Konrad Post: 1968er Buick GS400 Convertible


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1968er Buick GS400 Convertible

Wenn du einen Autoteile-Handel hast, dich dumm und dämlich ackerst und dein Team bei der Stange halten willst – was machst du? Klar, du stellst den Jungs und Mädels eine motivierende Karre vor die Halle, ein altes Cabrio für alle Mitarbeiter. Am besten eins aus den USA und am besten eins aus den 60ern, da waren die Hüften noch nicht voller Speck und die Linien cooler als in den 70ern. Der coolste und mit Abstand geilste Wagen tauchte 2002 unvermittelt im Netz auf: Ein Buick GS400 Convertible. In Deutschland so ziemlich einzigartig. Wir waren uns extrem schnell einig, dass der Wagen das neue Team-Mobil werden sollte. Nur der Preis war zu hoch. Aber im Groß- und Einzelhandel kennt man die Worte, mit denen der sich nach unten korrigieren lässt. Das Problem war, wir hatten so viel Arbeit, dass niemand die Zeit aufbringen konnte, den Wagen anzugucken. Wir baten den Verkäufer, doch selbst mit dem Buick zu kommen, und er kam. Die Preisverhandlungen zogen sich, schließlich hatte ich genug und legte dem Verkäufer als letztes Angebot die gesamten Bareinnahmen der Woche direkt auf den Tisch. Take it or leave it … Der Mann ging mit dem Geld nach Hause, ich hatte mein Team-Mobil. Das Thema “Mitarbeitermotivation” ist mit diesem nach oben offenen Geschoss perfekt in Szene gesetzt. In den vergangenen 16 Jahren sind die Jungs nicht nur gefahren, sie haben alle an dem Wagen mitgearbeitet. Wer Zeit hatte, suchte nach Ersatzteilen oder baute sie nach Feierabend direkt ein. Nach einer Unterbodenkonservierung wurden die Sitze neu bezogen und das Verdeck erneuert, später bekam der 6,6-l-V8 eine komplette Revision und der Lack einen neuen Anstrich. Alles nicht zwingend nötig, aber der Wagen sollte nicht nur cool, sondern auch schön sein und bleiben. Und das ist gut gelungen – wer mit Ersatzteilen handelt, sitzt an der Quelle.

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