MUSTANG UNCHAINED: 1965er Mustang Convertible by Ringbrothers

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Wisconsin? Nicht gerade ein Hotspot der Vereinigten Staaten. Wenig Einwohner, viele Kühe, nichts los. Für Automaniacs aber ist Wisconsin eine Pilgerstätte. Schuld sind die Gebrüder Ring, die wohl abgedrehtesten Customizer im Tuning-Olymp

Egal, was Jim und Mike Ring anfassen: Heraus kommen unglaubliche One-offs wie der 70er Mustang, ein 600-PS-DeTomaso, der Camaro Diversion oder der 1000-PS-G-Code Camaro, um nur mal die Speerspitze zu nennen. Die Customizer von Ringbrothers aus dem beschaulichen Spring Green gelten in den USA als ziemlich beste Tuner und werden seit Jahren frenetisch auf der SEMA gefeiert. Der Lieblingsjob der Brüder, die sich auch von werksseitig satter Motorleistung nicht abschrecken lassen: Es krachen lassen, optisch, technisch und akustisch. Neuester Coup: ein Mustang Widebody Convertible mit Namen „Ballistic“, basierend auf einem 1965er Pony. Nicht ganz so fett wie andere Produkte aus dem Hause Ring, aber mit reichlich feinen Features gesegnet. Der Name deutet übrigens nicht nur auf die geschossartige Kraftentfaltung des Drop-Top hin, sondern ebenso auf die Gemütslage des stolzen Besitzers Greg Avra: Der nämlich geht vor Freude über sein gepimptes Baby die glatte Wand hoch.

Unter der Haube ballert ein aufgeladener 5,8-l-Motors aus dem GT500, ein Tremec T-56 Magnum-Sechsganggetriebe mit Centerforce-Kupplung verwaltet die unbändige Kraft, die über die verstärkte 9“-Hinterachse, eigens gefertigte HRE-Performance-Felgen und 325/30/19-Nitto-Pneus auf die Piste gelangt. Verzögert wird per Sechskolben-Baer-Bremsen, Ringbrother-veredelte Flowmaster-Edelstahl-Endtöpfe sorgen für adäquaten, soll heißen infernalischen Sound. Die Kühlung übernimmt ein Prestone Kühler, Hochleistungsschmierstoffe von Royal Purple halten das Ganze geschmeidig. Das Widebody-Kit mit Front- und Heckhaube sowie Stoßfängern aus Carbon stammt aus Ringbrothers-Beständen und wird handgefertigt.

Im Interieur herrscht original Ring-Style, was wiederum nur auf den zweiten Blick zu erkennen ist: Die Sitze sehen aus wie beim Original, sind aber dank Upholstery Unlimited deutlich gestrafft, das Dashboard wirkt vertraut, wurde aber mit feinsten Zutaten von Classic Instruments, einer Vintage Air Klimatisierung und Pioneer Soundsystem auf Stand gebracht. Schließlich möchte man auch topless stilvoll unterwegs sein. Allerhand Verzierungen, Gravuren, Gimmicks und Sidekicks individualisieren den mächtigen Ballistic und sind in jeder Beziehung auf den Eigner abgestimmt. Krönung des Ganzen ist eine Lackierung im Farbton „Blu By U“. Diesen Joke verstehen selbst Nicht-Amerikaner …

Autor: Marion Kattler-Vetter – Fotos: Ringbrothers
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