Mrs. Frankie Melder: 1961er Corvette C1

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Mrs. Frankie Melder:

1961er Corvette C1

Frankie, Sie haben Ihre C1 „Bess“ 56 Jahre lang gefahren. Nun sind Sie 81 und haben sie nach Deutschland verkauft. Wehmütig? „Ja, ein bisschen schon. Bess war mein Good Girl, die mich auf dem Weg zu meinen Patienten immer treu begleitet hat.“

Eine Vette als Dienstwagen ist nicht gerade üblich. Warum gerade die? „Ich wollte immer einen Porsche 356, den konnte ich mir aber nicht leisten. Mein alter Käfer gefiel mir einfach nicht mehr, ich wollte schon was Schickes.  Also wurde es ein brandneues C1 Cabrio.“

Inzwischen kamen ja ein paar Nachfolgemodelle. Waren die keine Option? „Keine Sekunde. Mit diesem italienischen Design kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Die haben das Auto ruiniert, Mann. Später, als mich die fehlende Servolenkung zu sehr angestrengt hat, fuhr ich einen BMW X5, dann einem 450 SL. Aber Bess blieb für Spritztouren immer bei mir, egal, ob die Gelenke danach jammerten.“

Warum haben Sie sich dann doch zum Verkauf entschlossen? „Ich musste akzeptieren, dass ich mit meinen Hüftproblemen und Bess mit ihren harten Fahrwerk nicht mehr zusammen passten. Ich hab sie dann nach Houston verkauft und der Händler wollte ein gutes neues Zuhause für sie finden.“

Das ist anscheinend gelungen. Bess steht jetzt bei einem norddeutschen Sammler, der sehr glücklich mit ihr ist. „Ja, Christian ist ein Darling und passt gut auf sie auf. Zunächst war es ein Schock, dass Bess nach Europa geht, unterm Strich aber ein Segen. Ich hätte sonst immer das Gefühl gehabt, sie besuchen zu müssen.“

Vermissen Sie Ihre alte Freundin? „Schon. Aber ich weiß, dass es ihr gut geht. Und mein neuer Wagen ist auch sehr süß: Ich hab jetzt einen neuen Porsche Carrera.“

Respekt, und das mit 81 Jahren! Hat der Carrera auch einen Namen? „Natürlich. Er heißt Sweetness ….“