Karmanns knuffiger Coup

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Der einzige VW, der nicht VW heißen musste, ist 60 Jahre alt: Der Karmann Ghia Typ 14 war einst der Sportwagen des kleinen Mannes oder der modernen Frau – und er sah immer rasanter und stärker aus als er wirklich war. Aber um auch heute noch damit die Sonne zu putzen reicht es allemal

Stellen Sie sich vor: Man nehme als Mittelständler das Chassis von einem VW Polo und baue eine Wahnsinnskarosserie drum herum, so im Stile eines Lamborghini Huracan – natürlich wahlweise als Coupé oder  Cabrio.  Dann finde man einen Industriekunden, der von der Form so begeistert ist, dass ihm die einzig lieferbaren Basis-PS des schwächsten Golf, also 60 PS, völlig ausreichen, auch wenn die Kiste aussieht wie 600 PS. Gemeinsam baue man den Zwitter, und die Endkunden sind völlig aus dem Häuschen…

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Undenkbar? Stimmt. Jedenfalls heutzutage – was aussieht wie ein Supercar muss auch übermäßig Muckis unterm Alu (oder Carbon) haben. Dass das vor 60 Jahren anders war, ist kaum zu begreifen. Aber wahr. Bestes Beispiel: der Karmann Ghia Typ 14. Denn damit realisierte ein      gewisser Wilhelm Karmann seine Idee von einem Sport-Käfer: Er beauftragte den Turiner Karosserieschneider „Carrozzeria Ghia“, dem VW 1200 ein sportliches Kleid zu verpassen, nachdem es in dieser Sache bereits schon 1951 Gespräche zwischen VW-Chef Heinrich Nordhoff und Profi-Aufschneider Karmann gegeben haben soll.

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