Gut Holz – Von Masken und Motoren

TRÄUME WAGEN besuchte das Goodwood Revival

Wenn sich die Piloten beim Goodwood Revival um die Hauben fahren, hilft manchmal nur noch, dreimal auf Holz zu klopfen – mit schonendem Umgang von klassischem Automaterial hat das nicht viel zu tun. Aber das macht den weltgrößten Kostümball mit Gas geben ja gerade so spannend

Weiß der Geier, mit welchem Fuß Richard Shaw an diesem Morgen aus dem Bett gestiegen ist, aber es muss der falsche gewesen sein. Der Typ im BMW 700 fährt nicht mit einem Messer zwischen den Zähnen – das ist schon eine Machete. Wie ein Berserker pflügt er durch das Feld der „St. Marys Trophy“ auf dem ehrwürdigen Asphalt der Rennstrecke in Goodwood, Südengland. Als würde er in irgendeinem finsteren Tower angekettet, wenn er nicht gewinnt.

Reine Rennwagen sind beim Revival in der Minderheit – aber nicht minder faszinierend

Immer einen Besuch wert: Der Parkplatz mit Besucher-Klassikern. Dort wird auch sehr englisch gepicknickt

Ach diese „St. Marys Trophy“ – so ein sanfter Name für so ein wildes Rennen. Denn hier schlagen sich unter anderem Mercedes 220S, Borgward Isabella TS, Jaguar Mk VII, Ford Prefect 107E, Austin A35, Standard Ten, Alfa Romeo Giulietta Ti, MG Magnete ZB, Riley 1.5, Sunbeam Rapier, Morris Minor, Renault 4CV, Rover 100 P4 und sogar GAZ Wolga M21 sowie Tatra T603 die Stoßstangen ein. Am Steuer Rennlegenden wie Martin Brundle, Jürgen Barth, Vern Schuppan, Rauno Aaltonen, Derek Bell, Indy-500-Sieger Kenny Bräck, Rob Huff, Christian Horner und auch Comedian Rowan Atkinson. Viele von Ihnen eingekauft vom Fahrzeugeigner, um einen Pokal nach Hause zu bringen. Koste es, was es wolle.

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