Lieber geil 
als original

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Reiten? Ja. Reiten. Ford Deutschland und Ford of Britain warfen 1968 ein zweitüriges europäisches „Pony Car“ auf den Markt, was dem in den USA sehr erfolgreichen Ford Mustang nacheifern sein sollte. Man setzte auf ein ähnlich preiswertes Baukastensystem wie die Jungs in Detroit, nahm das Fahrwerk vom britischen Cortina und die Motoren vom deutschen Taunus. Die Ford-Werke in Saarlouis und Köln bedienten die Käufer aus allen Bevölkerungsschichten mit vordergründig variantenreichen Motoren und bestückten den Ur-Capri mit dem 1,3-Liter-, 1,5 Liter- und 1,7-Liter-V4.

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Die lustigen kleinen Krawaller waren aber antik und schon in den Vorgängern völlig überfordert. Den Titel der Spitzenmotorisierung trug damals der 2,0-Liter-V6, und auch diesen Fehler machten die Deutschen ihren amerikanischen Mustang Vor-Reitern nach. Die Masse wollte mehr Bumms. Schon 1969 legte man den 2300 GT mit 2,3-Liter-Doppelvergaser-V6 und den 2600 GT mit 2,6 Liter-Doppelvergaser-V6 nach, auf der Linkslenkerinsel gab‘s sogar den legendären 3,0-Liter-Essex-V6 mit immerhin 138 PS. Geht doch.
1973 knackte der Capri die Millionengrenze, 1974 kam die längst nötige Überarbeitung und machte aus dem Sportcoupé grundsätzlich das, was es bis zum Produktionsende sein sollte.

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