Sex im Auto – Wie geht das?

Ein Fahrzeug ist zum Fahren da, keine Frage. Wäre da nicht noch diese schmutzige kleine Fantasie, es mal wieder in der Karre zu treiben. Blind vor Lust – und blind für die Straßenverkehrsordnung. Warum fasziniert uns Sex im Auto eigentlich so sehr? Ganz einfach: Weil wir es zu selten tun

Die Autonummer

Die Frau trägt ein sehr kurzes Kleid und sehr lange Haare. Beides flattert im Wind, man brettert mit einem offenen Toyota Land Cruiser durch die Pampa. Ein 69er, was sonst. Er sieht sie von der Seite an, sie stellt ein nacktes Bein auf das Armaturenbrett. Sie nimmt seine rechte Hand, steckt sich seinen Zeige- und Mittelfinger in den Mund, saugt sachte daran und drückt sie tief zwischen ihre Schenkel. Den Slip muss sie heute Morgen irgendwie vergessen haben. Der Mann greift nach ihrem Arm und zieht die Frau langsam zu sich herüber auf seinen Schoß. Eine Hand bleibt am Steuer, die andere nicht. Staub wirbelt auf, schweres Atmen mischt mit dem Geräusch des Motors und dem Ächzen der Stoßdämpfer. Der Rest sei unserer schmutzigen Fantasie überlassen.

Herrliche Vorstellung. Sex im Auto, das hat so etwas wunderbar Verbotenes, da mischt sich Motoröl mit nasser Wärme, stampfende Kolben mit sich windenden Oberkörpern, Schweiß mit Benzin, Oktan mit Orgasmus, Trieb und Treibstoff. Sex im Auto schmeckt nach Freiheit und Abenteuer, es riecht nach Hemmungslosigkeit und Grenzüberschreitung – und hat dazu so einen so unglaublich billigen Beigeschmack. Was die Sache nicht schlechter macht.

Zugegeben, bei realistischer Betrachtung sieht es mit der Romantik unter dem Autohimmel etwas anders aus. Petting in Papas Ascona, das war wenig sexy. Als Jugendlicher fummelt man unbedarft am anderen herum, kämpft mit Knöpfen, Reißverschlüssen, Zungen und der Sitzlehne. Im besten Fall hatte man tatsächlich eine hastige Rammelei im elterlichen Auto vollzogen und versuchte hinterher, mit Spüli und einem nassen Lappen bewaffnet die Spuren auf den Stoffsitzen zu beseitigen. So hatten wir uns Erotik eigentlich nicht vorgestellt.

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