Der Leichtathlet

Kaufberatung Porsche 968 CS

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Zu Neuwagenzeiten war die Nachfrage nach dem Porsche 968 eher bescheiden. Inzwischen entwickelte sich insbesondere das Club-Sport-Sondermodell „CS“ zum gesuchten Youngtimer. Das war nicht immer so, denn diese Ausführung war einst unter dem Diktat des Rotstifts entstanden, wobei die qualitativen Grundwerte der Baureihe natürlich nicht angetastet werden durften. Grundsätzlich gilt unsere Kaufberatung natürlich auch für die „normalen“ 968er

Ende der 1980er Jahre hatte Porsche massive Absatzprobleme mit der wassergekühlten Vierzylinder-Frontmotor-Baureihe. Dass der letzten 944-Evolutionsstufe S2 mit dem 211 PS starken 3,0-Liter-Aggregat der größte Serien-Vierzylindermotor der Nachkriegszeit innewohnte, konnte das Image auch nicht heben – es war eben nur ein Vierzylinder.

Leider stiegen die Verkaufszahlen auch nach dem Launch des Porsche 968 nicht nennenswert. Zwar hatte man Heck und Front neu gestaltet, um unter anderem mit den ausklappbaren „Kulleraugen“ den Schulterschluss zum 928er zu suchen, aber alles was dazwischen lag (Karosserie und Technik), entsprach weitgehend dem 944 S2.

Der 968 war damit zwar technisch noch absolut auf der Höhe, aber mit einem Basispreis von knapp unter 100.000,- Mark auch preislich nach oben geschossen. Da legten viele Kunden gern ein paar Scheine drauf und wählten den in ihren Augen „wahren“ Porsche, den 911. Den gab es ab 120.000,- Mark, und da stimmte dann auch das Image.

Dass der 968er das wesentlich modernere Fahrzeugkonzept verkörperte und als Spitze der Transaxle-Baureihen zu höchstem Reifegrad entwickelt worden war, konnte einen „gusseisernen“ Luftboxer-Fan ohnehin nicht beeindrucken.

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Hier wird das Kürzel „CS“ erklärt. Das Sondermodell hat gewöhnliche 968er inzwischen preislich überholt

Es war also weniger der Sportsgeist, der zur Markteinführung des abgespeckten 968 CS (für Club Sport) führte, sondern knallharter Sparzwang. Gewichtsmäßig brachte er 50 Kilo – bei einem Leergewicht von 1.320 Kilo kein bahnbrechender Fortschritt. Finanziell sparten die Kunden immerhin satte 17.000,- Mark – der 968 CS kostete „nackt“ nur 77.500,- Mark.

Das war beim von 1987 bis 1989 gebauten Porsche 911 CS noch ganz anders: Der wog leer mit 1.197 Kilogramm glatt 100 Kilo weniger als der normale Elfer, und auch hier wurden alle möglichen Komfortzutaten eingespart. Allerdings nahm Porsche sich raus, die Leichtbau-Variante sogar 2.000,- Mark teurer zu verkaufen.

Der 968 CS wurde von den Porsche-Tifosi lange Zeit zu Unrecht verschmäht. Schon der gewöhnliche 968er bot beeindruckende Fahrleistungen bei erstklassigem Handling und günstigen Verbrauchswerten.

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