Bella aus der Bronx – 76er Mercury Monarch Ghia

Friederike und Bella mit ihrem Mercury Monarch Ghia von 1976

Einige führen ein echtes Hundeleben, da draußen in den Trabantenstädten des Ruhrgebiets zwischen Hochhäusern und stillgelegten Zechen. Dass der Alltag aber auch bunt, lustig und tierisch angenehm sein kann, beweisen Friederike Löbach und ihr Hund Bella, wenn sie in ihrem 1976er Mercury Monarch der Gegend um Wuppertal die Farben zurück bringen

Bellas Tag geht heute nicht ganz so gut los wie sonst. Der Sommer, der nirgendwo richtig loslegen will, drückt mit grauen Regenwolken auf ihre schon etwas betagten Hundeknochen. Sie hat heute Nacht nicht so gut geschlafen, und das Futter schmeckt irgendwie blass. Es gibt diese Tage, da legt man sich am liebsten gleich wieder ins Körbchen.

Frauchen allerdings tänzelt trällernd und lachend durch die Küche, sie hat heute noch ein paar Termine, und da kann Bella mit. Vielleicht ein abwechslungsreicher Lichtblick? Heute wird wieder das große Auto genommen. Das mit dem dicken Teppich und viel Platz vor der Sitzbank. Definitiv ein Lichtblick. Bella würde lächeln, könnten kleine Hunde lächeln, und schmiegt sich dann doch zufrieden an Frauchens Bein.

Große Klappen deckeln den Kasten. Kompaktbauweise definierte man in Europa ein wenig anders Große Klappen deckeln den Kasten. Kompaktbauweise definierte man in Europa ein wenig anders

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Das Design ihres Autos färbt auch auf die Besitzerin ab. Mit solchen Schuhen können nur Frauen fahren! Das Design ihres Autos färbt auch auf die Besitzerin ab. Mit solchen Schuhen können nur Frauen fahren!

Das Design ihres Autos färbt auch auf die Besitzerin ab. Mit solchen Schuhen können nur Frauen fahren!

Das gehört Friederike Löbach. Sie ist selbständige Masseurin und sogar noch ein bisschen jünger als der große, braune Blechkasten draußen auf dem Hof, auf den sich ihre Hündin gerade so freut. Ihr Job geht einher mit vielen Terminen kreuz und quer durch das Revier, deshalb steht zunächst neben dem Kasten noch eine Art offizieller Gebrauchskasten: Ein 1993er Passat. Zwar geräumig und zuverlässig, aber das war es dann auch. Er läuft eben. Das kann nicht die mobile Erfüllung für eine Frau sein, die schon als kleines Kind tiefe Begeisterung für große, amerikanische Autos empfunden hatte. Mehrere Urlaubsreisen nach Mexiko, wo sie mit klassischen Dickschiffen der 70er die Highways befuhr, verankerten diese Emotionen noch tiefer. Der Klang hatte es ihr angetan – ein Auto muss blubbern.

Windkanal - was ist das? Aber gegen den Strom schwimmen muss nicht unbedingt anstrengend sein

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