Bitter sweet Symphony

Die seltenen Edel-Coupés von Erich Bitter aus Schwedt sind ein Fall für Kenner. Gelungen  kombinieren die Modelle CD und SC Großserientechnik von Opel mit atemberaubender Optik

Der Mann hatte ein Problem: Das Auto war fertig – aber wie sollte es heißen? „Schreib doch einfach deinen Namen ran,“ riet ein gewisser F.A. Porsche. Der Selfmademan beherzigte den Vorschlag und begann Anfang der Siebziger mit dem Bau von Autos unter eigenem Namen: Bitter.
Im Kreise exklusiver Manufakturen findet der aufstrebende Autobauer Erich Bitter schnell seine Nische. Bitter ist nicht nur ein talentierter junger Konstrukteur und Rennfahrer – er ist perfektionistisch veranlagt, vielseitig, sportlich und interessiert sich besonders für Mode. Seine geistige Haltung spiegelt sich von Anfang an in seinen Autos wider: Das richtige Gespür für Formen und sein Hang zur Qualität.

Geschmackvolle Rundinstrumente mit Bitter-Signet

Seitliche Luftschlitze zur Beatmung des Achtzylinders

Geschickt versteckt: der Tankstutzen im Heck

Luxus wie beim Italiener, vom Vorbesitzer weiter verfeinert

Der Unternehmer weiß genau, wie seine Luxusautomobile komponiert sein müssen, damit sie trotz GM-Großserienkomponenten glaubwürdig funktionieren. Die beiden erfolgreichsten Modelle der Firmengeschichte sind bis dato zweifelsohne das große GT-Modell Coupé Diplomat (CD) und das danach aufgelegte SC Coupé auf Senator-Basis. Gemeinsame Kennzeichen: Luxus, Eleganz und gesalzene Preise. Und natürlich eine viel höhere Zuverlässigkeit als bei anderen Kleinserienfahrzeugen. Grund genug, die beiden Oldies noch einmal in voller Fahrt zu genießen.

Dicker V8-Brocken von GM

Feiner als im Bitter ging es auch bei der Konkurrenz nicht zu

Komfort pur: trotz des Alters, der CD bietet massig elektrische Helfer

Diplomat Coupé

Die feine Linie des großen CD ist die eines klassischen Gran Turismo. Sie erinnert zwar zunächst an den ab 1970 gebauten Frua CD, stammt aber – wie die meisten Bitter-Entwürfe auch – aus der Feder von George Gallion und zeichnet sich durch eine vorversetzte Windschutzscheibe und eine kantigere Formgebung mit markanterer Gürtellinie und weniger Chrom aus. Der aus den USA stammende Opel-Mann Gallion versteht es bestens, den Design-ideen Erich Bitters eine ansprechende Form zu schenken und trägt so entscheidend zum Erfolg der kleinen, aber feinen Marke bei.

V8-Glamour aus deutschen Landen

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