Kaufberatung Dodge Charger, II. Generation

Motor und Peripherie

Motorspezifisches

Die Dodge Charger wurden häufig von jungen Leuten in ihrer “Sturm- und Drang-Phase” gefahren, was den eigentlich unverwüstlichen V8-Aggregaten dann doch frühen Verschleiß beschert haben kann. Zudem sorgen verstellte Vergaser und Zündaussetzer wegen defekter Zündkabel bei schlecht gewarteten Fahrzeugen für einen noch raubauzigeren Motorlauf als ihn ein Charger schon von Haus aus mitbringt. Bei fortgeschrittener Laufleistung kommen Öl- und Wasserundichtigkeiten hinzu. Und spätestens wenn der Viscolüfter streikt, hat man mit thermischen Problemen zu kämpfen. Vor allem aber sollten Sie bei einem Sammlerstück darauf achten, dass der für das Fahrzeug korrekte Motortyp eingebaut ist – hier bedienten sich die Vorstadt-Tuner gerne bei allem, was der Chrysler-Baukasten so hergab und was vor allem unerhört Leistung produzierte. Das wird heute nicht mehr unbedingt als wertsteigernd angesehen.

Theoretisch unverwüstlich - die Achtzylinder im Charger. In der Praxis sieht das manchmal anders aus... ist überhaupt der richtige Motor eingebaut? Stimmen die Details (wie hier die orangefarbenen Ventildeckel und der orangefarbene Magnum-Schriftzug auf dem Luftfiltergehäuse)?

Theoretisch unverwüstlich – die Achtzylinder im Charger. In der Praxis sieht das manchmal anders aus… ist überhaupt der richtige Motor eingebaut? Stimmen die Details (wie hier die orangefarbenen Ventildeckel und der orangefarbene Magnum-Schriftzug auf dem Luftfiltergehäuse)?

Kein "Charger" für den Motor im Charger, sondern ein Kompressor für die Klimaanlage, die hoffentlich funktioniert

Kein “Charger” für den Motor im Charger, sondern ein Kompressor für die Klimaanlage, die hoffentlich funktioniert

Ein Sonderfall sind die “Hemi”-Triebwerke der heißen Charger R/T-Versionen, die auch in der Überholung deutlich anspruchsvoller und teurer sind als die konventionellen Achtzylinder und wegen ihrer ganz konsequenten Ausrichtung auf den Wettbewerbseinsatz beim beschaulichen Cruisen weniger Freude machen.

Getriebe, Kraftübertragung

Getriebe

Den Dodge Charger gab es mit Viergang-Handschaltung oder mit Dreigang-Automatik. Für Amis ist eine Automatik in einem Sportwagen kein Widerspruch, sodass ein Großteil der Charger damit ausgestattet ist.

Im komfortverwöhnten Amerika gilt eine Automatik auch in Sportwagen nicht als Makel

Im komfortverwöhnten Amerika gilt eine Automatik auch in Sportwagen nicht als Makel

Motor und Getriebe unseres Fotomodells leiden unter Ölverlusten, was leider nicht ungewöhnlich für nicht überholte Aggregate ist

Motor und Getriebe unseres Fotomodells leiden unter Ölverlusten, was leider nicht ungewöhnlich für nicht überholte Aggregate ist

Fahrwerk, Lenkung, Bremsen

Fahrwerk, Federung

Auch als Muscle-Car schämt sich der Charger nicht seines Oldtimer-Fahrwerks mit einer blattgefederten Starrachse hinten und Trommelbremsen ringsum. Immerhin findet man an der drehstabgefederten Vorderachse einen Stabilisator. Von aufwändigen Sportfahrwerken ist das meilenweit entfernt, weshalb verwöhnte Europäer Straßenlage und Fahrverhalten eines Dodge Charger deshalb auch eher im Kleinlieferwagenbereich verorten. Komfort ist hier ebenso ein Fremdwort wie Kurvenagilität. Fürs 55 mph-Limit und fürs Geradeausfahren auf dem Dragstrip mag das genügen. Durchgefärbte US-Car-Freunde nehmen das als gottgegeben hin und stören sich nicht daran.

Die kräftig dimensionierte Vorderachse ist drehstabgefedert...

Die kräftig dimensionierte Vorderachse ist drehstabgefedert…

...während man es hinten mit einer blattgefederten "Trampelachse" zu tun hat. Innovationskraft sieht anders aus

…während man es hinten mit einer blattgefederten “Trampelachse” zu tun hat. Innovationskraft sieht anders aus

Beim Schmierdienst die Traggelenke der Vorderachse nicht vergessen

Beim Schmierdienst die Traggelenke der Vorderachse nicht vergessen

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