Kaufberatung Ferrari Mondial t

Der Einstieg in die Ferrari-Welt

Beliebte Schlagzeilen wie „Ferrari zum Golf-Preis“ sparen wir uns. Was für den Kaufpreis eines ordentlichen Ferrari Mondial t im Vergleich zu einem gut ausgestatten neuen VW Golf (mit Einschränkungen) vielleicht gerade noch gelten mag, hört bei den Unterhaltskosten sofort auf, denn da bewegt sich der Mondial t auf markentypisch extremem Niveau. Trotzdem ist er die zurzeit günstigste Möglichkeit, ein Auto aus Maranello zu fahren.

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Der Ferrari Mondial ist im Wesentlichen die vom Ferrari-Karosserieschneider Pininfarina entwickelte Viersitzer-Ausführung der erfolgreichen Mittelmotor-Baureihe 308, die von Bertone karossiert wurde. Die 308-Modellreihe startete zwar schon sieben Jahre früher, wurde aber parallel weitergebaut. Designkritiker bemängelten die unvorteilhaften Proportionen, und auch das Praxis-Plus des deutlich besseren Platzangebots (auch fürs Gepäck) zieht bei Ferraristi nicht besonders.
Das führte zu verhaltenen Verkaufserfolgen und heute zu den günstigen Preisen auf dem Klassikermarkt. Mit den 308-Modellen teilt sich der Mondial zahlreiche Technikkomponenten (z. B. Vorder- und Hinterachsteile) und den Antrieb. Infolgedessen machte er auch alle Schritte der Motorenentwicklung des 308 mit. So ersetzte der erste Mondial 8 mit für Ferrari-Verhältnisse ausgesprochen mageren 214 PS den bis dahin einzigen Viersitzer der 308-Baureihe, den GT4. Parallel dazu gab es den 308i sowie später den 244 PS starken 308 QV mit Vierventiltechnik (quattrovalvole), dessen Motor ab 1982 auch im Mondial QV Dienst tat.
Der nächsten Ausbaustufe des Zweisitzers (328) entsprach ab 1985 der Mondial 3,2 mit 270 PS und den krönenden Abschluss der Baureihe bildet die sogenannte 2. Serie mit dem Mondial t als Bruder des Ferrari 348. Mit nunmehr 300 PS aus 3,4 Litern Hubraum bot dieses Modell auch die Fahrleistungen, die man mit der Marke assoziiert. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist in 6,3 Sekunden möglich, die Spitze liegt bei verbrieften 255 km/h.
Mit dieser zweiten Serie ist auch die einschneidendste technische Änderung der Modellreihe verbunden: Der Wechsel der Einbaulage des Motors von quer auf längs – erkennbar an der Modellbezeichnung Mondial t für „transversale“. Ein solches Fahrzeug stand uns als Referenzmodell zur Verfügung.

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Solche werkseitigen Sticker sind kleine Freuden für das Sammlerherz

Ein Gedanke zu “Kaufberatung Ferrari Mondial t

  1. Hallo Ferraristi,
    ich gehöre auch zu den seltenen “Spezies” die sich vor über zehn Jahren einen Ferrari Mondial Quattrovalvole gekauft haben! Ich hatte schon immer eine Schwäche für Underdogs. Der Wagen kommt aus einer Ferrari-Sammlung und war der Kleinste. Er hatte gerade mal 23000 Km. auf dem Tacho. Das Auto war aussen wie innen sehr gepflegt und immer gut gewartet worden. Ich habe den Wagen sofort gekauft. Der Ferrari wurde von mir sofort für den Rennsport umgerüstet. Fahrwerk tiefer,Bremsen mit Rennbelägen, 3-teilige 17″ INDY-Felgen mit Sportreifen. ANSA- Sportauspuff, Sportluftfilter und das ganze Sicherheitspaket im Auto. Der Wagen hat aber gewollt noch immer Strassenzulassung. Ich staune immer wider wie unbekannt der “Mondi” bei den Leuten ist. Auf dem Rennplatz wird mei Auto desshalb immer rege fotografiert und hinterfragt. In der Schweiz bin ich der Einzige der mit dem Ferrari Mondial rennen bestreitet. Schon zweimal wurde mei Auto zum schönsten Wagen auf dem Rennplatz gewählt, was mich sehr stolz macht. Mein Ferrari ist entgegen aller Gewohnheit nicht rot, sondern in einem dezenten Blaumetallic lackiert.(Originalfarbe nur zwei mal in der Schweiz ausgeliefert!) Die Farbe sieht am Mondial besser aus als rot! Viele Fotos zeigen mein Auto auch im Netz im Renntrimm!
    Die vielen Nörgler und Kritiker des Ferrari-Mondial haben nie einen solchen Wagen gefahren oder je besessen. Meistens Nachsager oder schlicht nur Neider. Richtig gewartet und gefahren macht der Wagen extrem viel Spass und ist ein vollwertiger Ferrari. Auch Rost ist bei meinem Auto kein Thema. Dinitrol sei Dank. Ich jedenfalls liebe meinen Mondial sehr und fahre ihn so viel wie möglich. Es heisst ja auch Fahrzeug nicht Stehzeug! Der kleine Ferrari V8 wird seinen wert auch noch erhalten. Viele sind schon zerstört oder durch schlechten Service nicht mehr da. Dem kleinen Dino schenkte vor fünf Jahren auch noch fast niemand viel Beachtung. Heute ein gesuchtes Juwel! Ich lasse mir meinen “Maranello-Renner” nicht madig machen und fahre,fahre,fahre…
    Allzeit guten Grip und genügend Sandseife in der Schraubergarage,
    SQUADRA BIANCO AZZURRO, Roland Hufschmid, 6024 Hildisrieden/CH

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