Atemlähmung und Herzrasen…

Ausfahrt mit der V8-Cobra-Replika in Kapstadt

Kapstadts Waterfront

Das Herz der Cobra ist ein bulliger und lauter V8

Dann geht es ab ans Kap. Durch die südlichen Vororte Woodstock, Rondebosch und Wynberg schlängelt sich die Cobra Richtung Süden. Im viktorianischen Strandbad Muizenberg, wo um 1900 bereits Agatha Christie über die Wellen geritten ist, finden sich täglich Dutzende von Surfern ein. Nicht nur sie. Die False Bay, eine riesige Bucht auf der Ostseite der Kaphalbinsel, ist Tummelplatz der Weißen Haie. Immer mal wieder verwechseln diese paddelnde, in schwarzes Neopren gehüllte Surfer mit verletzten Robben – ihrer Leibspeise. Deshalb sitzen in den umliegenden Bergen Shark Spotter mit Ferngläsern und suchen ständig das Meer nach Haien ab. Sehen sie einen, blasen sie in lautstarke Tröten und die Haiwarnflaggen werden augenblicklich am Beach gehisst.

Von Simonstown aus gibt es Bootstouren zur Robbeninsel in der False Bay, um die Haie zu beobachten. Von Deck aus, oder unter Wasser im Stahlkäfig. Wer einmal eines der oft bis zu sieben Meter langen, lebenden U-Boote live erlebt hat, surft nicht mehr in der False Bay. Garantiert.

In Kalk Bay geht es wieder beschaulicher zu. Ein Fischerhafen wie aus dem Bilderbuch, wo sich mit ‚Live Bait‘ (nomen est omen = Lebend-Köder) eines von mehreren Super-Seafood-Restaurants befindet. Im Ort selber gibt es etliche Antik- und Trödelläden zum Shoppen und Stöbern. Und einen Eisladen, der herrliche selbstgemachte Icecream verkauft.

Begegnungen mit Straußen, Pinguinen und Pavianen sind beim Kaptrip garantiert

Nur wer reist, findet neue Freunde: Vom einfachen Straßenladenverkäufer über Kapschönheiten und den Reifen-Höker bis zu den Arbeitern am Hafen – alle drehen sich nach der Cobra und ihrer Fahrerin um

 

Simonstown wirkt mit seinen historischen Häusern wie ein englisches Seebad im Süden der britischen Insel, einschließlich authentischer Fish & Chips. Der Ort ist Südafrikas größte Marinebasis. Hier liegen auf nach wie vor fragwürdige Art und Weise in Deutschland erworbene Fregatten und U-Boote.

Am Boulders Beach haben Pinguine vor ein paar Jahren eine Kolonie gegründet, die nun Teil des Nationalparks ist. Besucher können die watschelnden, flugunfähigen Halbmeter von Holzstegen aus beobachten und fotografieren.

Noch interessanter als die Pinguine sind die Paviane. Einige Clans leben frei auf der Kaphalbinsel. Sie sind intelligent und lernfähig, geben ihre Fertigkeiten auch an ihre Kids weiter. Sie haben mittlerweile keine Probleme damit, eine Autotür zu öffnen, um dann das Innere bei der Nahrungssuche zu verwüsten. Also Türen verschließen und Fenster zu. Im Falle der Oben-ohne-Cobra hilft nur kräftiges Gasgeben. Dank Automatik-Getriebe bin ich mir sicher, dass die Primaten mittlerweile sogar in der Lage wären, selbst Cobra zu fahren. Ihre Brustbehaarung stellt selbst den frühen Sean Connery in den Schatten. Dazu ein von Touristen gemopstes Goldkettchen und eine Schildkappe, verkehrt herum aufgesetzt, und sie würden gar nicht weiter auffallen. Affengeil.

Hinter Simonstown wird die Strecke enger und kurviger – ideales Cobra-Territorium. Links das Meer, vorne der brüllende V8 und darüber der blaue Himmel – Kapriolen vom Feinsten. Im Cape of Good Hope Nature Reserve darf dann das berühmte Bild mit dem Kap der Guten Hoffnung-Schild nicht fehlen. Zurück geht es auf der wilderen Atlantikseite der Cape Peninsula. Weniger Häuser und heftigere Brandung. Selbst die Straße ist hier deutlich schmaler.

Cobra-Highlight: der Chapman’s Peak Drive zwischen Noordhoek und Hout Bay

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