Patrick Blömer: 1980er MB S 123 230 TE

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1980er MB S 123 230 TE

Bei meinem Benz hab ich  Bilder im Kopf, wie ich auf dem Rücksitz des hellblauen 123er T-Modells meiner Eltern mit meinem Bruder auf dem Weg in den Kindergarten rumtobe. Die klassische Form des letzten „Chromliners“, die rechteckigen Scheinwerfer, die barocken Kanten und die konservativen Armaturen haben mich nachhaltig infiziert. Für alle Zeiten. Viel mehr als das elterliche Nachfolgemodell, ein 124er. Mit dem Führerschein ist klar: Ich will so einen Kombi. Fast alle besichtigten T-Modelle ab 3.000 Euro schmücken sich zwar schon mit dem H-Kennzeichen, sind aber weitestgehend in desolatem Zustand. Ein Mercedes wird gerne, lange und oft benutzt, das sieht man ihnen, auch wenn sie gepflegt wurden, nach mehr als 30 Jahren einfach an. Letztendlich hat dann ein Tankstellenbesitzer aus Bochum den passenden Kombi auf dem Hof stehen: nahezu in Vollausstattung, technisch gesund, mit 185 PS starkem Sechszylinder. Perfekt – bis auf ein paar kleine technische Mängel, minimalen Rost und – die ätzende Farbe. Metallic Braun? Geht einfach gar nicht. Ich kauf ihn natürlich trotzdem und lass ein paar Feinheiten machen. Der TE wird dunkelblau mit Weißwandreifen und kutschiert meine ganze Familie seit vier Jahren nobel durch den Alltag. Fazit: Jeder Cent hat sich gelohnt. Und alle Kindheitsträume sind wahr geworden. 

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