M – Der stärkste Buchstabe der Welt

40 Jahre BMW M-Tuning

Der BMW 3.0 CSL war der erfolgreichste Tourenwagen der 70er Jahre

„Eine Firma ist wie ein Mensch. Treibt sie Sport, so ist sie durchtrainiert,
begeisterungsfähig, leistungsfähig.“ Mit diesen Worten stellte 1972 BMW-Vorstandsmitglied Robert A. Lutz die BMW Motorsport GmbH der Öffentlichkeit vor. 40 Jahre später ist sie als BMW M GmbH noch immer jedem sportlichen Fahrer ein Begriff, der M1 eine Legende

Mit den bunten und verrückten 70er Jahren beginnt für die Bayerischen Motorenwerke eine Aufbruchzeit. Der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes – der legendäre „Vierzylinder“ – fällt in diese Zeit, und mit den jungen und frischen 1800TI und 2000TI sowie der gesamten 02-Reihe als begehrte Wettbewerbswagen haben die Münchener endlich etliche heiße Eisen für ein neues Betätigungsfeld im Feuer: den Rennsport. Am 1. Mai 1972 nimmt die neue „BMW Motorsport GmbH“ die Fäden im Renngeschäft in die Hand. Unter der Ägide von Jochen Neerpasch entstehen Rennwerkstatt und Rennmotorenbau, Werkzeugbau und Motorenprüfstand sowie das optimale Sportgerät für das kommende Jahr: 1973 werden ein 950 Kilo leichter 2002 mit einem 240 PS starken Zweiliter-Vierzylinder und der neue 3.0 CLS, ein neues Tourenwagen-Coupé, vorgestellt. Sie räumen mit dem gesamten Feld auf.

Der legendäre M1 wurde von 1978 bis 1981 rund 460 Mal gebaut. Mit einer Leistung von 277 PS war die Straßenversion ein echter Gegner des Porsche 911 Turbo

Schon äußerlich signalisieren die Fahrzeuge den Beginn von etwas völlig Neuem: Erstmals tritt ein ganzes Rennteam in einem einheitlichen Design an. Vom Autotransporter bis zum Schlüsselanhänger leuchtet das gesamte Equipment in den drei Farbstreifen blau-violett-rot auf weißem Grund und ruft laut: Zieht euch warm an… BMW gewinnt mit den ersten Wagen aus der Motorsport-Reihe zwischen 1973 und 1979 sechs Mal die Europameisterschaft, der 3.0 CSL beherrscht fast ein ganzes Jahrzehnt die internationale Tourenwagen-Szene.

Diese einzigartige Reihe souveräner Rennerfolge weckt natürlich auch bei vielen sportlich veranlagten Kunden Begehrlichkeiten nach M-Power abseits der Rennstrecke. Ab 1974 gibt es die ersten „heißen“ 5er, und es entstehen individuelle Entwicklungszentren für Motoren- und Fahrwerkstechnologie. Aus der Weiterentwicklung des Flügeltüren-Prototyps BMW Turbo (E25) von Paul Bracq, der ebenfalls im Olympia-Jahr 1972 der Öffentlichkeit vorgestellt wird, geht ab 1976 die Entwicklung eines Mittelmotor-Supersportwagens hervor. Giorgio Giu-giaro strafft Bracqs Entwurf, gestaltet ihn sachlicher und streicht die Flügeltüren.

Der M1 war Urvater der späteren Serienfahrzeuge M5 E 28S und E 34S

BMW M3 E30 als seltenes Sondermodell EVO 1 (gebaut in nur 505 Exemplaren)

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