Monaco Grand Prix Historique 2012: Eine Schatzkiste an der Cote d´Azur

Tyrrell, Surtees, Ferrari & Co: Aufgereiht wie auf einer Perlenkette stehen die Formel 1-Boliden in der Boxengasse des Fürstentums von Monaco

Vor vierzehn Jahren haben die Verantwortlichen des ACM (Automobile Club de Monaco) wohl kaum geahnt, was sie mit ihrem Geburtstagsgeschenk an Fürst Rainier III. losgetreten haben: Ihr Grand Prix Historique de Monaco sollte einmalig sein. Der Erfolg war jedoch so überwältigend, dass der GP nun bereits zum achten Mal ausgetragen wurde – und inzwischen auf dem europäischen Festland als die beste Veranstaltung seiner Art bezeichnet wird.

Rainier III. war ein Fan schneller Fahrzeuge (und dessen, was der jährliche F1-Grand Prix seinem Zwergstaat einbrachte), außerdem wurde im Fürstentum schon seit 1929 um die Wette gerannt. Und so können heute in Sachen Geschichte nur noch Monza und Spa mit Monte Carlo mithalten. Eine historische Großveranstaltung war und ist also durchaus angebracht. Für die große Zahl wohlhabender Piloten und Besitzer historischer Fahrzeuge gibt es kaum etwas Aufregenderes, als ihr Können (und ihre finanzielle Potenz) eben auf dieser mondänen Strecke vorzuführen. So trifft sich die Creme des historischen Motorsports schon traditionell alle zwei Jahre unter dem Rocher.

Siegte im Rennen der Serie D für Formel 1-Wagen bis Baujahr 1966: Andy Middlehurst im Lotus 25

Vorbei am Grand Hotel in Richtung Tunnel: Guiseppe Gabbiani im Lancia Marino Baujahr 1954

Michael Lyons im 77er Hesketh 308E siegte im Lauf der Serie F, für Formel 1-Fahrzeuge der Baujahre 1973-1978

Auch diesmal musste der ACM aus mehr als 300 Nennungen die interessantesten 226 (das wichtigste Kriterium ist der Bezug des Fahrzeuges zum Monaco-GP) aussuchen. Fahrer aus zwanzig Nationen konnten während des F1-Grand-Prix ihren Lieben berichten: “Sieh mal, da habe ich vor zwei Wochen auch Gas gegeben…”

Mit einer Demo-Fahrt von Amateuren hat der Grand Prix Historique jedoch nichts gemein. Jede der sieben Wertungsklassen besteht zu etwa einem Drittel aus ehemaligen Profis oder Semiprofis, die nur gekommen sind, um zu gewinnen.

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