TRÄUME WAGEN zwischen Hamburg und Kiel

Die erste ADAC TRÄUME WAGEN Rallye 2012

Dick gegen dünn, aber das passt schon

Dick gegen dünn, aber das passt schon

Erstmals mit dem Team von TRÄUME WAGEN

Sehen und gesehen werden? Auch, aber in unserem Fall steht das mal nicht an erster Stelle. Am 16.06.2012 haben sich fast 100 gemeldete historische Fahrzeuge auf den Weg von Hamburg an die Ostsee nach Kiel gemacht, um an einer Rallye der ganz besonderen Art teilzunehmen: Die Hamburg-Klassik, oder auch ADAC TRÄUME WAGEN Rallye hat alles abgedeckt, was möglich war: Können, Geschick, Navigationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Kenntnis des eigenen Fahrzeugs, Spaß, Essen und Trinken – und auch ein bisschen Adrenalin und Stress. Lange Weile war gestern!

Alexandra Lier und Jens Tanz beim Briefing

Alexandra Lier und Jens Tanz beim Briefing

Vorbereitung ist alles. Auch die verschiedenen TRÄUME WAGEN Teams am Start sind sich nicht immer einig, welche Fallen denn im Bordbuch versteckt sind, wie die “Chinesenzeichen” genau gelesen werden und wie man doch jetzt gleich nochmal Meter/Sekunde in Kilometer/Stunde umrechnet. Oder wie lang eigentlich eine 7/30 Minuten ist. Panik? Ein bisschen, zumindest unter den Beifahrern, an denen solche Aufgaben erfahrungsgemäß hängen. Warum bin ich eigentlich Beifahrer? Das ist eine andere Geschichte.

Knitterfreies Anbringen der Startnummern

Knitterfreies Anbringen der Startnummern

Der ADAC Hansa kümmert sich um die Organisation

Der ADAC Hansa als Veranstalter jedenfalls hat alles dafür getan, einen reibungslosen Ablauf zu realisieren. Ungezählte Helfer an Start und Ziel und entlang der Strecke kümmern sich um die Teilnehmer, helfen bei der Montage der Schilder, geben Tipps und verraten Tricks und sorgen für ein allgemeines Wohlbefinden. Die Stoppuhren sind aufgeladen und angewärmt, der Kopf ist mit einem starken Kaffee freigeblasen – dann kann es ja eigentlich losgehen!

Bente Heyer gibt letzte Tipps für unseren Mach 1 am Start

Bente Heyer gibt letzte Tipps für unseren Mach 1 am Start

Unser durchaus brutaler Mustang Mach 1 fährt selbstverständlich auch im regulären Feld mit, um sich mit den Besten der Besten zu messen. Außerdem sind wir (außerhalb der Wertung) mit unserem 2012er Mustang TRÄUME WAGEN Edition unterwegs, mit dem Plymouth von Alex Lier und mit dem MG von Roland Löwisch. Und so verlassen die Autos Hamburg Bergedorf. Gewinnen wollen wir nicht, aber mitten drin im Rallyezirkus sein – das lassen wir uns nicht nehmen.

Wer zuerst fährt,malt zuerst? Mal sehen...

Wer zuerst fährt,malt zuerst? Mal sehen…

Was macht diese Art der Rallye aus? Ganz einfach – es sind wirklich alle Baujahre und Gesamtzustände unter den teilnehmenden Fahrzeugen vertreten. Nicht nur wattepolierte Top-Klassiker vom Gegenwert eines Einfamilienhauses buhlen zart und vorsichtig um die ersten Plätze, nein, auch klassische Butter-und-Brot Autos zwischen Ford Granada und VW K70 fahren sportlich, aber nicht gestresst um die Wette. Die Startnummern belegen, in welcher Platzierung die Autos losgefahren sind. Der Abstand ist jeweils eine Minute.

Travering Challenge - alle bereiten sich vor.

Travering Challenge – alle bereiten sich vor.

Zwischenprüfungen und Zeitkontrollen für alle!

Entlang der Route über Lübeck und die Holsteinische Schweiz verteilt sich die wunderschöne Strecke auf diverse Prüfungen, ein Mix aus Navigation und Gleichmäßigkeit. Da diesen Aufgaben nicht jeder Beifahrer zu jedem Zeitpunkt gewachsen ist (wir selbst möchten uns da gar nicht ausnehmen…), mischt sich das Teilnehmerfeld im Laufe des Tages bunt durcheinander. Frühe Startnummern tauchen wegen verschiedener Fahrfehler irgendwann (zumeist leicht von sich selbst genervt) hinter späteren Startnummern auf, so hat man eigentlich immer andere Autos um sich herum.

Der Buckelvolvo muss auf dem Travering die Zeit einhalten...

Der Buckelvolvo muss auf dem Travering die Zeit einhalten…

Anstrengend? Ja, sogar sehr. Aber herausfordernd. Reiner Tourismus geht anders, hier wird aufgrund der straffen Organisation von Fahrer und Beifahrer einiges abverlangt. Und auch das macht den Reiz aus. Alte Hasen unter den Teilnehmern berichten sehr gestenintensiv, dass sie bei anderen Veranstaltern wesentlich weniger gefordert wurden. Wir nehmen das einmal als Kompliment, denn eines kommt garantiert nicht auf: Langeweile. Im Gegenteil, es sollen sich Fahrerteams schon richtig in die Wolle bekommen haben, weil Uneinigkeit über den Streckenverlauf bestand.

Das weitestgehend vergnügte Racing-Team Löwisch/Tanz...

Das weitestgehend vergnügte Racing-Team Löwisch/Tanz…

Pausen zum Ranglistenabgleich – wer ist vorn?

Wenn Sie also als Pärchen so eine Rallye fahren, sollten Sie eine sehr gefestigte Beziehung führen, die auch diesen Situationen gewachsen ist… Ansonsten gilt: Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren. Auch das ist in einer Partnerschaft wichtig, aber zurück ins Cockpit. Wer einigermaßen im grob gesteckten Zeitlimit die Mittagspause erreicht hat, darf sich inmitten der Plöner Seenplatte entspannt an Krustenbraten und Sauerkraut laben. Nach rund einer Stunde Pause hören wir die Schiffe im Hafen von Kiel schon tuten und befinden uns kurze Zeit später schon wieder auf der Strecke!

Klaus Hartjen, Erich Günther und Bente Heyer sorgen für Kommunikation!

Klaus Hartjen, Erich Günther und Bente Heyer sorgen für Kommunikation!

Und auf der Strecke IST man zwar, bleibt es im metaphorischen Sinn nicht. Denn Unterstützung findet sich an jeder Ecke, Streckenposten helfen weiter, Werkstatt-Teams stehen für Pannenhilfe bereit. Klar – ADAC. Die können das. Und der Zeitrahmen ist so gesteckt, dass sich ein Fahrfehler oder ein falsches Abbiegen (zumeist) noch korrigieren lässt. Dachten wir. Na ja, manchmal auch nicht, aber wir lernen dazu…

Paparazzi (wie hier Dirk Oesterreich) überall an der Strecke

Paparazzi (wie hier Dirk Oesterreich) überall an der Strecke

Reisen statt rasen, schließlich sind es Oldtimer

Entlang der Strecke wird dokumentiert, kommentiert, gejubelt und gewunken. Nicht ein Passant, der sich von den vorbeidonnernden Klassikern nicht begeistern lässt. Fotografen und Kamerateams sind verteilt zwischen Start und Ziel und halten unvergessliche Momente für die Ewigkeit fest. Und wir sind noch immer mittendrin. Vor den Wertungsprüfungen wird gefachsimpelt und gescherzt, Zeiten werden verglichen und Prognosen gewagt. Denn auf Höchstgeschwindigkeit kommt es bei der TRÄUME WAGEN Rallye nicht an, vielmehr auf einen guten Durchschnitt und präzises Einhalten der vorgegebenen Durchfahrtzeiten.

Wer guckt denn da um die Ecke?

Wer guckt denn da um die Ecke?

Also? Reisen statt rasen. Das klappt nicht immer, vor allem bei den Teilnehmern, die so eine Veranstaltung sportlich statt touristisch sehen und die Zeiten sekundengenau einhalten wollen. Aber auch diese Profis finden sich nach bestandener Herausforderung lächelnd am Ziel ein – mit dem guten Gefühl, eine nicht ganz einfache Aufgabe gemeistert zu haben. Und wohl denen, die an den Vorbereitungskursen teilgenommen haben. Diesen Navigatoren kommen die Chinesenzeichen nicht ganz so chinesisch vor, und die Baumaffen klettern nicht herum, sondern werden notiert… Verstehen Sie nicht? Dann freuen Sie sich auf die Nachberichterstattung in der TRÄUME WAGEN Ausgabe 08/2012 (das ist die im Juli), da werden wir Ihnen das mal etwas genauer erklären. Für die nächste Rallye.

Zieleinlauf im Kieler Hafen mitten auf der Kieler Woche

Zieleinlauf im Kieler Hafen mitten auf der Kieler Woche

Siegerehrung und Preisverleihung in Kiel

Denn vielleicht rollen Sie ja im kommenden Jahr schon mit ihrem eigenen Klassiker durchs Ziel? Informationen dazu sind auf http://www.adac-hamburg-klassik.de/ Dort finden Sie auch die Auswertungen und Platzierungen. Wir vom DAZ Verlag und alle Teilnehmer sind allesamt glücklich auf der Eröffnung der Kieler Woche angekommen und haben uns nach Abgabe aller Unterlagen in Molfsee am Drahtenhof eingefunden – zur Abendgala bei leckerem Buffet, Getränken und natürlich der lang ersehnten Siegerehrung mit Preisverleihung.

Ingo Huter moderiert die Siegerehrung im Drahtenhof in Kiel/Molfsee

Ingo Huter moderiert die Siegerehrung im Drahtenhof in Kiel/Molfsee

Hier standen, nach so viel Auto, bis spät in die Nacht die Menschen im Vordergrund. Benzingespräche, geselliges Beisammensein und die Vergabe der Preise haben diesen sehr ereignisreichen Tag wunderbar abgerundet. Die erste große ADAC Hamburg Klassik TRÄUME WAGEN Rallye Bildergalerie finden Sie auf unserer Facebook-Seite, und den ausführlichen und… etwas… anderen Bericht mit ganz anderen Bildern in der Ausgabe 08/2012 unseres Magazins ab dem 20. Juli 2012! Sehen wir uns nächstes Jahr?

Vater und Sohn - am Ende vereint

Vater und Sohn – am Ende vereint

http://www.facebook.com/TRAEUMEWAGEN

http://www.adac-hamburg-klassik.de

Ein Gedanke zu “TRÄUME WAGEN zwischen Hamburg und Kiel

  1. Tolle Bilder, wenn du was nettes zufällig von unserem orangen K70 hast freu ich mich sehr. auch gern über facebook- wie alle grins- deine Bilder sind klasse liebe Grüße aus dem Weserbergland
    Jörg Fauteck und Petra Stenzel- Fauteck

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