Salima und Jonny

Wie Thelma und Louise am Steuer eines 67er Mustang Convertible

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Ihr allererstes Spielzeugauto war ein Mustang. Mit 18 Jahren erfüllt sich Salima ihren Traum und kaufte einen echten 1967er Convertible in traumhaftem Zustand. Sie fährt ihn fast täglich, am liebsten mit ihrer Freundin Laura. Die drei erinnern uns ein bisschen an „Thelma und Louise“ – Grund genug, sie zu bitten, nicht als grandioses Trio über die Klippe zu fliegen…

Ein typisches Mädchen war die kleine Salima mit den großen Augen aus dem rheinland-pfälzischen Worms nicht. Sie spielte nicht mit goldmähnigen Plastikpferdchen oder rosa Frisierköpfen, sie begeisterte sich eher für das Auto ihres Vaters. In Papas silbergrauem 1971er Jaguar E-Type Coupé mit der roten Innenausstattung ließ sie während ausgedehnter Wochenendtouren den Wind in ihren Haaren spielen, wusch und pflegte den Klassiker mit Inbrunst und wünschte sich inständig, auch endlich Auto fahren zu dürfen. Sie ist damals aber erst acht Jahre alt und überbrückt notgedrungen die Wartezeit mit Modellautos.

Das erste von vielen Vitrinenschätzchen war ein 65er Mustang Convertible, ausgelöst durch den James-Bond-Film „Goldfinger“. Shirley Eaton bewegt in dem Streifen ein weißes Cabrio, und mit Erlaubnis der Mutter bestellte sich Salima so eines im Internet. Es folgten Corvette C1 und C3, Camaro, Trans Am, KITT und KARR und ergänzend diverse Oldtimerzeitschriften im Abo, die sich in ihrem Kinderzimmer stapelten. Als 2001 Anne Hathaway als Mia in „Plötzlich Prinzessin“ in einem etwas abgerockten 65er Mustang Convertible durch die Gegend cruist, war Salima endgültig verknallt. Nicht wie alle ihre Freundinnen in Michael, Mias Freund. Nein – in das Auto.

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Die Ladies haben Spaß und brauchen außer dem Auto eigentlich… nichts…

Papa wurde weiter energisch jeden Sonntag um gemeinsame Touren mit dem Jaguar angebettelt, und bald darauf war Salima zwar nicht Prinzessin, aber 17einhalb Jahre alt und konnte mit dem eigenen Führerschein beginnen. Papas britisches Heiligtum mit der langen Haube durfte sie allerdings nur in seinem Beisein bewegen und konnte daher an vielen gemeinsamen Ausfahrten ihrer geliebten „Oldtimerfreunde Worms“, dem Club gleich um die Ecke, nicht teilnehmen. Denn Papa hatte auch noch etwas anderes zu tun.

Der Wunsch nach einem eigenen Auto wurde daher täglich größer, und ein Mustang Coupé bei einem Händler in der Nähe brachte sie erneut zurück auf ihre „All-time-Autoliebe“ aus den Kinderjahren. Aber kein Coupé, sondern ein Convertible musste es sein. Oma, Opa und die Eltern waren sich nicht ganz einig, wer das erste Auto der quirligen Lady bezahlen sollte – Einigkeit bestand dagegen in der Verwunderung darüber, dass es nicht ein doch so zuverlässiger Mercedes werden sollte. Die omnipotente, wortgewaltige Beharrlichkeit der jungen Dame ließ die Verwandtschaft einlenken, und kurz darauf bekam ein weiterer Händler in Baden-Baden den Suchauftrag nach einem Pony ohne Dach, am liebsten in Schwarz oder Nightmist-Blue. Und auf jeden Fall aus den Jahren 1967 oder 1968. Da war der Mustang seiner ersten Serie ab 1964 entwachsen und wurde von Ford zwar optisch an den Vorgänger angelehnt, aber etwas massiger designt, um Platz für die dicken Motoren zu schaffen.

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Unter die Haube – Salima kennt jedes kleinste Geräusch ihres Mustang.

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