„Ich will driften“

TRÄUME WAGEN Track Day

Zum ersten Mal hat TRÄUME WAGEN zum Track Day und Fahrtraining auf dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Lüneburg geladen – 15 Leser konnten mit ihren Boliden teilnehmen. Und lernten, dass Kreiseln leichter ist als Driften…

Peter Hartung hat sich das etwas leichter vorgestellt. Power hat sein Auto, martialisches Aussehen auch, also, was sollte schief gehen? Dass eine Viper GTS schwerer zu fahren ist als die meisten anderen modernen Sportwagen, merkte Hartung dann früh: Den Ami auf der bewässerten Kreisbahn in einen Drift zu zwingen, war für den jungen Geesthachter schon eine echte Herausforderung. Aber auch den Fahrspurwechsel bei hohem Tempo von nassem auf trockenen Untergrund quittierte das garstige Automobil stets mit mindestens einer Pirouette…

Aber da war der junge Sportwagenfahrer in bester Gesellschaft. Eine wirklich illustre Mischung aus Autos hatte sich zum ersten Track Day und Fahrtraining von TRÄUME WAGEN versammelt: Vom VW Käfer mit 70-PS-Boxermotor über Chevy Chevelle SS, BMW X4, einige Porsche 911, VW Kübelwagen, ein Mustang Baujahr 2007, ein Autobianchi A112 und ein Dodge Dart fanden sich ein zum Üben. Die meisten Teilnehmer am ersten TRÄUME WAGEN Track-Day wollten „Spaß haben“, „mein Auto besser kennen lernen“ oder „im Extremfall auf der Straße auch mal wissen, was ich kann und wie ich besser reagiere.“ Dazu sollten sie erstmal richtig sitzen – was in vielen alten Wagen gar nicht möglich ist.

Das mussten wir auch mit unserem Verlags-Pony feststellen: Der 400-PS-Mach-1-Bolide aus dem Jahr 1973 hat zwar gute kleine Schalensitze, der Abstand zum Lenkrad allerdings ist nicht optimal einzustellen. Auch die Bauchgurte taugen mehr als Alibi denn als Körperschutz. Und ein Auto, das eigentlich konstruiert ist, um Ampelstarts zu gewinnen und geradeaus zu cruisen, kann nicht wirklich glänzen beim Bremsen/Ausweichen, Slalom um Pylonen fahren und Schikanen meistern.

Egal – Dabeisein ist bekanntlich alles. Das dachten sich auch die engagierten TRÄUME-WAGEN-Leser. Und gaben ihr Bestes – mit manchmal niederschmetterndem Ergebnis. Was bei Ken Block so spielerisch aussieht, ist in Wahrheit eine Kunst für sich: Die Station „Driften im Kreis auf extra glattem Belag oder nassem Asphalt“ war zwar die am meisten ersehnte Übung, aber wohl auch die am schwersten umzusetzende. Der eine gab ständig so viel Gas, dass sein eigentlich driftwilliges Auto immer über die Vorderräder rutschte und somit überhaupt nicht da lang fuhr, wo es hin sollte. Der andere gab schlicht so wenig Gas, dass die angetriebene Hinterachse kein einziges Mal so unruhig wurde, dass das Vehikel auch nur im Ansatz rutsche.

Und unser Mach-1-Pferd? Hat Grip wie Sau. Die fetten Reifen kleben am Asphalt, und nur mit der Stellung des Automatikwählhebels auf 1 und wirklich kräftigen Gasstößen lässt sich das brüllende Tier in den Drift zwingen, was selbst Instruktor Matthias Wetzler ausprobierte. Wonach der geübte Drifter zugeben musste: „Das ist ja ganz schön heikel mit dem Wagen…“

 

 

 

 

 

 

Und dann holte sich der schwere Ami bei der Königsdisziplin „Freies Fahren auf der Rundstrecke“ auch noch heiße Bremsen, was ihm eine Zwangspause einbrachte… Aber alle anderen Teilnehmer konnten sämtliche Sektionen fahren und ausprobieren. Und Spaß haben. Und etwas lernen.

Ein weiterer Erfolg des Events: Wir haben eingesehen, dass wir den TRÄUME WAGEN Track-Day unbedingt wiederholen müssen. Nicht, um dem Mustang Mach 1 noch einmal alles abzuverlangen, sondern um weiteren Lesern die Möglichkeit zu geben, sicherer, besser und mit mehr Spaß ihre Traumwagen zu fahren.
Also: Bis zum nächsten Mal…

Höhepunkte des Tages: ein paar schnelle Runden über den Rundstreckenkurs auf dem Lüneburger Trainingsgelände sowie Benzingespräche zwischendurch

 

Fotos: Christian Bittmann

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