Kaufberatung Ford Mustang I – Pony-Power

In den vergangenen Jahren dürfte sich der Ford Mustang zum beliebtesten US-Oldie Deutschlands gemausert haben – wobei: Den Mustang gibt es genau genommen gar nicht. Die Variantenvielfalt umfasst schon in der ersten Serie ein Stufenheck- und ein Fastback-Coupé sowie ein Vollcabrio und reicht von milden Sechszylindern (die bekamen in Amerika die süßen Highschool-Absolventinnen von spendablen Eltern zum “Graduate”) bis zur verboten heißen Shelby-Version. Die musste man sich selbst verdienen

Mit dem Mustang brachte die Marke Ford im April 1964 ein Zugpferd auf den Markt, dessen Verkaufserfolg den Hersteller selbst wohl am meisten überraschte. Wahrscheinlich wäre es gar nicht nötig gewesen, das neue Modell von Anfang an mit einem perfekten Marketing-Konzept zu pushen, zu dem neben Plakat-Kampagnen zahlreiche Kino-Werbespots zählten.

Aber das Fahrzeugkonzept selbst überzeugte schon genug: Überschaubare Proportionen und einfache Technik in zahlreichen Varianten und Leistungs-Abstufungen machen den Mustang als Urvater und Namensgeber der Gattung “Pony-Cars” tatsächlich zum idealen amerikanischen Brot-und-Butter-Sportwagen für fast jeden, vor allem aber für die jüngere Generation. In Deutschland wurde der Mustang offiziell als Ford T5 angeboten, da sich die Firmen Krupp und Kreidler die Namensrechte am Begriff “Mustang” gesichert hatten.

Technisch basierte der Mustang auf dem Ford Falcon, was die Entwicklungs- und Produktionskosten überschaubar hielt. Und auch sonst war man darauf bedacht, den Mustang in der einfachsten Ausführung als attraktives Einsteigerfahrzeug zu positionieren, das sich allerdings durch optionale Mehrausstattungen – vor allem im Bereich der Antriebsaggregate – bis in die gehobene (Leistungs-)Klasse aufwerten ließ. Die Palette reichte vom tatsächlich nur 90 PS schwachen Sechszylinder bis zum 400 PS starken Shelby-Mustang GT500KR, einer eigentlich für den Rennsport entwickelten Variante, die auch als Straßenversion angeboten wurde. Shelbys gute Zusammenarbeit mit dem Ford-Konzern ging auf den Power-Sportler Cobra zurück, der ebenfalls mit – allerdings extrem getunter – Ford-Technik bestück war.

Auf die exklusiven Shelby-Mustangs wollen wir wegen der geringen Verfügbarkeit hier nicht weiter eingehen. Nur so viel: 1966 lieferte Shelby eine auf dem freien Markt nicht gehandelte Kleinserie von 936 Exemplaren des Mustang GT350H an den amerikanischen Autovermieter Hertz. Dabei handelte es sich ausschließlich um Fastback-Coupés, die sich durch ihre schwarze Lackierung mit golden abgesetzten Streifen von den “gewöhnlichen” Shelby-Mustangs unterschieden.

Ein Gedanke zu “Kaufberatung Ford Mustang I – Pony-Power

  1. Der Mustang ist für mich bei Filmen immer eine Art aussagekräftiges Symbol. Ich finde, Filme, in denen der Mustang vorkommt, sind oft gut gemacht und erzählen von Abenteuer und Freiheit. Das ist wahrscheinlich genau das, was auch der Mustang verkörpern möchte.

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