Reihe sechs für Null Null Sieben


1972 veräußerte Brown „sein“ Unternehmen an Company Developments, seine Initialen sollten fortan erst einmal aus den Modellbezeichnungen verschwinden. Die letzten 70 noch bei der Übergabe vorhandenen DBS wurden von der neuen Unternehmensführung unter dem Namen „Aston Martin Vantage“ an die Kunden veräußert. Der Ur-V8 erreichte eine Stückzahl von 402 und bekam als Nachfolger mit einer modifizierten Frontpartie fortan den Namen „Aston Martin V8 Saloon“.

Nur mal so ganz nebenbei: 2006 fuhr ein neuer, harter und von Daniel Craig verkörperter Agent wieder einen Aston Martin mit der Bezeichnung DBS über die Leinwand. Wer allerdings nicht für Hollywood arbeitete, musste ziemlich gut betucht sein oder im Casino Royale den Tisch abräumen, um selbst in den Genuss dieses Zwölfzylinder Coupés zu kommen. Unter einer Viertelmillion Euro ging da nichts. Beruhigt das vielleicht auch unseren Dr. No?

Der Funken springt schon über, bevor ein Funke das Benzin zündet. Einmal auf der „falschen“ Seite eingestiegen umgibt uns dünstendes Leder und feine Schlingenware mit Neuwagenduft. Das einzige Holz hier drin ummantelt das Nardi-Lenkrad, für Furnier im Wohnzimmerstil sind Jaguar und Rolls-Royce zuständig. Knoke dreht seine Cap von hinten nach vorn – das macht ihn zwar nicht zum Herrenfahrer, hilft aber gegen die tief stehende Sonne. Als der Sechser rund und gleichmäßig läuft, verharrt Knoke noch ein paar Sekunden und lauscht. Er kennt die mechanischen Geräusche, hört Ungleichmäßigkeiten und identifiziert jedes Zischen oder Schnaufen. Alles gut.

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