FROM HOT TO COLD – Roadtrip Death Valley & San Francisco

Sabrina Tönhardt ist Bloggerin in Sachen Mode, Reisen und Lifestyle. Abgesehen davon, hat sie einen anspruchsvollen Job als SAP Rollout Manager und ist extrem abenteuerlustig. Der letzte Roadtrip führte
Sabrina und ihren Freund Manuel in die USA. Für Manu war es das erste Mal in den Staaten, für Brina die Rückkehr nach ihrem Auslandssemester 2014, wo sie fünf Monate in San Diego studiert hatte – „die beste Zeit ihres Lebens“. Den Trip genossen die beiden Düsseldorfer ganz stilecht in einem offenen Mustang, gebucht über den privaten Carsharing-Vermittler Turo – man gönnt sich ja sonst nichts …
O.k. Sprache ist kein Problem, schicke Fotos auch nicht, denn Manu
ist Profi-Fotograf mit einem Hang zu atmosphärisch schönen Bildern.

Übergeben wir also der Bloggerin das Wort.

Ich konnte vor einem Jahr supergünstige Flüge in die USA ergattern. Wir haben uns eine ziemlich sportliche Route für drei Wochen vorgenommen, insbesondere weil wir eine Woche komplett in L. A. verbringen wollen. Wir haben uns ganz klassisch einen Mustang über Turo gebucht. In L. A. hat uns der private Vermieter dank des speziellen Turo-Service sein Auto am Terminal übergeben, und wir durften direkt die Cabrio-Luft unseres Mustangs genießen.

Unserer erster Stop – noch am Ankunftstag – hieß: Las Vegas!

Also ging es kurz zu Ralph’s, ein bisschen Proviant kaufen und das Starbucks-WLAN nutzen, um die Route zu laden. Kleiner Tipp: Auch ohne Internet kann dank GPS das iPhone-Navi genutzt werden. Ladet eure Route mit WLAN und düst einfach los. Nach 4,5 Stunden Fahrt (mit Pausen) sind wir abends sicher im Treasure Island angekommen. Das liegt am Ende des Strips und ist ca. 1,3 km von den Bellagio Fountains entfernt. Nachdem wir in Las Vegas all unser Geld verzockt hatten, wollten wir es langsam angehen lassen …
…und sind weiter Richtung Death Valley gefahren.

Das war die absolut kürzeste Strecke auf der ganzen Reise für uns – bevor es dann nach San Francisco ging –, trotzdem aber war sie suuuperspannend!

Wir haben in Pahrump, nur zwei Stunden von Vegas, den Mustang gegen einen Camper getauscht. Das war wirklich eine ganz neue Erfahrung für uns. Nach endlos langen gerade Straßen, an einer großen Marihuana-Plantage und einem Gefängnis vorbei (mit dem netten Hinweis, dass Tramper mitnehmen verboten sei), sind wir irgendwann im heißen Death Valley angekommen.

Die Temperaturen sind bis auf über 40 Grad gestiegen, aber die Aussichten waren atemberaubend. Death Valley ist ein National Park, der einfach mit dem Auto durchfahren werden kann. Es gibt verschiedenste Aussichtspunkte und Routen, die sich über eine Fläche von mehr als 13.000 km² erstrecken. Wenn man lustig ist, kann man an den unterschiedlichen Punkten sein Zelt aufschlagen. Das ist allerdings während der Sommermonate absolut nicht zu empfehlen. Wir waren demnach mit unserem Camper ganz glücklich, der irgendwo im Nirgendwo auf dem Privatgrundstück eines Pärchens steht. Er war simpel, aber hatte alles, was man so brauchte. Und es war mal etwas ganz anderes, wir würden es immer wieder machen. Da wir nur einen Tag in Death Valley eingeplant hattben, haben wir drei Punkte mitgenommen: Wir sind gestartet am Zabriskie Point, sind den Artist’s Drive gefahren (Highlight) und waren am berühmten Badwater. Es gibt SO viel mehr zu sehen, und eigentlich könnte man allein schon eine Woche in dem Park verbringen, um auch nur annähernd alles mitzukriegen. Auf der Weiterfahrt Richtung San Fran wollten wir uns eigentlich noch Scotty’s Castle angucken. Das ist aber leider, so unglaublich das auch klingt, derart heftig überschwemmt worden, dass es vermutlich erst 2019/2020 wieder für Besichtigungen geöffnet sein wird. Dafür sind wir an Dünen vorbeigekommen.

Die konnten wir uns nicht entgehen lassen, weil sie wie aus dem Nichts da waren. Man fühlte sich kurz nach Abu Dhabi versetzt. Es war echt richtig cool (mit extrem heißen Temperaturen natürlich)!

O.k. Jetzt folgt eines der absoluten Highlights unserer Reise. Die Fahrt nach San Francisco.

Kurzer Spoiler-Alarm: Wir waren 13 Stunden unterwegs. Noch mal kurzer Spoiler: Es hat sich so was von gelohnt! Bei 40 Grad Celsius beim Start sind die Temperaturen mit den hinter uns gelassenen Kilometern gesunken, und zwar auf bis -1 Grad. Wir haben an einem Tag Dünen, Regen, Sonne und Schnee gesehen. Wir waren auf über 9.000 Feet (über 2.700 Meter) und hatten Eiseskälte. So was habe ich noch nie erlebt.

Unfassbar schön. Dörfer, die original aus einem amerikanischen Western stammen könnten, Serpentinen, reißende Flüsse – wir waren einfach nur baff! Ganz bewusst haben wir uns für die längere Strecke entschieden, die am Yosemite-Nationalpark vorbei über den Sonora-Pass führt. Der kürzere Weg führt über den Tioga-Pass, der aber meist bis Ende Mai aufgrund von Schnee gesperrt ist. Unbedingt vorher prüfen, da kann man sich eine Menge Umweg sparen.

In San Fran haben wir zwei Nächte verbracht und uns wieder einen Mustang gegönnt. Wir haben uns natürlich die Golden Gate Bridge nicht entgehen lassen und auch alle anderen Klassiker, wie die Market Street, das unfassbar tolle Cable-Car und die Lombard Street (die pure Definition einer Serpentine). Außerdem sind wir alle Piers abgelaufen, was echt wahnsinnig weitläufig war. Aber die 17 Kilometer Laufen an dem Tag haben sich ausgezahlt. Außerdem haben wir einen Abstecher nach China gemacht! Na ja, nicht so wirklich, aber es fühlte sich zumindest so an, als wir das Tor zu China Town passierten. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, eine Wan-Tan-Suppe in einem kleinen, original chinesischen Lokal zu schlürfen. Was uns stark erschreckt hat, waren die vielen Obdachlosen. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA kein System, das einen auffängt. Und genau dieses Problem zeigt die so schöne Stadt leider auf. Sehr schade. Wir hätten gerne noch ein paar Tage mehr in SF verbracht, aber dafür blieb auf unserem durchgetakteten Trip leider keine Zeit. Auch hat das Wetter uns einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Es ist immer ziemlich windig, und dann war es zeitweise recht kühl.

Dann ging es aber endlich Richtung Sonne, wir fuhren weiter Richtung Santa Barbara und dann zu meiner alten Wahlheimat San Diego. Und dann hat mich Los Angeles einfach wieder total geflasht. Warum? Nicht wegen der lässigen Cafés oder wegen der verrückten Styles, die auf der Straße rumlaufen, auch nicht wegen der riesengroßen Villen in Hollywood. Nein: Das Inspirierende sind die Menschen, die schaffenden Hände hinter all diesen bewundernswerten Spots.

In L. A. ist alles möglich. Wenn man aufmerksam durch die Straßen zieht, wird man an jeder Ecke Menschen finden, die ihr Ding machen. Ihr beobachtet Job-Interviews während des Frühstücks, bekommt Schauspiel-Coachings in Klamotten-Läden mit, seht viele Ideen, die einfach aus unfassbar kreativen und mutigen Köpfen stammen.“ L. A., die Stadt der Engel. Sie hat ihren Namen zu Recht. Too much to list. Wer mehr erfa-
hren will, geht auf Sabrinas Blog http://soulsiders.com/death-valley-san-francisco-from-hot-to-cold/

Mit Turo Autos mieten von privat:

Kein Schlange stehen am Mietwagenschalter, endlich den persönlichen Traumwagen fahren – und das noch viel günstiger als bei herkömmlichen Autovermietungen: Bei Turo mietet man Autos von Privatleuten auf der ganzen Welt – vergleichbar mit Zimmern über Airbnb. Autobesitzer können über Turo ihren Wagen zeitweise vermieten und somit die laufenden Kosten reduzieren, Reisende wiederum kommen in den Genuss aller erdenklichen Fahrzeuge vom günstigen Alltagswagen bis zu Sport- und Luxusautos und echten Raritäten.

Der Mietwagen wird an den Wunschort gebracht oder selbst abgeholt, egal ob Smart, Golf, Tesla oder Ferrari. Der Vorgang ist einfach: Mieter müssen sich registrieren, die Daten werden überprüft, Start-, Enddatum und den gewünschten Ort eingeben… und unter einer Vielzahl von Fahrzeugen lokaler Vermieter das perfekte Auto auswählen. Vermieter stellen ihr Auto mit ein paar Fotos ein, halten ihren Kalender auf dem Laufenden und werden benachrichtigt, sobald eine Anfrage kommt.

Beim Treffen mit dem Mieter werden Papiere und Auto gemeinsam gecheckt, zudem ist der Wagen mit einer Deckungssumme von 100 Mio Euro abgesichert. Turo ist der größte Marktplatz für privates Carsharing mit mehr als 270.000 Autos in über 5.500 Städten weltweit, vertreten an mehr als 500 Flughäfen in den USA, Kanada, Deutschland und Großbritannien.

turo.com/de

Text: Sabrina Tönhardt
Fotos: Manuel Hunold

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code