, die man wirklich nur sah und notieren konnte, wenn man auf dem richtigen Abschnitt unterwegs war. Soweit uns übermittelt wurde, gab es diesmal weder Trennungen langjähriger Ehen, zerrüttete Verwandtschaftsverhältnisse oder vorzeitige Abreisen, was alles für eine perfekte Organisation des ADAC Hansa e.V. und des MSC Trittau e.V. spricht. Denn es ging doch in erster Linie um die schönen oder rassigen Autos, die wir noch alle als Matchbox-Modelle durch die Sandkiste geschoben haben und die wir nun im Maßstab 1:1 durch das Land bewegen konnten.

Schließlich wurden nicht weniger als 35 Pokale verliehen – so soll Rallye sein und nicht anders. Das sehen auch die glücklichen Gewinner so.

Und die nächste Rallye wartet bereits…

Ergebnisse und Platzierungen gibts online unter:

www.adac-hamburg-klassik.de/index.php/aktuelles

Zieleinlauf in Bergedorf und Abschlussparty mit Siegerehrung im Ramada Bergedorf. Bei der ADAC Hamburg Klassik zählt natürlich in erster Linie dabei gewesen zu sein. Auch wer nicht auf den vordersten Plätzen landete, darf sich am Ende als Sieger fühlen

 

Fotos: Andreas Aepler

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