Atemlähmung und Herzrasen…

Ausfahrt mit der V8-Cobra-Replika in Kapstadt

…die Cobra ist eine Giftschlange. Wer damit umzugehen weiß, genießt in der V8-Cobra-Replika die Ausfahrt in der schönsten Stadt der Welt und brennt darauf, sich von Kapstadt aus um die Kaphalbinsel zu schlängeln

Es brabbelt, grunzt und ballert aus den dicken, verchromten Sidepipes – die Cobra ist wach. Wellness für die Ohren von Menschen mit Benzin im Blut. Offen, ungedämpft und ganz nah an der Straße. Jene ist momentan kopfsteingepflastert und so steil, als wäre sie irgendwo in San Francisco. Aber das hier ist Kapstadts ältestes Viertel, Bo-Kaap, die Oberstadt.

Kaum zu glauben, dass sich nur ein paar Minuten von hier, am In-Strand Camps Bay, Supermodels sonnen. In Bo-Kaap leben hauptsächlich Moslems, seit dem 18. Jh., Frauen sind oft verschleiert und die Männer tragen lange wallende Gewänder, wenn sie aus einer der kleinen Moscheen kommen. Beschauliche Szenen wie in Nordafrika. Abgesehen von der Cobra, deren V8-Sound von den alten Hausmauern widerhallt. Schon aus Denkmalschutzgründen sollte es hier ein Cobra-Fahrverbot geben, denke ich mir, als ich an einer Gruppe Wasserpfeifen rauchender, bärtiger Männer vorbeigurgle. Sie winken mir zu, wobei ich genau sehen kann, wie das Wasser in ihrer Pfeife kleine Wellen schlägt.

Karneval in Kapstadt – jedes Jahr am 2. Januar

Freundliche Menschen auf der gesamten Tour

Die Cobra in Fahrt auf den Straßen von
Bo-Kaap

Das Cape Town Stadium bei Nacht

Ich spüre es, die heiser fauchende Cobra wird ungeduldig, sie will raus aus dem urbanen Umfeld, rüttelt und schüttelt sich im Leerlauf. Zum Glück ist Kapstadt eine der wenigen Millionen-Metropolen der Welt, die in einem Nationalpark liegt. Daher beginnt die erste Traumstraße direkt in der Stadt. Zunächst durch die Long Street, die älteste Straße der Stadt, wo nachts in den vielen Bars und Clubs der Bär los ist. Dann die steile Kloofnek Road nach oben, rechts ab und am Parkplatz zum Lion’s Head vorbei. Hier gibt es keine Häuser mehr, dafür wunderbare, einheimische Fynbos-Vegetation und eine fantastische Aussicht auf den gegenüberliegenden Tafelberg und die Stadt zu seinen Füßen.

Durch einige herrliche Kurven auf griffigem Asphalt, wo sich die Cobra erstmals ein bisschen freiblasen kann, fahren wir zum Parkplatz auf der anderen Seite mit weiteren großartigen Vistas. Diesmal auf Hafen, Waterfront, das Cape Town Stadium, die Tafelbucht und Robben Island.

Toureindrücke: Cappuccino bei Dunes in Hout Bay, Spaza-Shop im Township, Fish and Chips on the Rocks, Township-Delikatesse gegarter Schafskopf und Felllverkäufer an der Küstenstraße

 

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