Kaufberatung Dodge Charger, II. Generation

Kaufberatung Dodge Charger, II. Generation

Für besondere Strahlkraft, die sich auch auf den gewöhnlichen Charger übertrug, sorgte die nur 467 Mal gebaute R/T-Variante (R/T für “Road and Track”) mit dem heißen 426er-Hemi unter der Haube. Dass die in der NASCAR-Rennserie eingesetzten Charger stets das Nachsehen hinter Ford hatten, konnte die Begeisterung der Fans für die zivilen Ausführungen nicht bremsen.
Ein kleineres Facelift erfuhr der Charger zum Modelljahr 1969. Äußere Erkennungszeichen waren der nunmehr durch eine senkrechte Mittelstrebe zweigeteilte Kühlergrill und die neuerdings rechteckigen Rückleuchten. Ein Sechszylinder-Antrieb rundete die Modellpalette preislich und leistungsmäßig nach unten ab, während eine besonders luxuriöse SE-Variante (Special Edition) den Anschluss des Charger zur Oberklasse herstellen sollte.

Zahlenmäßig blieb die Ausführung mit dem 225cui-Slant-Six-Sechszylinder ebenso eine Ausnahmeerscheinung wie die aerodynamisch verbesserte und homologierte Wettbewerbsversion “Charger 500”, die auch frei erhältlich war – wahlweise mit dem 426er-Hemi oder einem 440er-Magnum-Motor unter der Haube. Als “Charger Daytona” gab es schließlich eine aerodynamisch nochmals entscheidend verbesserte Variante, die allerdings wegen ihrer eigenwilligen Optik (eine keilförmig zulaufende Nase mit eingelassenen Klappscheinwerfern verschloss den Kühlergrill und sorgte für einen sehr unvorteilhaft proportionierten langen Überhang vor der serienmäßigen Fahrzeugfront, das Heck “zierte” ein steil aufragender Spoilerflügel) als Straßenfahrzeug ebenfalls eher ein Ladenhüter blieb. Immerhin bewirkte die Maßnahme eine so durchgreifende Verbesserung des Luftwiderstands, dass der Charger Daytona damit erste Meriten auf der Piste verbuchen konnte. Für die Straße erwies sich die Version als untauglich, da die Motoren bei den vorgeschriebenen 55 mph nicht genügend Kühlluft bekamen und ständig überhitzten.

Kaufberatung Dodge Charger, II. Generation

“Back to the roots” hieß es zum Modelljahr 1970, als die Frontoptik durch Wegfall der Mittelstrebe im Kühlergrill weitgehend wieder dem 1968er-Modell entsprach. Auch die Rückleuchten wurden abermals abgeändert. Die Hierarchie der unter den alten Bezeichnungen fortgeführten Sondermodelle wurde durch die Abwertung des Charger 500 zu einem besser ausgestatten Basismodell und die nun wieder an die Spitze gerückte R/T-Variante ziemlich durcheinandergewirbelt. Als stärkstes Aggregat war nun ein 440er-“Magnum” (7,2 l Hubraum) mit 390 SAE-PS erhältlich. Mit rund 50.000 Exemplaren blieben die Verkaufszahlen des 69er-Jahrgangs unter denen der Vorjahre, was allerdings auch in der starken (großenteils konzerneigenen) Konkurrenz begründet war. Sowohl der neue Coronet als auch der Plymouth Barracuda sowie der Road Runner zielten auf dasselbe Marktsegment.

1971 schließlich kam die dritte Charger-Generation auf den Markt, mit der die Dodge-Modellpalette gestrafft wurde. Alle zweitürigen Modelle hießen nun “Charger”, vorher war parallel auch noch der Coronet “Super Bee” erhältlich, der nun nur noch eine Variante innerhalb der “Charger”-Serie darstellte.

Immerhin blieb das Konzept der Baureihe bis 1974 erhalten, um anschließend jeden “Muscle Car”-Appeal abzulegen und – baugleich mit dem Chrysler Cordoba – als schwülstiges “Bling-bling”-Coupé das Fahrzeugsegment der “Personal Luxury Cars” um eine Spielart zu erweitern. Wahre Muscle-Car-Freunde werden damit also nicht angesprochen. Sie werden um eines der Modelle aus den ersten drei Generationen buhlen – wobei die zweite Generation nicht nur wegen ihrer Leinwandkarriere die wohl attraktivste Bauform verkörpert.

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