Reihe sechs für Null Null Sieben

„Machen Sie den Wagen wieder fit, und machen Sie es gut, bitte. Ich möchte ihn täglich fahren können,“ sagte der Besitzer des DBS zu Mike Knoke, Chef eines Restaurationsbetriebs in Stockelsdorf bei Lübeck. Und weil in den Wagen letztlich mehr Geld geflossen ist als andere für ihr Einfamilienhaus auf dem Lande ausgeben, hält er seinen Namen gern dezent british unter Verschluss. Nennen wir ihn also „Dr. No“. Sofort wurde das Corpus Delicti, das in grauer Vorzeit aus England nach Deutschland importiert und vor vier Jahren in einem bedauernswerten Zustand aus einer vergessenen Garage gezogen wurde, nach Stockelsdorf gebracht.

Knoke ist es auch, der uns jetzt durch die Backsteinmauern der alten Hansestadt fährt, denn niemand kennt dieses Auto so wie er. Hunderte Stunden Arbeit, viel Recherche und eine Menge seltenes und wirklich teures Material waren nötig, bis sein Team den Briten im gewünschten Endzustand hatte. Die Alukarosse wurde komplett entlackt, neu aufgebaut und mit diamantähnlich funkelnden Lackschichten überzogen, die allein schon mehr Finanzmittel verschlungen haben als so mancher für sein komplettes Auto ausgibt. Alle Chromteile hat der Betrieb entweder neu gekauft oder neu verchromt. Das Interieur wurde mit Leder und Teppichen neu aufgebaut. Neue Reifen auf neuen Felgen, und der DBS hatte so fein geputzte Schuhe wie der Doppelnull-Agent. Eines ist klar – das Auto ist anders als seine Vorgänger und trägt seine Geschichte mit Würde.

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