Potz Blitz – ADAM driftet mit dem ADAC

Das Opel-Urgestein Kadett C Coupé trifft auf den Rallye-erprobten Adam

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Nach 25 Jahren Abstinenz engagieren sich die
 Rüsselsheimer wieder im Rallyesport – und das höchst erfolgreich. Der ADAC Hansa fördert im Opel Rallye Cup seit 2013 die jungen Wilden auf dem Kompaktmodell Adam. Wir haben für ein Treffen von Fahrer Timo Broda und seinem Auto mit dem Urgestein Opel Kadett C Coupé „Rallye“ gesorgt

Manche haben es einfach im Blut. Wie Timo Broda. Der feuerte schon aus dem Kinderwagen heraus seinen Vater Uwe bei unterschiedlichen Motorsportveranstaltungen an und kletterte mit acht Jahren selbst in ein Kart. Von Anfang an mit Erfolg: Hamburger Kartslalom-Meister 2004, Norddeutscher Vizemeister im World Formular Kart-Rundstreckensport. Im Jahr 2007 stieg er auf große Autos um.

Angefangen beim ADAC Hansa Youngster Coup räumt er seitdem jährlich diverse Pokale ab, zuletzt gewann er den Reinhard-KleinworthGedächtnis-Pokal. Der Hamburger Student hat vor allem eines – Spaß am Fahren. Und den kann er im Rahmen des ADAC Opel Rallye Cup vollständig ausreizen, wenn er in einem hochkarätigen Starterfeld alle Aufgaben meistert. Vom Erzgebirge durchs Sulinger Land über den Stemwerder Berg, von Niedersachsen über die Ostsee nach Baden-Württemberg und die Drei-Städte-Rallye, monatlich jagt ein Event den nächsten und Broda mit dem Opel Adam die Konkurrenz.

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Opel? Oh, ja, die Marke mit dem Blitz hat eine großen Motorsporttradition mit Herz für Nachwuchs. 1968 streifte Opel die Lethargie der Nachkriegsjahre aus dem Overall und engagierte sich im Motorsport. Schon damals ging es dem Konzern um die Förderung von Nachwuchstalenten disziplinübergreifend bei Rallyes, Rundstrecken- sowie Bergrennen und Slalomveranstaltungen. Die eigens gegründete Abteilung „Sportförderung“ schrieb im Folgejahr einen Sportpokal mit einem Preisgeld von stattlichen 66.000 Mark aus, und die Siege blieben nicht aus. Unvergessen die Europameisterschaft 1974 mit Walter Röhrl und Jochen Berger auf dem Ascona A, gefolgt von Jochi Kleint und Gunter Wagner auf Ascona B i2000 im Jahr 1979.

Walter Röhrl und Christian Geistdörfer räumten mit dem Ascona 400 alles ab, was möglich war. Und sie ließen bei der Weltmeisterschaft sogar die beiden rasenden Ladies Michelle Mouton und Fabrizia Pons im Audi Quattro stehen. Wenn auch nur knapp…

Auch der ADAC ist schon lange bei der Förderung der Motorsportjugend ganz vorne mit dabei. Seit 1997 ist der zweitgrößte Automobilclub der Welt mit seiner Abteilung „ADAC Motorsport“ die Talentschmiede für junge Rallye-Sportler in Deutschland. Im 2013 neu ins Leben gerufenen ADAC Opel Rallye Cup beweisen junge Talente im kostengünstigen und extrem konkurrenzfähigen Opel Adam unter gleichen Bedingungen ihr Können – und wieder ist wie damals der Preistopf mit insgesamt 100.000 Euro gut gefüllt.

Das alles sind Gründe genug, sich den rasenden Adam von Timo Broda mal genauer anzusehen – und ihn mit seinem Vorgänger, dem Kadett C Coupé „Rallye“, zu vergleichen. Der gehört Jens Manthey und stammt aus dem Baujahr 1987.

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Arbeitsplatz eines jungen Profis. Das Grundmodell ist Serie, der laute und harte Rest schüttet Adrenalin für drei Wochen aus

 

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