„You never beat a BLACK BRICK!“

Super Seven Black Brick

Es gibt Fahrzeuge, die im Verlauf ihrer Motorsportkarriere zur Legende wurden – aber auch Fahrer, die sich durch Mut und Einsatzwillen, gepaart mit Talent, einen großen Namen gemacht haben. Hier haben wir die optimale Kombination mit dem wohl berühmtesten Super Seven „Black Brick“ und seinem Fahrer Rob Cox

Eigentlich liegen die Geschehnisse schon Jahre zurück. Gemessen an der Leistungsfähigkeit der legendären Brick muß man auch heute noch suchen, um Fahrer aufzubieten, die mit modernstem Material in der Lage sind, an die damals gefahrenen Rundenzeiten heran zu kommen, geschweige denn sie zu unterbieten. Wer nur ein bisschen Ahnung vom Rennsport auf der Rundstrecke hat, weiß, wie außergewöhnlich das ist, besonders in einer Zeit, da der technische Fortschritt im Fahrzeugbau seit damals Quantensprünge gemacht hat.

Wie begann alles? Ort des Geschehens – wie könnte es anders sein – war England, das „Mutterland des Motorsports“. Während man sich im restlichen Europa über einige wenige permanente Rennstrecken freuen kann, haben die „Insulaner“ ein wahres Überangebot zur Verfügung: Mit Snetterton, Mallory Park, Castle Combe, Pembry, Donington Park, Knock Hill, Oulton Park, Brands Hatch und Mandello Park sind lediglich die Formel 1- tauglichen Strecken aufgezählt, auf vielen kleineren und größeren Flugplätzen werden Wochenende für Wochenende Rennen ausgetragen. Eine besondere Blütezeit erlebte der nationale englische Rennsport  in den 80er Jahren, als mehr als 50 (!) verschiedene Meisterschaften angeboten wurden – „die spinnen, die Briten“, würde Asterix sagen.

Modsports: Viele technische Freiheiten

Herausragende Serie mit Nationen-übergreifender Akzeptanz war damals die gut eingeführte „STP Modified Sports Car Championship“, kurz Modsports genannt. Dahinter verbarg sich mehr oder weniger ein Reglement, das den Fahrzeugkonstrukteuren viele technische Freiheiten an serienmäßig produzierten Autos gestattete, die aber in ihrer Silhouette noch das Ursprungsmodell erkennen ließen – dasselbe erfolgreiche Konzept also, von dem die Macher der deutschen DTM glauben, sie hätten es erfunden.

Nun blieben die englischen Racer vom werksmäßigen Einsatz großer Konzerne verschont und somit war dem Individualismus Tür und Tor geöffnet. Liebevoll getunte Unikate aus meist kleinen Produktionsstätten wie Morgan, Ginetta und Lotus traten gegen die auch hierzulande bekannten Boliden vom Schlage eines Porsche 934 (Renn-911-Turbo) oder Ford Capri Cosworth an.

Rob Cox beobachtete diese Szene genau, analysierte und studierte. Der Plan des damals 35-Jährigen war klar: Nichts dem Zufall überlassen, ein Auto mit Sieger-Potenzial und größtmöglicher Individualität auf die Beine stellen – und gewinnen. Schon länger war ihm ein Caterham Super Seven aufgefallen, der sich zwischen den Tourenwagen tummelte wie ein – zugegeben giftiger – Zwerg zwischen Riesen. Das Fahrzeug wurde von David Bettison eingesetzt und war eine Art rollendes Versuchslabor für technische Innovationen, die die Firma Caterham Car Sales in die Serie einfließen ließ.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code