Die Wanne ist voll

… uh uh uuuh: Die Idee von Strandbuggies mit leichter GFK-Karosserie auf
gekürztem Käferchassis stamt vom Surfer und Bootsbauer Bruce F. Meyers. Wir sind auf einem seiner seltenen originalen Manx Dune Buggy geritten – natürlich durch eine kalifornische Sandkiste

Einer von nur 6000 Originalen.

Der überarbeitete 1600er-Boxer schrabbelt im Standgas vor sich hin und klingt so, als hätte er mehr als die ursprünglichen 50 Käfer-PS. Hat er auch. Man überlegt angesichts dieses kurzen orangen… äh…. Autos(?), ob man in Ehrfurcht vor der Historie auf die Knie gehen oder sich vielleicht lieber laut lachend reinsetzen und Spaß in den Dünen haben sollte. Wohl von beidem ein bisschen und auch gern ein bisschen mehr.
Was für eine unglaublich kleine, kurze, schräge Karre ohne Dach und ohne Motorhaube, das Ding sieht ja in Wirklichkeit genau so verrückt aus wie das Modell damals in der Sandkiste oder auf der Darda-Rennbahn. Wahnsinn? Ja.

Surfbrett passt oben drauf, Türen und Hauben braucht man nicht

Und eine gehörige Portion Lustigkeit war damals auch mit am Start, als Bruce F. Meyers Ende 1963 in seiner Garage in Newport Beach ein ohnehin schon kleines Käferchassis um gut 36 Zentimeter kürzte und einen sexy geschwungenen, einteiligen Monocoque darauf modellierte. Der Ingenieur und Künstler hatte das ultimative Surfermobil im Kopf, geländegängig, leicht und wendig. Eine Motorhaube war viel zu aufwändig, also ließ er sie weg – man kommt ja von unten heran. Über einen Kofferraum unterhalten wir uns hier erst gar nicht, denn der Surfer hat alles, was er braucht, auf dem Dach. Dort wird alles zwischen Windschutzscheibe und Überrollbügel festgezurrt.
Im Mai 1964 bekam Meyers weltweit die erste Straßenzulassung für seinen „Old Red“ und gilt damit als der Urvater des Strand-Buggy oder des Dune-Buggy. Käfer-Chassis waren sowohl neu als auch gebraucht oder gar kalt verformt billig zu bekommen, der selbsttragende Rahmen des Volkswagens war technisch einfach und erreichte dank des geringen Gewichts erstaunlich scharfe Fahrleistungen. Hohe Bodenfreiheit und ein Motor auf der angetriebenen Achse machten den Buggy in den Zeiten vor der Allrad-Mania extrem geländegängig – alles cool, alles passte zusammen.

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