Noch deutscher als deutsch

67er Rekord C-Limousine der Karosseriebaufirma Karl Deutsch

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50 Jahre Opel-Design

Mitte 1964 wird das erste Designstudio in Europa eingerichtet, und zwar in Rüsselsheim.
Grund genug für einen Besuch

So schön manche richtig alten Autos auch sind – Designer waren damals nicht am Werk. Es waren eher Grafiker, Künstler, Architekten und manchmal auch Ingenieure, die sich die Formen für Autos bis Mitte vergangenen Jahrhunderts einfallen ließen. Und es dauerte noch lange, bis sich die ersten beiden Design-Mekkas herauskristallisierten: Turin und Detroit. 1956 arbeiteten bereits 1.200 Menschen in der Designabteilung von GM.

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Dank der amerikanischen Führung war Opel im Jahr 1964 laut eigener Aussage das erste deutsche Autounternehmen, das ein „Advanced Design“ einführte. Das erste Ergebnis war der „Experimental GT“, der somit auch als das erste Concept Car eines europäischen Autoherstellers gilt.

Eindrucksvoll hat Opel zum Jubiläum das Obergeschoss des Design-Centers ausstaffiert, als würde in den 60er Jahren gearbeitet:   Neben dem Tonmodell des Experimental GT steht hier das „CD Concept“ von 1969, ein „CD Concept“-Gittermodell, das einen Blick auf die Antriebstechnik und die Innenraumgestaltung erlaubt, den echten „Experimental GT“, den offenen „Aero GT“ von 1969, den Opel GT von 1973, das „Junior Concept“ aus dem Jahr 1983 sowie das „Opel GT2 Concept“ von 1975. Das Auto mit dem sehr geringen Luftwiderstandsbeiwert 0.326 basiert auf der Karosserie der Manta- und Ascona-Baureihe.

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Im Untergeschoss stehen die modernen Studien: „Flextreme Concept“ von 2007, „Rak E Concept“ von 2001, „Rad E Concept“ von 2012, „Adam Rocks Concept“ von 2013 und natürlich das „Monza Concept“, vorgestellt auf der IAA 2013, von dem Opel-Chefdesigner Mark Adams sagt, dass es alle neuen Opel-Modelle beeinflussen wird. Und nebenbei arbeiten die Modelleure, die gut 60 Grad heißes Industrie-Plastilin in drei bis vier Zentimeter Dicke auf Schaumstoffformen auftragen, um es erkalten zu lassen und dann mit der Feinarbeit des Modellierens beginnen zu können. Dabei beachten sie die Design-Philosophie ihres Chefs:  „Deutsche Präzision mit feiner Skulptur. Ich rede dabei nicht von Design-Language, sondern von Design-Philosophie,“ sagt Adams. „Eine Design-Sprache ändert sich alle fünf bis sechs Jahre, die Philosophie dagegen bleibt: Sie wird nur  immer wieder verschieden interpretiert.“

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