Quartermiles only

01-Willys-Totalen-17

Was da aus einem einst preiswerten Vorkriegs-Coupé gebaut wurde, lässt sich nur schwer in Worte kleiden: Ein Willys Americar mit Kraft, von der Motorräder träumen können. Allerdings nur für den Drag-Strip

Ein Auto hat normalerweise vier Räder, einen Motor, frisst
Benzin, Diesel oder Strom, hat Platz für mehr als einen Menschen und schleppt auch noch Gepäck. Ja, für die meisten Kraftfahrzeuge auf dem Planeten passen diese groben Muster, und auch beim 1941er Willys Coupé kommt vieles hin. Bei diesem hier allerdings nicht. Dies ist ein Drag-Racer. Keine Straßenzulassung, dafür die perfekte Waffe für die Viertelmeile. Definitiv.
09-Willys-Driveby-08+Nrschild
Patrick Schäfer, 45-jähriger Lackierer in Rodenberg süd-westlich von Hannover, mochte schon immer Autos. Aber nie so, wie sie vom Band kamen – also mögen die Freunde detailgetreuer Originalität jetzt entweder Milde walten lassen oder sechs Seiten weiter blättern. Die Passion lag schon in der Wiege, sein Vater ist Kfz-Elektriker, sein Bruder Kfz-Meister – „Family Business“ eben. Das Benzin im Blut wurde kurz nach dem 18. Geburtstag endgültig gezündet, als Schäfer zusammen mit Klaus Roman zu Dragsterrennen zog und dort seine helfenden Hände an die Beschleunigungsgeschosse legte. Und es gab es kein Zurück.
Eine 82er Corvette C3 wurde dezent verbreitert und schneller gemacht, die nachfolgende C5 blieb auch nicht original. Dann wurde es ein bisschen brutaler: Der Silverado 3500 Heavy Duty war schon eine echte Ansage, aber Schäfers Herz schlug einen stark beschleunigten Takt für die alten Ford Roadster. Die Vorkriegsmodelle, in der Rodder- und Customszene regelrecht vergöttert. Aber krieg mal so eine Karre, das ist gar nicht so einfach.

03-willys-details-02

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code