Peugeot 504 Cabrio

Schöne Bescherung

Die Sitzbank ist original, die Gurtführung nicht

Tatsächlich sind sie heute noch hinreißend: Anfangs besaßen sie vier Einzelscheinwerfer und üppige Rückleuchten mit schräg stehenden Einzelelementen. In technischer Hinsicht waren die Zweitürer weitgehend mit der Limousine identisch, wurden jedoch ausschließlich mit Einspritzmotor geliefert. Zum Serienstart gab es einen 1.8-Liter-Vierzylinder mit 97 PS, die auf 101 PS dank zusätzlichen 200 Kubikzentimetern erstarkten – was besonders dem Drehmoment zugute kam.

Nicht edel, aber auch nicht Allerweltsdesign

Das Wichtigste im Blick: Instrumente im 504 Cabrio

Wie bei Porsche: das Zündschloss befindet sich links

Von Anfang an glänzten die Autos mit einer ultramodernen Schräglenkerachse hinten sowie Scheibenbremsen rundum. 1977 erhielt der Motor 106 PS – wie bei dem Auto von Dopatka. Das besitzt sogar schon die Fünfgangschaltung, die 1979 die Viergangschaltung ablöste. Für etwas Sportlichkeit sorgte ein etwas strafferes Fahrwerk als bei der Limousine, eine breitere Spurweite und ein etwas kürzerer Radstand, Knüppelschaltung und ein Sportlenkrad. Alles war technisch top:  Das Fahrwerk bot vorne McPherson-Federbeine, hinten Schraubenfedern und gezogene Längslenker. Der Motor war mit nassen, auswechselbare Zylinderlaufbuchsen aus Alu-Legierung ausgestattet und einer  Kugelfischer-KF5-Einspritzanlage ausgerüstet, eine Servo-Zahnstangenlenkung bot besten Komfort. Tatsächlich war das 504 Cabrio aber nie ein Sportler, sondern gebaut ganz in der Tradition der französischen Sänften. Noch heute federt der Wagen gemütlich, die mit Kunstleder bespannten Sitze sind groß und recht weich, und die Schaltwege sind lang. Der Kofferraum fasst so viel Gepäck, dass Dopatka samt Ehegattin problemlos auf eigener Achse zu Peugeottreffen bis nach Sochaux, Frankreich, und zurück reist. Auf den hinteren Sitzplätzen ist jedoch nicht viel Raum für längeres Verweilen für Normalwüchsige – die Beine leiden. Ab 1974 war der 504 übrigens auch mit V6 zu haben, im letzten Stadium 144 PS stark – es war der „Europa“-Motor aus Peugeot 604, Renault R30 und im Volvo 264. Allerdings wurden nur extrem wenige Exemplare damit als Cabriolet gebaut.

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