Dr. No: 1971er Aston Martin DBS

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1971er Aston Martin DBS

Zuerst mal: sorry, aber bei diesem Auto behalte ich meinen Namen lieber für mich. Als in der Wolle gefärbter Brit-Fan wird man ohnehin von vielen für verrückt erklärt. Zumindest für unbelehrbar. Und dass in meinen DBS inzwischen der Gegenwert eines Einfamilienhauses geflossen ist, macht die Sache nicht unbedingt besser. Egal. Ich bin seit meiner Matchbox-Zeit glühender Aston Martin Enthusiast. Vor allem für den DBS, von dem  kaum mehr als 1000 Stück gebaut wurden. Den wollte ich schon immer, koste es, was es wolle. Und ich fand ihn: Einer von nur 787 gebauten DBS mit Sechszylinder-Motor, in grauer Vorzeit aus England nach Deutschland importiert und im bedauernswerten Zustand aus einer vergessenen Garage gezogen. Ich wollte, dass das Auto schließlich quasi neu – oder besser als neu – dasteht. Wenn du Geld hast, bekommst du alles, zudem habe ich mit Mike Knoke  einen begnadeten Schrauber, der das Auto in- und auswendig kennt. Hunderte Stunden Arbeit, viel Recherche und eine Menge seltenes und wirklich teures Material waren nötig, bis das Team den gewünschten Endzustand erreicht hatte. Die Alukarosse wurde komplett entlackt, neu aufgebaut und mit Lackschichten überzogen, die allein schon mehr Finanzmittel verschlungen haben als mancher für sein komplettes Auto ausgibt. Alle Chromteile wurden entweder neu gekauft oder neu verchromt. Das Interieur wurde mit Leder und Teppichen neu aufgebaut, dazu neue Reifen auf neuen Felgen. Eines ist klar – das Auto ist anders als seine Vorgänger und trägt seine Geschichte mit Würde. Der 4-l-Reihensechser läuft rund und gleichmäßig, die 282 Pferde gehorchen aufs Wort – well, all is fine. Das tröstet auch ein bisschen über die Schlussrechnung. Ich habe viel Spaß mit meinem sagenhaften Auto, ein geretteter Klassiker, dessen Substanz nun wieder reicht für mehr als ein komplettes Autoleben. 

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