Land Rover Defender – Der Letzte seiner Art

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LAND ROVER DEFENDER HISTORIE

Im Gegensatz zu seinem „Vorbild“, dem Willys Jeep, wurde der Land Rover Ende der 1940er Jahre für den zivilen Einsatz konzipiert – als universelles Nutzfahrzeug für kommunale und landwirtschaftliche Einsatzzwecke, weshalb er zunächst auch mit Abtriebswellen für Nebenaggregate wie Kompressoren, Generatoren und Holzspalter ausgestattet wurde. Offizielle Militärausführungen wie der Military Land Rover „Lightweight“ oder das Modell „Wolf“ kamen erst ab Serie 2 ins Programm.

Serie 1 (1948-1958): Bis 1953 gab es den Land Rover nur in einer offenen Ausführung mit Stoffverdeck und fünf Zoll messenden Scheinwerfern hinter dem Kühlergrill. Der Radstand betrug 80 Zoll. Wenig später wurden die Scheinwerfer auf sieben Zoll vergrößert und in Ausschnitte im Grill integriert. 1953 wurde der Radstand auf 86 Zoll verlängert, 1954 kam der geschlossene „Station Wagon“ der Serie 1 ins Programm. Seither ist auch eine Ausführung mit längerem Radstand (107 Zoll) verfügbar. 1957 wurde der erste Landy mit Dieselmotor und einem Radstand von 88 Zoll präsentiert.

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Mit ihm fing alles an: Der erste Landy der Serie 1 von 1948 mit 5-Zoll-Scheinwerfern hinterm Grill

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Hier ein Modell der späteren Serie 1 mit 7-Zoll-Scheinwerfern im Grill im typischen Arbeitseinsatz

Serie 2 (1958-1961): Zunächst wurden bei der Serie 2 die Seitenscheiben vergrößert und Schweller eingeführt, um Auspuff und Antriebswellen zu verbergen. Der Kraftstoffeinfüllstutzen wurde von unterhalb des Fahrersitzes an die Fahrzeugseite hinter die Fahrertür versetzt (Rechtslenker).

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Dieser Serie-2-Landy verrichtet in der Toskana immer noch seinen Dienst bei der Weinlese

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Das Serie-2-Modell von 1958 war auch mit einem so schmucken Kühlergrill erhältlich

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1960er Serie-2-Landy mit Kettenantrieb

Serie 2a (1961-1972): Erst ab 1966 waren elektrische Blinker serienmäßig, die Ausführung mit kurzem Radstand wurde auf 88 Zoll verlängert, die mit langem Radstand von 107 auf 109 Zoll. Ab 1967 kam neben den 2,3-Liter-Vierzylinder-Benzin- und Dieselmotoren auch ein 2,6-Liter-Sechszylinder ins Programm. 1968 wurden die Scheinwerfer vom Kühlergrill in die Kotflügel versetzt.

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Zwei, die sich durchwühlen: Serie-2 Land Rover mit Dieselmotor

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„Big Foot“-Landy von 1964 in spezieller Forst-Ausführung

Serie 3 (1972-1984): 1972 gab es einen neuen Lufteinlass auf dem Kotflügel für die Heizung. 1981 wurden verbesserte Sitze für Country-Modelle eingeführt. Als neue Aufbauvariante kam von 1981 bis 1984 der 109 Zoll HCPU (High Capacity Pickup) ins Programm. Sukzessive wurden die Modelle auf das metrische Schraubensystem umgestellt. Weitere Merkmale der Serie 3 sind ein Kunststoffarmaturenbrett, Spiegel an den Türen, ein vollsynchronisiertes Getriebe sowie ein Kühlergrill aus Plastik. Außerdem gab es abermals neue Benzin- und Dieselmotoren und geänderte Radstände.

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Ein Station Wagon der Serie 3 mit 109 Zoll Radstand von 1974

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Optisch ist ein Landy der Serie 4 den heutigen Defendern schon sehr nahe. Hier ein Softtop-Modell Land Rover 90 von 1988

Serie 4 (1984-1990, offiziell mit Zusatzbezeichnung des Radstands, z. B. Land Rover 90): 1984 wurden die Blattfedern durch Schraubenfedern ersetzt sowie eine einteilige Windschutzscheibe eingeführt. Die Schiebefenster vorne wurden durch Kurbelfenster ersetzt und Radläufe aus Polyurethan eingeführt, um größere Spurweiten zu ermöglichen.

Defender (1990-2006): 1998 wurde der Fünfzylinder-Turbodiesel (Td5) eingeführt, Kraftstofftank und Einfüllstutzen wurden ans Heck versetzt. Die Montage des Ersatzrads auf der Motorhaube ist nicht mehr zulässig.

Defender (2007 bis heute): 2007 kommen der 2,4-Liter-Diesel, ein Sechsgang-Schaltgetriebe und eine neue Innenausstattung. Seit 2011 gibt es den Defender mit 2,2-Liter-Dieselmotor. Er verfügt über einen Dieselpartikelfilter und ermöglicht 144 km/h Spitzengeschwindigkeit.

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Fotos: Land Rover / Martin Henze

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