Kaufberatung Mercedes W124 – Ein Freund fürs Leben


Sein Vorgänger W123 ist längst ein anerkannter Klassiker, und es scheint so, als ob auch gute Fahrzeuge der Mercedes-Baureihe W124 das Tal der Tränen durchschritten haben. Die Preise ziehen an und liegen inzwischen oft schon über denen des Nachfolgers W210, was unter anderem auf die Qualität zurückzuführen ist. Die brach beim Benz mit dem 4-Augen-Gesicht schwer ein. Trotzdem sollte man auch beim 124er-Kauf sehr genau hinsehen.

Wissen Sie, was “MOPF” ist? Nein? Das ist eine echte Bildungslücke. Zumindest für jeden, der sich für einen W124 interessiert. Grund genug, weiterzulesen, auch wenn wir – zugegeben – mit Lobhudelei beginnen. Allerdings ist die absolut gerechtfertigt. Aber: Bitte halten Sie bis zum Schluß durch. Sonst ergibt sich ein zu einseitiges Bild. Also los: Wenn auch nur eine einzige Auto-Modellreihe auf diesem Planeten das so oft strapazierte Prädikat “Alltagsklassiker” verdient, dann gebührt dies ohne jeden Zweifel und ohne jede Einschränkung der Mercedes-Baureihe W124 beziehungsweise S124 (T-Modell – wird nachfolgend aber nicht mehr gesondert bezeichnet). Hier erlebt man sie noch die legendäre Mercedes-Qualität, wo die Konstrukteure noch die Oberhand über die Controller mit dem Rotstift hatten. Jedes Detail ist durchdacht und wirkt, als sei es aus dem Vollen gefräst. Die Optik von Exterieur und Interieur ist dabei so “Eighties”, dass sich der W124 jetzt den Zutritt zum erlauchten Club der Youngtimer verdient hat. Das Schöne dabei: Als damaliges Spitzenerzeugnis der deutschen Automobilbaukunst (Mercedes hatte seinerzeit nicht nur den Anspruch, die besten Autos der Welt zu bauen, man konnte ihn auch erfüllen), muss man bei den Fahreigenschaften kaum Kompromisse zu aktuellen Mittelklassefahrzeugen eingehen. Die Motoren arbeiten leise und sind vergleichsweise genügsam (wenn auch speziell die Diesel nicht wirklich “spritzig” sind), der Fahrkomfort ist nach wie vor völlig Up-to-date, es gab in dieser Baureihe sogar schon ABS, ASR und ESD sowie einen bis zwei Airbags, Servolenkung und Klimaanlage mit Zweizonen-Regelung. Man hat also auch auf langen Strecken im W124 nichts auszustehen und kommt auch nach 1.000 Kilometern Fahrstrecke noch entspannt am Ziel an.

In den Mängel- und Pannenstatistiken des TÜV und ADAC nahm die W124-Baureihe nach wenigen Kinderkrankheiten in der Anfangszeit lange Zeit Spitzenpositionen ein, während sein Nachfolger ziemlich schnell ziemlich weit “nach unten durchgereicht” wurde. Das lässt sich, wie wir selbst erleben mussten, inzwischen auch in den Gebrauchtwagenpreisen festmachen. Dort klafft die Spreizung der Preisskala des W124 so weit auseinander wie bei kaum einem anderen Auto. Zwischen “fast geschenkt” und deutlich über 10.000 Euro finden sich schier unendlich viele Fahrzeuge auf den einschlägigen Autobörsen, was es für den Neuling der Szene wie allerdings auch für (Privat-)verkäufer nicht wirklich leicht macht, ein Fahrzeug preislich dort zu platzieren, wo es vom Zustand her auch wirklich hingehört. Allgemein lässt sich feststellen, dass sich die Preise neben dem optischen und technischen Zustand im Wesentlichen aus der Modellgeneration (es gab insgesamt drei), der Laufleistung, der Motorisierung und den Original-Extras zusammensetzen. Sehr grob vereinfacht ergeben sich folgende Extreme: Autos mit weit über 300.000 Kilometern auf der Uhr (auch davon gibt es jede Menge) und großen Motoren (300er-Benziner) gleich superbillig, garagengepflegte “Low Mileage”-Autos bis 150.000 km mit nachvollziehbarer Historie (scheckheftgepflegt), wenigen Vorbesitzern und möglichst vielen netten Extras markieren das andere Ende der Preisskala.

Bei den Typen ergibt sich ebenfalls ein stärker ausdifferenziertes Bild. Ganz oben sind die W124-Cabrios und Coupés angesiedelt, gefolgt von den Kombis (T-Modelle). Das Schlusslicht bilden die zahlenmäßig verbreitetsten Limousinen, wobei die absoluten “Granaten” 500 E und die AMG-Ausführungen sehr deutlich nach oben rausreißen können. Weniger groß als zu erwarten wäre sind die Preisdifferenzen zwischen jüngeren und älteren 124er-Fahrzeugen, die sich durch zwei größere Modellpflegen (da haben wir es: “MOPF 1” und “MOPF 2”) unterscheiden. Bei der Ersatzteilbeschaffung sind die Generationsunterschiede gelegentlich doch von Bedeutung. Hier nur kurz die augenfälligsten Änderungen: “MOPF 1” fand im Herbst 1989 statt und bescherte dem 124er die berühmten “Sacco-Bretter” an den Seiten sowie dezente Chromaccessoires an den Stoßstangen und Türgriffen. “MOPF 2” folgte Mitte 1993, kurz nach Einführung einer neuen Motorengeneration, die bei den Vierzylinder-Benzinern die 16-Ventilmotoren brachte und bei den Dieseln unter anderem den überarbeiteten 2,5-Liter-Fünfzylinder, die nun ebenfalls über Vierventiltechnik verfügten. Mit dieser zweiten großen Modellpflege war äußerlich die Einführung weißer Blinkleuchten vorn sowie des Plaketten-Kühlergrills verbunden. Außerdem rückte das “E” jetzt vor die Ziffernkombination, die den Hubraum bezeichnete. Aus dem 200 E – für “Einspritzer” – wurde der E 200, aus dem Diesel-Kombi 250 TD wurde einfach der E 250 Diesel, während der Benziner 220 TE zum E 220 T mutierte.

Durch die eiserne Harke der Abwrackprämie wurde der Fahrzeugbestand unlängst noch einmal drastisch dezimiert, was dazu beitrug, dass die Ersatzteillager unzähliger Mercedes-Gebrauchtteilehöker zum Bersten mit W124-Teilen aus Schlachtfahrzeugen gefüllt sind. Doch oft werden auch After-Market-Ersatzteile für den W124 so zahlreich und günstig angeboten (auf Qualität achten! Da gibt es starke Unterschiede), dass sich der Griff ins Gebrauchtteilregal (noch) nicht lohnt. Verschleißteile werden auf dem Preisnieveau von Golf II und III gehandelt. Einmal Bremsen rundum neu (und zwar Klötze sowie Scheiben) sind für weniger als  200 Euro zu haben – billiger als mit dem 124er kann man kein Produkt aus Sindelfingen fahren. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb sich gerade jetzt auch im auto-affinen Umfeld des Autors zufällig immer mehr Zeitgenossen einen W124 zugelegt haben. Genug gelobt. Denn tatsächlich besitzt der W124 nicht nur Sonnenseiten.  Auch wenn er ausgesprochen solide wirkt – unkaputtbar ist auch er nicht.

Die Benz-Mittelklasse hat zwar eine sehr gut verarbeitete und auch insgesamt gut gegen Rost geschützte Karosserie, aber sie ist nicht (wie beim Mitbewerber Audi seit 1986) voll verzinkt, und deshalb ist Korrosion bei den bis zu fast 30 Jahre alten Fahrzeugen durchaus ein Thema. Bei dem es allerdings gleich auch wieder Gutes zu berichten gibt: Wenn 124er gammeln, gammeln sie an lokal begrenzten und sehr typischen Stellen, das heißt, ab gewissen Baujahren ist bei normal bewegten Fahrzeugen an bestimmten Stellen eigentlich immer Rost – und auch Durchrostungen – zu finden. Die meisten dieser Stellen (siehe unten) lassen sich wegen der lokalen Begrenzung allerdings einfach und günstig reparieren. Und weil 124er wegen ihres repräsentativen Charakters und ihrer legendären Robustheit als Geschäftswagen und Taxis eben vor allem auch von Vielfahrern geschätzt wurden, sind sehr, sehr viele Fahrzeuge mittlerweile auch sehr heruntergeritten.

In Verbindung mit erheblichen Wartungs- und Reparaturstaus der Fünft- bis Zehntbesitzer kann man durchaus auch an technische Wracks geraten, die besser als Exportschlager beim wimpelverzierten Libanesen im Industriegebiet stehen bleiben sollten als ihren Weg zurück in deutsche “Sammlerhände” zu finden. Auch den angegebenen Laufleistungen ist nicht immer zu trauen – der mechanische Tacho ist schnell getauscht, und vom Verschleißzustand lässt sich ein wenig gepflegter 200.000-Kilometer-Benz kaum von einem gut aufbereiteten mit 400.000 Kilometer Gesamtlaufleistung unterscheiden. Die Türen können beim einen wie beim anderen mit dem gleichen satten Geräusch ins Schloss fallen, und man muss doch sehr genau hinsehen, um hier den stolzen vom sterbenden Schwan unterscheiden zu können.
Wie dem auch sei: Der Autor hat “seinen” 124er jetzt, mit dem er die nächsten Jahre glücklich werden möchte, nun mögen sich auch die TRÄUME WAGEN-Leser bedienen. Sie sollten dabei folgenden Mängelpunkten besonderes Augenmerk schenken. Ein generelles Wort noch vorab: Wer seinen 124er tatsächlich auch unter Klassiker-Gesichtspunkten erwirbt und nicht nur als Gebraucht- und Gebrauchswagen, der sollte um tiefergelegte Spoilermonster einen weiten Bogen machen, von denen reichlich angeboten werden. Sie dürften auf Sicht längst nicht so werthaltig sein, und auch an dem schwarzen T-Modell des Autors gibt es diesbezüglich noch (überschaubaren) Rückrüstungsbedarf. Hat zum Beispiel zufällig noch jemand einen originalen Kühlergrilleinsatz für die “MOPF2”-Motorhaube herumliegen? …

Karosserie, Unterboden

Front, Motorraum, Vorderkotflügel
Fangen wir einmal nicht mit Rost an der Karosserie an, sondern mit den Scheinwerfern. Die können im Laufe der Jahre zum “Aquarium” werden. In der Folge erblinden auch die Reflektoren. Interessiert zwar den TÜV, ist aber sonst kein Beinbruch, denn Ersatz gibt’s billig, und der Tausch der gesamten Einheit geht rascher vonstatten als bei vielen aktuellen Autos der Wechsel des Leuchtmittels.
Gleich danach kommt er dann doch, der Rost. Und zwar fast immer – außer wenn schon bereits behandelt. Besonders zwischen Blinkleuchten und Radlauf gammeln die Kotflügel durch. Das liegt im Sichtbereich und ist deshalb unschön. Nicht im direkten Sichtbereich liegt die vorderste Roststelle im Motorraum hinter den Scheinwerfern. Sie reicht hier oft bis in den Radlauf hoch und bis unter den Scheibenwaschwasserbehälter – natürlich auch auf der  Fahrerseite. Stark korrosionsgefährdet ist ausserdem der Bereich um die Batterieaufnahme. Und wie immer: Vorderwagen nach verdächtigen Unfallspuren absuchen.

Schweller
Der klassische Bereich für Durchrostungen bei allen Autos dieser Ära sind die Schweller, und natürlich können Sie auch bei ungepflegten 124ern insbesondere der ersten Baujahre umfangreiche Durchrostungen diagnostizieren. Weitaus häufiger beschränken sich Rostschäden allerdings auch hier lokal auf die Wagenheberaufnahmen, die dafür merkwürdigerweise bei fast jedem Fahrzeug angegriffen sind oder schon repariert wurden. Das geht zum Glück recht einfach, wobei bei allen Benzen ab MOPF 1 die Schwellerverkleidungen runter müssen. In selteneren Fällen entdeckt man dann auch noch Rost an den Übergängen von den Einstiegen zu den A- und B-Säulen.

Türen
W124-Türen sind keine besonders kritischen Baugruppen. Selten sind die Türböden durch, eher schon bildet sich Rost an den Stoßleisten bzw. bei den MOPF-Modellen an den Befestigungspunkten der “Sacco-Bretter”.

Bodenwannen
Die Bodenwannen sind an sich sehr gut gegen Rost geschützt. Allerdings gibt es bei Alterskategorien von 20 und mehr Jahren natürlich keine Gewähr dafür, grundsätzlich Bodenwannen im Neuzustand vorzufinden. Wenn dort Korrosion zu finden ist, dann oft aufgrund von (häufig lange unbemerktem) Wassereinbruch ins Auto. Deshalb heißt es vor dem Kauf: Unbedingt Teppiche und Dämmmatten hochnehmen und den Boden bis in den letzten Winkel gründlich untersuchen.

Heckbereich, hintere Radläufe
Hier zeigt sich das Benz-Blech ebenfalls häufig unbeeindruckt von jahrelanger Wasser-Salz-Schlamm-Tortur. Eine Ausnahme bilden die Radlaufkanten, wo häufiger Rost zu finden ist. Sie werden gerne in Prestolith nachmodelliert, was sich durch eine Klopfprobe – oder besser noch mit einem Magneten feststellen – lässt. Rostanfällig sind auch die Fensterrahmen des T-Modells, insbesondere an den C- und D-Säulen (Scheibengummi von innen und von außen anheben und daruntergucken).

Motor und Peripherie

Motorspezifisches (Benziner / Diesel)
Ganz gleich, ob Diesel oder Benziner – bei optimaler Behandlung (regelmäßige Ölwechsel, viel Langstreckenbetrieb) können alle W124-Saugmotoren eine halbe Million Kilometer alt werden. Das ist natürlich ein biblisches Alter, und viele Triebwerke erreichen auch “nur” die Hälfte dieser Laufleistung – oft allerdings auch nur deshalb, weil die Fahrzeuge bei diesen Laufleistungen in der Hand finanziell klammer Viert- bis Siebtbesitzer einen erheblichen Wartungsstau erleiden – oder weil selbst solventere Benz-Eigner bei einer bei Kilometerstand 220.000 durchgebrannten Zylinderkopfdichtung vor der teuren Motorreparatur zurückschrecken, obwohl das übrige Auto nach einer Reparatur des Triebwerks eigentlich noch gut und gerne für weitere 200.000 Kilometer gut gewesen wäre. Tatsächlich sind Zylinderkopfdichtungen bei einigen Motorisierungen ab einem Alter von 15 bis 20 Jahren fällig. Kaufinteressenten sollten deshalb auf typische Ölspuren im Kühlwasser oder Wasserspuren im Öl (jeweils milchige Emulsion) sowie auf weißen Dampf aus dem Auspuff achten. Nebelt es bei den Benzinern blau, sind die Ventilschaftdichtungen oder die Kolbenringe verschlissen. Das kommt allerdings seltener vor.

Als weniger standfest gelten die turboaufgeladenen Dieseltriebwerke im W124 (250 TD bzw. 300 TD). Sie sind aber auch die einzigen Selbstzünderaggregate in dieser Baureihe, die in der Lage sind, so etwas wie Fahrspaß zu vermitteln. Allerdings um den Preis eines deutlich höheren Verbrauchs, der ungefähr auf dem Niveau der Vierzylinder-Benziner liegt (10 Liter/100 km sind keine Seltenheit, sondern eher die Regel).
Die Saugdiesel im Benz sind zwar sparsamer (je nach Ausführung und Fahrweise liegt der Verbrauch zwischen 6,5 und 9 Litern), sind aber nur Oberknauserern zu empfehlen (die hohen Kfz-Steuern machen den Sparvorteil fast immer zunichte), die zwar Mercedes fahren wollen, aber trotzdem einen ausgeprägten Hang zum Geiz haben.

Gemischaufbereitung
Es gibt zwar gerade bei den ganz frühen W124-Modellen noch einen 200er-Benziner mit einem elektronischen Pierburg-Vergaser, der ist allerdings zahlenmäßig so unterrepräsentiert, dass er heute auf dem Markt praktisch keine Rolle mehr spielt. Einer der häufigsten Fehler dieser Rarität ist ein defekter Gummiflansch am Übergang aufs Ansaugsystem, der zum Nebenlufteintritt (Gemisch-abmagerung) und unrundem Motorlauf beiträgt. Immerhin lässt sich der Flansch recht einfach tauschen. Im Regelfall sind Mercedes W124-Triebwerke mit Einspritzanlagen ausgestattet, und zwar alle Zweiventil-Benziner mit einer KE-Jetronic von Bosch, über die es außer häufiger defekten Luftmassenmessern wenig zu berichten gibt. Alle Vierventil-Benziner haben eine vollelektronische HFM-Einspritzanlage mit Kennfeldzündung. Wenn da etwas “spinnt” (kommt selten vor), kann nur eine Fachwerkstatt mit entsprechenden Diagnoseinstrumenten weiter helfen. Interessant ist noch, dass sich nach Insider-Auskünften sämtliche Zweiventil-Diesel (auch die Turbo-Diesel) relativ problemarm zumindest im Sommer mit Pflanzenöl betreiben lassen sollen. Im Winter sollte es dann wieder reiner Dieselkraftstoff sein.

Öldruck
Das bei allen Motoren serienmäßige Öldruck-Manometer im Kombiinstrument kann einen gewissen Aufschluss über den Verschleißzustand der Kurbelwellenlager liefern. Bei betriebswarmem Motor (wichtig!) sollte der Öldruck im Leerlauf nicht unter 0,5 bar sinken und bei Drehzahlen ab 3.000 U/min drei bar (oberer Anschlag) nicht unterschreiten. Ordentliche Motoren erreichen im Leerlauf um die zwei bar, die Doppelnockenwellen-Sechszylinder mindestens ein bar.

Auspuffanlage, Kat
Bei den Auspuffanlagen für den W124 gibt es beträchtliche Qualitätsunterschiede. Die Serienanlagen und der Serienkat hielten am längsten. Bei wenig gelaufenen Fahrzeugen kann noch die Erstausrüstung drunter sein.

Getriebe Kraftübertragung

Getriebe
Sowohl die Schalt- als auch die Automatikgetriebe gelten als unverwüstlich und können ein Autoleben lang halten. Allerdings haben wir den Eindruck, dass Mercedes den W124 nur deshalb mit Schaltgetriebe angeboten hat, damit die Kunden freiwillig den Aufpreis für die Automatik berappen – so unerfreulich lassen sich die manuellen Schaltboxen bedienen. Bei kaum einer Getriebeausführung (4- oder seltene 5-Gang-Ausführungen) sind die Drehzahlsprünge zwischen den einzelnen Gängen vernünftig abgestimmt, außerdem neigen alle Handschalt-Fahrzeuge beim Anfahren und Schalten zum Ruckeln, ganz gleich, ob es sich um Benziner oder Diesel handelt und ob diese schon den Schwingungsdämpfer zur Milderung des “Bonanza-Effekts” (heftiges Aufschaukeln des Wagens beim Schalten) haben oder nicht. Verzögerte oder stark ruckende Schaltvorgänge der Automatik sind meist auf verschlissene oder schlecht eingestellte Bremsbänder zurückzuführen (die Reparatur kostet in speziellen Taxiwerkstätten um die 100 Euro). Mitunter hilft auch ein Wechsel des Automatikgetriebeöls (ATF) sowie des Getriebeölfilters. Bei den Schaltgetrieben können gelegentlich die Übertragungselemente des Schaltgestänges verschleißen und zu hakeligen Schaltvorgängen beitragen. Auch hier sollte alle zehn Jahre ein Getriebeölwechsel vorgenommen werden, um die Haltbarkeit der Schaltbox bis ins gewünschte Unendliche zu steigern.

Kardanwelle mit Lagern
Ein nicht ganz so seltener Mangel ist ein defektes Kardanwellen-Mittellager, das sich durch Dröhngeräusche und Schlagen im Getriebetunnel bemerkbar macht. Eine typische Verschleißreparatur, mit der man nach vielen Jahren genauso rechnen muss wie mit defekten Kreuzgelenken der Kardanwelle.

Hinterachse, Differential
Hier treten ebenfalls nur höchst selten Probleme auf.
Das Differential kann im hohen Alter anfangen zu “Singen”, es hält dann aber meist immer noch lange. Ein turnusmäßiger Ölwechsel sowie die Ölstandskontrolle zwischendurch sollten selbstverständlich sein, denn die Differentiale neigen zu leichten Öl-Undichtigkeiten.

Fahrwerk, Lenkung, Bremsen

Bremsanlage: Alle W124-Benze verfügen serienmäßig über Scheibenbremsen rundherum. Die vorderen sind bei den leistungsstärkeren Dieseln und Benzinern innenbelüftet. Sie sind standfest und bieten gute Verzögerungsleistung. Ab 1988 ist serienmäßig ABS eingebaut. Vor allem bei den schwächeren Dieseln neigen die hinteren Scheiben zu stärkerem Rostansatz, da sie kaum beansprucht werden. Häufiger ist eine festgegammelte Feststellbremse (über Fußpedal betätigt). Sie wirkt auf kleine Trommeln in den Hinterrädern.

Stoßdämpfer, Radaufhängungsteile
Die Dämpferbein-Vorderachse mit Dreiecks-Querlenkern und Schraubenfedern ist ebenso wie die aufwändige, von der “kleinen” Mercedes-Baureihe W201 übernommene Raumlenker-Hinterachskonstruktion grundsätzlich wartungsfrei, doch es gibt eine ganze Reihe von Buchsen, die verschleißen und das Fahrverhalten verschlechtern können. Auch das vordere Traggelenk neigt mit fortgeschrittenem Alter zu Verschleiß und kann im Extremfall sogar brechen. Eine Generalüberholung aller in Betracht kommenden Achsteile ist aufwändig und damit kostspielig, wobei die Einzelteile sogar noch verhältnismäßig günstig sind (sämtliche Streben der Raumlenker-Hinterachse komplett mit neuen Buchsen sind z. B. als “Wartungspaket” für unter 150,- Euro bei TE-Taxiteile in Berlin erhältlich).
Sämtliche T-Modelle waren ab Werk mit Niveaulift-Stoßdämpfern ausgestattet. Diese Einrichtung sorgt unabhängig von der Beladung für eine gleich bleibende Fahrzeughöhe. Diese Hydraulik dafür sollte unbedingt intakt sein, denn insbesondere die Stoßdämpfer, die zwar nur selten kaputt gehen, sind sehr teuer. Häufiger sind bei fortgeschrittenem Alter die Druckspeicher (“Bulleneier”) defekt. Sie lassen sich recht einfach austauschen. Für die übrigen 124er war das Niveaulift-Fahrwerk als aufpreispflichtiges Extra erhältlich.

Lenkgetriebe, Umlenkhebel, Spurstangen
Die Kugelumlauflenkungen sind ebenso wie der Umlenkhebel auf der Beifahrerseite und die Spurstangenköpfe einem durchschnittlichen Verschleiß unterlegen. Bei höheren Laufleistungen nervt das Lenkgetriebe gelegentlich mit etwas Spiel, das sich im Anfangsstadium noch wegjustieren lässt. Die richtige Einstellung braucht Erfahrung, deshalb ist das Werkstattarbeit. Wer’s nicht kann, ruiniert schnell das Lenkgetriebe.

Innenraum, Elektrik, Innenausstattung
Die Innenausstattungen beim W124 waren ab Werk in drei Ausführungen und unterschiedlichen diversen Farbkombinationen lieferbar, erstens in Stoff (Velours), zweitens in “MB-Tex”, einem lederähnlichen Vinyl-Kunststoff und drittens in Echtleder. Vor allem Sitze in “MB-Tex” zeichnen sich durch größte Verschleißfestigkeit aus, weshalb sie von jeher auch in Taxi-Ausstattungen zum Einsatz kamen. Echtleder entwickelt dagegen im Laufe der Zeit Risse und Farbschattierungen, die einige als “Patina” schätzen, andere dagegen gar nicht ausstehen können. “MB-Tex” sieht dagegen nie wirklich alt, aber immer auch ein wenig nach Kunststoff aus. Ebenfalls sehr dauerhaft sind die unterschiedlich gemusterten Stoffsitzausstattungen. Neben den Fahrersitzbezügen bei Autos mit hoher Laufleistung treten Schäden an der Stoff-Innenausstattung vor allem an der Oberseite der Rückbanklehne auf, die durch Sonneneinstrahlung brüchig wird. Ein nettes Extra für Familien mit mehreren Kindern ist eine Siebensitzer-Ausstattung fürs T-Modell, die sich auch nachrüsten lässt (Fahrzeugseitig sind alle Montagepunkte bereits vorgerüstet. Eintragungspflicht in die Fahrzeugpapiere beachten!). Allerdings sollte man beim Gebrauchtkauf unbedingt darauf achten, dass auch die Gurte sowie sämtliche Beschlagteile mitgeliefert werden.

Elektrik, Schalter
Grundsätzlich ist die gesamte elektrische Ausrüstung von typischer Mercedes-Qualität. Auch eine hohe Reparaturfreundlichkeit ist bereits ab Werk gegeben, indem alle elektrischen Anschlüsse mit soliden Steckverbindern ausgeführt sind. Trotzdem sollte die Funktion sämtlicher Extras von den elektrischen Außenspiegeln übers E-Schiebedach bis zur Klimaanlage gründlich auf Funktion überprüft werden. Reparaturen daran sind fast immer kostspielig, und auch bei Extras, auf die man zunächst keinen gesteigerten Wert gelegt haben mag, nervt Nichtfunktion nach einiger Zeit garantiert.

 

TECHNISCHE DATEN
Mercedes W124
Bauzeitraum: 1984 bis 1997 (seit 1993 als E-Klasse)
Ottomotoren: 2,0 bis 6,0 l Hubraum, 77 – 280 kW
Dieselmotoren: 2,0 bis 3,0 l Hubraum, 53 – 108 kW
Länge: 4.790/4.765 mm
Breite: 1.740 mm
Höhe: 1.425 mm
Radstand: 2.715/2.799 mm
Leergewicht: 1.260 – 1.710 kg
Stückzahl: 2.583.470
Bilder: Martin Henze

34 Gedanken zu “Kaufberatung Mercedes W124 – Ein Freund fürs Leben

  1. Pingback: Kaufberatung MB W124 in Zeitschrift Träume Wagen : Seite 2 : Dann bin ich wohl +2 :cool: Danke schonmal! :) Grüße

    • Hallo Dirk Schifferli,

      danke für das Lob, wir Autoren freuen uns immer sehr, wenn wir mit unseren Artikeln und Berichten nicht nur unterhalten, sondern auch konkret weiterhelfen können. Martin Henzes Kaufberatungen sind inzwischen legendär und immer sehr gut bebildert. Vielleicht finden Sie ja auch in Zukunft noch weitere für Sie interessante Berichte hier und bleiben auch als kommentierender Leser bei uns!

      Jens Tanz

  2. Habe heute das erstemal Eure Zeitschrift gelesen und finde sie nicht schlecht !
    Informativ finde ich die ( noch wenigen ) Testberichte.
    Mein Vorschlag : Bringt mal was über den MB 123 und den SLK
    mfG
    Januar 2012

    • Hallo Peter-Klaus Hummel,

      danke für das Lob! Wir erröten noch immer ein wenig…
      Testberichte und Kaufberatungen für Youngtimer und Oldtimer werden einen wachsenden Stellenwert im redaktionellen Teil des Heftes haben. Und ich habe auch gleich schon gute Nachrichten für Sie: In der Februar-Ausgabe der TRÄUME WAGEN komme die mehrseitige Vorstellung eines Leserautos, ein Mercedes W123 280C! Ohne E. Das begehrenswerte Coupé in der seltenen Vergaserversion. Freuen Sie sich schon einmal und bleiben Sie auch gern online dabei!

      Ihr TRÄUME WAGEN Team

      • Wollte mich fuer denn perfekten und interesanten Bericht bedanken Wohne in Paraguay und hier fahren solche wunderschoenen Autos noch gepflegt rum Moechte mir in diesen Jahr einen 300d zulegen weil man hier in Paraguay keine Autosteuern bezahlen muss wie in Deutschland.Nochmals Danke fuer denn Bericht viele Gruesse von Michael

  3. Hallo,
    toller Bericht,sprachlich witzig und treffend beschreiben., fachlich sehr fundiert. Fahre neuerdings auch ein T Modell.
    Allerdings fehlt mir der Hinweis, das bei einigen Exemplaren die gesamte Hinerachsaufnahme wegfaulen kann sowie vordere Aufnahme der Federbeine.

    Viele Grüße, Jens

    • da wird wohl mal eine tachowelle fällig, nicht wirklich schlimm , hatte ich auch bei etwa der selben laufleistung , ging aber zusammen mit einem kupplungswechsel (wegen gebrochener druckscheibe )zusammen.
      einzelpreis kann ich aufgrund der gesamtrechnung nicht benennen :

  4. Hallo
    Ich habe (hatte) einen w124 300d
    und kann eigentlich nur positives berichten . ein sehr angenehm zu fahrendes fahrzeug ( findet man selten ) innengeräusch , leise , selbst bei maximal geschwindigkeit, noch nicht beunruhigend ( annähernd 200). verbrauch , ich war überrascht , auf einer urlaubs fahrt nach italien ( normalerweise mache ich das nicht ) kam der dicke auf einen verbrauch von unter 6 litern.
    nach 8 jahren in meinen diensten , insgesammt ist er nun bald 21 , alle 2 vorbesitzer sind mir bekannt ich bin nr 3 , bekomme ich ein wirklich hervorragendes fahrzeug nicht verkauft !
    die meisten ihrer beschriebenen mängel habe ich bereits behoben , differential , rost an den wagenheberaufnamen , rost an der hinterachsaufname .
    ich kann nur allen w124 fahrern raten , nicht verkaufen , wenns nicht unbedingt sein muss !

    • oh ich habs grad noch durchgelesen , das ist keine verkaufsanzeige!
      ich wollte nur die vorteile eines guten alten benz hervorheben , ich verkaufe hier kein fahrzeug !!!

      • Hallo Rainer Metzger,

        keine Sorge, das kam schon richtig rüber!

        Ich selbst hatte vor einem Jahr auch einen W124, einen guten alten 260E mit Reihensechszylinder. Ich könnte hier eine Ode an die Zuverlässigkeit und die gefühlte Unzerstörbarkeit schreiben, und auch könnte ich hier eine Verkaufs-Glosse verbreiten. Tatsächlich will diese wunderbaren Fahrzeuge fast niemand mehr haben. Ich habe rund 500 Euro für den gepflegten Wagen bekommen. Na ja, Schwamm drüber…

        Jens Tanz, TRÄUME WAGEN Team

  5. Hallo Herr Tanz,
    toller und sehr informativer Artikel!
    Selbst als “Profi” lernt man nie aus und findet immer noch die ein oder andere Information in Ihren Kaufberatungen – klasse weiter so!
    Beste Grüße aus der “Kultgarage”
    Ron Kaupp

    • Hallo Herr Kaupp aus der Kultgarage,

      auch hier nehme ich mal das Lob entgegen, gleichwohl der Artikel aus der Feder von Herrn Henze ist, aber ich leite das gern an ihn weiter (bzw. er sieht es ja hier auch).
      Wenn man sich mit einem Modelltyp intensiv beschäftigt, gibt es immer wieder Nischen und Erkenntnisse, die einen überraschen. Anscheinend selbst einen Profi, aber bei der Komplexität eines Autos wundert das ja auch nicht. Die typischen Stellen werden Sie im Schlaf aufzählen können, und das charakterisiert ja schon einen guten Oldtimerfan 😉
      Auf bald

      Jens Tanz

  6. 260E Mopf 1 241000Km Bj 03/1991

    TUV / ASU ohne Beanstandung !! Kein Rost, keine Funktionsprobleme.

    also es ging doch. Allerdings nur Früher.

    Heute; Auto 5 Jahre alt. Durchrostung der Türschweller Scheinwerfer !!

    Gekauft 1998 für 2500DM
    Was will man mehr

  7. Erstklassige Zusammenfassung, beinhaltet alle relevanten Punkte ohne einschläfernd zu sein!
    Ich dachte, dass ich bereits sehr viel über den 124er wissen würde, aber es war doch einiges dabei, dass ich nun beherzigen werde.
    Hat mir sehr geholfen, Vielen Dank!

  8. versteh nicht,warum es für mercedes 124er fahrer schwierig gemacht wird ein umschlüsselungsformular zu bekommen von euro 1 auf euro 2 norm.
    mein wagen steht seit tagen und ich kann nicht anmelden weil sich die herren nicht einig sind,dabei ist es ein wagen bj. 6/96 und dürfte selbst als T model kein problem sein.

  9. Fr.5.07.2013
    Sehr geehrte Redaktion
    Euer sehr guter Testbericht bestätigt voll und ganz meine persönlichen Erfahrungen mit meinem Merzedes W124TD , Erstzulassung im Jan.1996 , heutiger original Km-Stand 234.218 , unfallfrei , Garagen-Fahrzeug und seit 2002 in meinem Besitz . Ich bin der 3.Besitzer und habe den Wagen mit ca.160.000 km in einem guten Pflegezustand erworben. Außer den erforderlichen Kundendiensten und einigen unvermeidlichen Verschleißreparaturen , sind in dieser Zeit keine nervigen Reparaturen angefallen , zudem ist immer noch der original Auspuff eingebaut ! Der Verbrauch liegt bei meiner Fahrweise , ich fahre selten über 130km/h und überwiegend Stadtverkehr oder Kurzstrecken mit 50-100km , bei durchschnittlich 8-9Ltr. je nach Jahreszeit und Bereifung . Beim heurigen TÜV im Januar , bekam ich wieder wie gewohnt die Plakete ohne Mängel , ich denke dieser Wagen hält mich aus und ist mein Letzter , mein Baujahr war auch schon 1942 , jedenfals werde ich ihn nicht verkaufen !
    Dies zu Euerer Kenntnis.
    MfG
    Rudolf Rupp

  10. Hallo,

    eine sehr aufschlußreiche Kaufberatung, die ich voll bestätigen kann. Allerdings fehlt meiner Meinung nach eine wichtige Ergänzung. Zumindest die 220 Modelle leiden im Alter an porösen Motorkabelbäumen und verursachen dadurch starke Probleme. Neue Kabelbäume sind mit ca. 500 Euro auch nicht billig. Versuche, die Kabelbäume selbst zu isolieren bringen keinen wirklichen Erfolg, weil sich die Isolierung bis in die z.T. vergossenen Stecker auflöst und dort Kurzschlüsse verursacht.
    Unrunder Motorlauf oder ständiges absterben des Motors beim Anhalten können die Folge sein, weil die Fühler der Kaltstartautomatik und andere Komponenten dem Steuergerät keine Zuverlässigen Infos liefert.
    Dennoch ein guter Bericht.
    MfG
    V. Gautsch

  11. Pingback: Beratung beim Autokauf : Mercedes E-Klasse W124

  12. Habe so einen!!!
    schon ewig. Hat jetzt 272.000 km auf dem Tacho und noch nie!!! Mängel beim TÜV gehabt.
    Habe auch noch einen R129 für schöne Wetter, …. auch noch nie Mängel beim TÜV.
    Waren eben noch MERCEDES und nicht Daimler Chrysler. (Gähn)

  13. Habe mir heute den verschneiten Tag mit Ihrem Artikel verschönt.
    Fahre selber einen 300 E aus 1991 . ehemaliges Geschäftsfahrzeug in fast Vollausstattung – Klima fehlt – dafür Doppelairbags.
    Habe in 2014 die komplette Hinterachse . nebst Achsträger – erneuern lassen. Fährt jetzt wie ein Neuagen. Würde mich nur durch Alter von meinem Wagen trennen. Fahre den Wagen im Alltagsbetrieb, so fängt mein Tag immer mit einer kleinen Zeitreise an. Hoffe, dass die Fangemeinde immer größer wird.
    LG

  14. Fahre einen 90er 300er Diesel Kombi mit mittlerweile 780 Tsd km. Unterhaltskosten komplett 10 CT pro km bei 45 Tsd km im Jahr. Gehts billiger?

  15. Kauf-Beratung MB W124

    Hallo, ich benötige Hilfe,

    ich suche schon seit Monaten einen W124 ce oder t ohne Rost mit Klima, autom. und elekt. Fensterhebern ggf. sogar Leder. Fahrzeug muss sicher und in einem gutem allg. Zustand sein, da ich auch kleine Kinder habe.
    Leider gibt es sowas wohl nicht mehr. Kann mir jemand einen Tipp geben wie man fündig wird.
    Kenne nur mobile.de. Gibt es bestimmte Clubs wo Fahrzeuge untereinander verkauft werden oder wer hat ein Idee/Kontakte?

    Gerne Mail an mich an: traeume-wagen-124@arcor.de

    Besten Dank
    Oli

  16. Super Erklärung, ein großes Lob.
    Hätte auch eine Frage.
    Ich habe von meinem Vater seine Mercedes vererbt bekommen und wollte mich schlau machen ob es vielleicht Liebhaber gibt.
    Leider finde ich keine Inserate oder Berichte über dieses Fahrzeug.
    MB 250 TD, W124 128 (Fahrgestellnr.), Bj. 7/89, 89 kw. Automatik. Kotflügel hat Lüftungsschlitze.
    Können Sie mir zu meinem Wagen etwas sagen?
    Danke, schöne grüße aus Österreich

  17. sehr schön und informativ geschrieben.
    ich habe seit 10 Jahren ein A124 Cabrio E200 final edition als Zweitwagen mit einem momentanen Kilometerstand von nur 78.000km. Dementsprechend habe ich von all den beschriebenen, möglichen Mängeln noch garnichts mitbekommen. Ich geniesse den Luxus, das Cabrio nur bei schönem Wetter aus der Garage zu holen, für die widrigen Tage und auch für den täglichen Weg zur Arbeit muss dann ein Fiat Uno oder auch das Motorrad herhalten.
    Erstaunlich für mich ist, dass nach bald 19 Jahren immernoch die komplette erste Schalldämferanlage verbaut ist…und so wie es aussieht, hält die nochmal so lange.
    Vielleicht wird sich ja in ein paar Jahren mein Sohn an einem jugendlichen Oldtimer erfreuen können.

  18. Ein sehr informativer Artikel, der den 124ern wirklich gerecht wird.

    Mein treuer 300TurboDiesel hat in diesem Jahr die 500.000km Marke geknackt. Bj 1991. Er bietet einen Fahrkomfort, den ich nicht missen möchte. Regelmäßig werden alle Öle gewechselt, er dankt es mit ausschließlich ganz normalen Verschleißreparaturen. Den Rost, den ich vor 11 Jahren mitgekauft habe, den haben wir im Griff 🙂
    Welches Auto aus dem 21. Jahrhundert, wird mit 25Jahren, oder älter, noch genauso solide über die Straßen rollen können?!?

  19. Hi suche langfristig einen S 124 Kombi als Zweitwagen. Kann mir jemand helfen, wo ich am besten suche bzw. mich erkundige? Vielen Dank für Tips

    R 129 Liebhaber und im MB Club 😉

  20. Könnte da evtl. weiterhelfen, w124 Kombi, bj 94, E 220 autom., 180.000km, schwarz, Klima, Schiebedach, Webasto Standheizung, Innenraum Stoff schwarz “Karo”,gepflegt.
    6700Euro FP. Bei Übergabe TÜV neu möglich

  21. Sind die Felgen auf den Fotos original? Hab grade ein T Modell gekauft mit den selben Felgen. Die brauchen Sprurverbreiterungen damit sie passen..

  22. Habe selber einen 250D von 1989. Tolles, zuverlässiges und sparsames Auto.
    Zusätzlich zu dem Artikel bitte beim Kauf beachten:
    a) Unbedingt die vordere Hinterachsaufnahme anschauen. Nicht den Halter selber, sondern den Blechzustand am Unterboden rundherum. Da ist dick PVC-Unterbodenschutz drüber. Idealerweise müßte man den abkratzen. Das wird in den meisten Fällen wohl am Verkäufer scheitern, dann aber zumindest kräftig reindrücken. Wenn es leicht nachgibt oder “knistert”, dann ist er an dieser Stelle garantiert durch. Eine fachgerechte Reparatur kostet um die 2000 EUR.
    b) Vordere obere Federaufnahme. Auch da ist er häufig durch, was nicht auf Anhieb zu sehen ist.
    Wenn diese beiden Stellen ok sind, ist es die halbe Miete.

  23. Habe als Erstbesitzer einen W124, Baujahr 1986, jetzt ca. 360000 km Laufleistung. In den ersten zwoelf Jahren hat er zeitweise ueber Jahre in der Garage gestanden, aber die letzten 20 Jahre wurde er taeglich gefordert. Der 200D mit 72 PS ist nicht spritzig, aber sparsam (7 Liter). Hat mich noch nie im Stich gelassen. Immer noch der erste Auspuff. Springt zu jeder Jahreszeit nach Vorgluehen einwandfrei an. Reparaturen waren nur der uebliche Verschleiss und der lokale Rost haelt sich in Grenzen. Das wirklich ein “Masterpiece” von Mercedes. Fuer eines der besten Autos der Welt und auch das kostenguenstigste.

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