Bitter sweet Symphony

Unverwechselbar: schön sind beide Modelle, am Ende entscheiden persönliche Vorlieben

SC und CD waren Bitters größte Modellerfolge

Hilfreich ist sicherlich auch die trapezförmige Linienführung, die  deutliche Design-Gemeinsamkeiten mit dem luxuriösen Ferrari 400 pflegt. Hauptmanko des viersitzigen SC ist anfangs noch die grausam schlechte Blechqualität der bei Carrozzeria OCRA gebauten Exemplare. Später montierte Fahrzeuge sind viel besser. Sie entstehen zunächst bei Carrozzeria Maggiora S.p.A. in Turin und dann – aufgrund der weiter steigenden Nachfrage – bei Steyr in Graz. Um dem Wunsch der Kunden nach konkurrenzfähiger Motorleistung zu entsprechen, bietet Bitter den SC Ende der Achtziger endlich auch mit einem vom Tuner Mantzel um 0,8 Liter vergrößerten Triebsatz an. Das Drehmoment steigt von 248 auf beachtliche 327 Newtonmeter, die Leistung von 180 auf immerhin 210 PS. Trotzdem bleibt der SC eher ein schneller Cruiser.
Bis 1989 entstehen 461 SC Coupés sowie 22 Cabriolets und fünf viertürige Limousinen. Danach baut Bitter zwar weiterhin interessante Autos auf, schafft jedoch leider keine vergleichbaren  Stückzahlenerfolge mehr.

Ein B für den Jet-Set
Was aus heutiger Sicht wie ein Märchen klingen mag, gelingt Bitter in den siebziger und achtziger Jahren trotz aller Widrigkeiten: Der internationale Jet-Set registriert innerhalb kürzester Zeit wohlwollend die Edel-Automobile mit dem markanten B im Logo. Besonders der klassisch gezeichnete CD mit grummelndem V8 kann noch heute betören. Seine wunderschöne Linie ist eigenständig und erinnert dennoch an nochmals viel teurere Iso- und Lamborghini-Modelle. Dem strengeren, aber nicht uninteressanten SC gebührt der Titel des erfolgreichsten und vielfältigsten Bitter-Modells aller Zeiten.

Text: Lars Jakumeit
Fotos: Christian Dietz

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