Michael Rafflenbeul: 1969er Pontiac Firebird


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1969er Pontiac Firebird

Für mich ist Pontiac eine der besten Automarken auf dem amerikanischen Markt. Ein bisschen später als der Mustang, aber mit den gleichen Zutaten stürmte der Firebird 1967 die Muscle Car Szene und sollte 35 Jahre lang mehrere Generationen von jungen Wilden begeistern. Er war zeitlebens ein Kämpfer gegen die Übermacht der Mustangs und er verteidigte sich damals gut. Wer ein wenig jenseits des absoluten Mainstreams unterwegs war, fand hier bei GM seine Nische, eine brutal gelungene Mischung aus Design und Performance. Gerade das Modell 400 mit seinem 6,5 l-V8, 266 PS und 481 Nm weckt Gelüste, die Überlegenheit zu zeigen. Trotz der Starrachse und des Heckantriebs lässt sich der Wagen nach ein wenig Eingewöhnung gut beherrschen und passt gut in den europäischen Straßenverkehr. Meiner kommt aus Kalifornien, ist rostfrei und war schon in Deutschland zugelassen. So eine Art rote Mauritius, denn gute Exemplare werden selten. Wenn die Straßen trocken sind, zerren einem die 266 PS die Seele aus dem Körper, wenn es nass draußen ist kommt lustiges Kirmes-Feeling auf. Ein bisschen Guerilla ist noch immer zu spüren, wenn du in einem Firebird neben einem X5 oder Q5 an der Ampel steht. Du kannst den Kampf vielleicht sogar gewinnen. Wenn der digitale Hipster mit Brausebart oder der graue Geschäftsmann mit Bluetooth-Dödel im Ohr aus seinem geleasten Auto zu dir rüberguckt, den Blick nicht mehr abwendet und nach ein paar Sekunden den Kopf langsam und anerkennend nicken lässt – dann weißt du, dass es demnächst vielleicht wieder ein Muscle Car mehr auf der Straße geben wird. Geiler is’ schon.

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