Kaufberatung BMW Z1

Freude am Fahren


Der BMW Z1 im Detail

Karosserie, Unterboden
Front / Motorraum /
Vorderkotflügel:

Korrosion ist beim Z1 zum Glück kaum ein Thema – die tragende Struktur ist ein feuerverzinktes Chassis, die gesamte Karosserie besteht aus Kunststoff, der zwar nicht korrodieren kann, dafür aber andere Problemlagen bereithält. So kann er unter intensiver Bewitterung verspröden und oberflächlich eine feine Rissbildung zeigen. Ausbesserungsarbeiten nach Remplern erfordern spezielle Kenntnisse und Erfahrungen des Karosseriebetriebs, die in heutigen Zeiten, wo auch bei Serienfahrzeugen großflächige lackierte Kunststoffpartien wie Stoßfänger alltag sind, allerdings in allen Fachbetrieben vorausgesetzt werden können. Kaufinteressenten sollten auf möglichst gleichmäßige Spaltmaße, beispielsweise bei der Motorhaube, achten. Eine weitere Eigenart von Kunststoffen ist, dass die Oberfläche auf großen ebenen Flächen kaum dauerhaft so glatt bleibt wie bei vergleichbaren Blechteilen – eine minimale Wellenbildung ist deshalb beispielsweise auf der Motorhaube kaum zu vermeiden. Ebenfalls aus Kunststoff bestehen die Scheinwerferabdeckungen – damals eine ziemliche Neuheit. Sie können undicht werden (Kondenswasserbildung) oder erblinden/rissig werden. Manchmal lässt sich da mit Displaypoliturpaste für Handys noch etwas retten, aber Wunder sind damit nicht zu erwarten.

Die Rückleuchten können an den Einfassungen undicht werden, dann gelangt Wasser in den Kofferraum

Türen/Einstiege:
Karosserieseitig bergen die elektrisch versenkbaren Türen des Z1 wohl das größte Problempotenzial. Was vor der Eisdiele die große Schau ist, kann Z1-Eigner in mehrfacher Hinsicht zur Verzweiflung bringen. Eine Problemquelle ist der Antrieb, der über Zahnriemen erfolgt, die nicht ewig halten und korrekt gespannt/justiert und gelegentlich gewechselt sein wollen, was eine absolute Spezialistenangelegenheit ist. Man kann den Riemen durch die „Bürsten-Schlitze“ in der B-Säule ertasten. Die Türen sollten spontan öffnen/schließen, wobei sowohl die Bedienung von außen über das verchromte Schloss als auch von innen über den Hebelgriff zu checken ist. Dabei ist auch die Memoryfunktion der Scheiben zu beachten. Der Z1 „merkt“ sich beim Türöffnen, ob die Fenster heruntergelassen oder geschlossen waren und fährt sie beim Öffnen grundsätzlich ganz herunter. Beim Schließen sollen sie allerdings in die Position fahren, in der sie auch vorm Öffnen waren – also beispielsweise geöffnet oder geschlossen. Auch das muss funktionieren. Die Fenster verfügen serienmäßig über einen Einklemmschutz, der sie bei einem Widerstand beim Schließen wieder ein kleines Stück öffnet. Der zweite große Punkt ist die penibel auszuführende Justage der Tür in der Karosserie, und hier mangelt es bei fast jedem Exemplar, was sich sehr einfach durch vertikale und/oder horizontale Kratzspuren auf der Tür-Außenhaut erkennen lässt. Falsches Ein- und Aussteigen, bei dem man sich auf die Türoberseite/den Türsims setzt, führt hier zusätzlich – wie auch bei unserem Referenzfahrzeug – zu Lackschäden.

Manchmal muss man sich entscheiden: mehr Gepäck – oder ein hübsch verpacktes Ersatzrad?

Bodenwannen:
Die Bodenwannen sind ein schnell abgehakter Punkt. Sie sind unterwärts völlig glatt und bestehen ebenfalls aus Kunststoff, weshalb sie nicht rosten können. Achten Sie aber – soweit erkennbar – auf die Anschlüsse an das Chassis.

Das hervorragende Bordwerkzeug ist leider nur selten vollständig

Verdeck:
Das Verdeck des Z1 besteht serienmäßig aus hochwertigem Sonnenlandstoff. Das ändert nichts daran, dass nach rund 25 Jahren auch das haltbarste Material seine besten Zeiten hinter sich haben kann. Insbesondere im hinteren Bereich wird der Stoff oft spröde und durch Scheuern löchrig. Originale BMW-Verdecke erkennt man übrigens an dem kleinen BMW-Logo in der Heckscheibe, Zubehör-Verdecke zeichnen sich mitunter durch einen schlechten Sitz aus. Öffnen und schließen Sie das Verdeck unbedingt einmal vollständig, um sicherzustellen, dass der Klapp- und Faltmechanismus störungsfrei funktioniert.

Heckbereich:
Im Prinzip gilt für den Heckbereich dasselbe wie für die übrige Karosserie: dank Kunststoff kein Rost. Sehen Sie allerdings nach, ob der Kofferraum trocken ist – ein Wassereinbruch sorgt auch bei einer Kunststoffkarosserie für ein miefiges Klima. Achten Sie auch auf Hitzeschäden im Bereich um den Auspuff-Austritt in der Heckschürze. Sonst gibt es hier wenig zu kontrollieren.

Der Z1 ist ideal wintersportgeeignet – mit Durchlademöglichkeit für Ski …

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