Mach´ mir den Original Racing-Look!

Echte Cobras in Folie? Ungewöhnlich, aber machbar. Wie die Experten von L+L Werbung beweisen

Es gibt Kunden, die gibt es gar nicht – hatte doch Ralf Luther von L+L Werbung einen Kunden, der seine beiden Cobras sowie den Renntransporter für semiprofessionelle Renneinsätze bei diversen Oldtimer-Rennveranstaltungen nutzen wollte. Sie sollten dem originalen Renntrim der damaligen 60er Jahre-Siegerfahrzeuge sowohl in der Lack-Optik als auch bei der Race-Beschriftung entsprechen. Ganz wichtig: Die Alu-Karosse sollte dabei dringend erhalten bleiben, denn Alu ist einfacher im Renneinsatz zu handeln (Kratzer, Steinschläge, Gebrauchsspuren). Besonders wichtig war ihm die Möglichkeit der kostengünstigen Erneuerung und Ausbesserung im Schadensfall durch eine sehr kurze Lieferzeit und gute Verfügbarkeit der Folie. Die passende Antwort auf diese Vorgaben war: Folie statt Lack!

Wie kommt der Besitzer auf die Idee, seine Fahrzeuge so ganz unhistorisch folieren zu lassen?
Da die Regeln der FIA für diese Historischen Fahrzeuge sehr streng sind, lagen die Vorteile der Folie schnell auf der Hand: Gegenüber Lackierungen (Spachtel, Füller, Lack, Klarlack) ergab sich ein Gewichtsvorteil zwischen 4,5 – 7 Kilo. Aber auch das Handling im Renneinsatz vor Ort gab der Folie recht: schnelles Austauschen der beschädigten Flächen bei Stößen und Kratzern strapazierfähiger als Lack z. B. bei Ausbeul-Arbeiten an der  Karosserie
einfaches Austauschen bei Karosseriearbeiten auch während der Veranstaltung leichte Vorhaltung (Bevorratung), schneller Austausch der Ersatzfolie bei Erneuerung in eigener Werkstatt “klare” Steinschlagschutzfolie für Problemzonen der inneren Radhäuser genereller Vorteil von Folie: optische Veränderungen sind jederzeit möglich ohne aufwendiges Umlackieren. Dabei bleibt die teure Original Alu-Karosse erhalten.

Wie geht man die Aufgabe an, eine handgedengelte, rau geschliffene Cobra zu folieren? Ralf erzählt uns: “Derartig seltene Fahrzeuge hatte zuvor wohl noch kein Car Wrapper in der Hand – und wird es wahrscheinlich auch so schnell nicht bekommen.”  Die Aufgabe war durchaus schwierig und für die Car Wrapper bei L+L gleichzeitig so aufregend wie diese Autos selbst es sind. Ralf weiter: “Der Untergrund war problematisch (offenporig), die Flächen ohne jede Unterbrechung oder Fuge, so dass die Folie über das ganze Auto in einem Stück verlegt werden musste. Die Flächen konkav und im nächsten Moment konvex übergehend, so dass man gar nicht wusste wo man mit dem Folienüberschuss hin sollte – von den stark negativen Einlassungen an der Karosse einmal abgesehen. Und alles ohne eine Falte oder Schnitte (Überklebungen), denn eines war klar: Folie hin oder her, einfach oder schwer, möglich oder unmöglich – perfekt sollte die Cobra aussehen! Einfach nur perfekt, halt ein “Siegerauto”. Das war unser Ansporn.”

Die Folie selbst musste folgende Erwartungen erfüllen: im original Farbton (blau metallic) lieferbar, gut zu verarbeiten und vor allem gut nachzubearbeiten (tampern). Dazu musste sie in der größtmöglichen Größe lieferbar sein. Diverse Hersteller wurden dann ob der Machbarkeit befragt. Die Wahl viel schnell und eindeutig auf den Folien-Herstellern ORAFOL, der extra eine gegossene, mehrschichtige Hochleistungsfolie in unserem Originalton in kurzer Lieferzeit in der gewünschten Breite von 156 cm herstellte (Premium Wrapping cast 970 speziell für Fahrzeugvollverklebung). Die Eckdaten der Folie überzeugen auch den Fahrzeugeigner: Dicke 100my, Temperaturbeständig -50 bis +110 Grad, lange Lebensdauer von 8-10 Jahren, wieder repositionierbar sowie pflegleicht.

Das Projekt konnte beginnen, Teile wurden demontiert, die Karosserie wurde entfettet, der Renntrim recherchiert, alte Kataloge, Bücher gewälzt, Schriftzüge gescannt, Maße von original getreuen Modelautos abgenommen. Dazwischen quälten die Jungs bei L+L Fragen und tägliche Sorgen wegen des selbst auferlegten “perfekten Standards”… “Schaffen wir das, schafft die Folie das?” Bis zu 6,50 m Länge und 1,56 m Breite maßen die Folien, die in einem Stück über das Auto gezogen werden musste  – ohne eine einzige Falte! Es wurde getestet, sich mit dem Hersteller ausgetauscht und bei befreundeten Car Wrappern angefragt – und:  Es gelang.

Der Tag der Übergabe Völliges Erstaunen beim Eigner, als er seine Cobras und den Rennhänger in Empfang nahm: “Das glaubt mir keiner, dass das Folie ist!” Er war übrigens genauso begeistert wie die Car Wrapper – ein Auftrag, bei dem es nur Sieger gab….

 

Bilder: L+L Werbung

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