Shelby GT – Back to the Future

Ford setzt dem Shelby GT ein Denkmal. Mit Kompressor-V8 und rund 680 PS geht mit dem 2019er Modell der bislang stärkste Serien-Ford in den Ring. Und in Erinnerung an selige Performancezeiten gibt’s den Überflieger noch mit dem legendären Heritage-Package in Schwarz und Weiß mit Gold-Trim

Der Mustang: Über 50 Jahre alt und immer noch knackig. Zum Jubiläum gab es die Neuauflage des Urvaters aller Pony-Cars mit feinen Veränderungen. Einzelradaufhängung statt starrer Hinterachse, deutlich verbessertes Handling und kompakte, knackige Abmessungen, die nach dem zwischenzeitlich schwellendem Wachstum wieder an das erste Mustang Modell rankommen. Bewährtes Kraftwerk ist der 5,0l V8, der im Boss 302 seine Arbeit verrichtet und auch den GT lustvoll nach vorne katapultiert.
Für 2019 legt Shelby noch eine Schippe drauf und präsentiert ein Musclecar reinsten Wassers mit noch mehr Power, noch mehr Performance und noch mehr Style. Shelby-Style. Der neue GT-H verspricht exzellentes Handling, V8-Power ohne Ende, einen muskulösen Auftritt und den unnachahmlichen Look mit den Doppelstreifen, von denen Carroll Shelby einst sagte: „Diese Streifen musst du dir verdienen!“

Die Finessen beim neuen Shelby GT und GT-H liegen im Detail. Für die Zusatzpower wurde statt des üblichen Whipple Kompressors ein Edelbrock Supercharger verbaut, der die Fuhre zusammen mit einer neuen Auspuffanlage auf satte 680 statt 480 PS bringt. Gemeinsam mit den Spezialisten von Ford Performance entwickelte die Shelby-Crew außerdem ein maßgeschneidertes Federungssystem, das die Grenzen des Fahrzeugs ausreizt, ohne dass die anspruchsvollen Passagiere auf Komfort verzichten müssen. Neue heiße Rad-/Reifen-Kombinationen und allerhand Shelby-typische Gimmicks im Innenraum heben den Power-GT eindrucksvoll von den zivilen Brüdern ab, allen voran natürlich das ikonische Shelby-Plate mit Seriennummer und Unterschrift des Meisters, ein unverzichtbares Gütesiegel für eingefleischte Shelby-Jünger. Geschaltet wird mit 6-Gang-Schalter oder 10-Gang-Automatik. Für den europäischen Markt bekommt der Shelby GT ein KW-Gewindefahrwerk, das kompromisslose Performance bei ultrasportlicher Abstimmung bringt. Damit verfolgt Shelby konsequent den „European Way“, der im vergangenen Jahr mit dem Release des Netzwerks unabhängiger Shelby-Händler in Europa auf der Motor Show in Essen gestartet wurde. Es war übrigens das erste Mal in Shelby Americans 56-jähriger Geschichte, dass die Streifenträger unabhängig auf einer Automobilausstellung außerhalb Nordamerikas ausgestellt wurden. „Ein Meilenstein für Shelby American“ konstatierte Carroll´s Enkel Aaron Shelby, Board Member von Carroll Shelby International stolz, und die unglaubliche Resonanz der begeisterten Besucher, die ihren Power-Ikonen zum ersten Mal gegenüber standen, gab ihm Recht.

Unglaublich – das trifft auch auf den GT-H zu. Die Heritage-Version des potenten GT knüpft an selige Zeiten an, als es unbändigen Fahrspaß noch zu mieten gab. 1966 rief der Autovermieter Hertz die Aktion Rent-A-Racer zusammen mit Carroll Shelby ins Leben. „Wir wollten den Fahrspaß, den man in einem leistungsstarken Auto erleben kann, mit unseren Kunden teilen und boten das Modell GT350-H zur Vermietung an“, erinnert sich Kathryn Marinello, Präsidentin und Chief Executive Officer der Hertz Corporation. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums vor zwei Jahren wurde Rent-A-Racer in einigen ausgewählten Städten wiederbelebt, obwohl man mit der an sich tollen Idee seinerzeit nicht so richtig glücklich war. Allzu viele Möchtegern-Racer fuhren die teuren Mietwagen nämlich zu Schrott, ganz Dreiste tauschten einfach den Motor mit ihrem gewöhnlichen Mustang und stellten das erschlaffte Pony stillschweigend zurück auf den Hof des Vermieters – der Grund, warum es den Hertz GT-H nur kurze Zeit gab. Ob sich auch die brandneue Heritage-Version des GT in die Niederungen des Vermietgeschäfts herablassen wird, ist noch nicht raus. Jedenfalls gibt es ihn für alle Selbstzahler in Europa in klassischem Schwarz oder Weiß mit goldener Rennlackierung. Über die GT-Ausstattung hinaus bekommt der Heritage ein fettes Optik-Paket mit allerhand Zierleisten innen, beleuchteten Türschwellern, goldverbrämten Felgen, Federbeinen und Stoßdämpfern von Ford Performance und einer tiefschwarz lackierten Borla Auspuffanlage – natürlich immer in Abstimmung mit den Auflagen des europäischen Marktes, wo der legendenbehaftete Heritage bereits hufescharrend erwartet wird.

Der Schritt nach Europa hat sich als goldrichtig erwiesen. Sämtliche Shelby Modelle werden bei Magna-Steyr im österreichischen Graz für Europa gebaut. Volkhard Jürgens, Director of International Operations und weltweit zuständig für die Entwicklung neuer Modelle und Märkte, präsentierte auch bei der diesjährigen Paris Motor Show mit Stolz die Phalanx der exakt auf die Bedürfnisse der Alten Welt zugeschnittenen Europa-Modelle und flog direkt im Anschluss nach Indien, um in Pune die neue Shelby-Fertigungsstätte in Kooperation mit Ford India zu eröffnen. Weiter ging es für ihn dann zur China Motor Show in Guangzhou.

Alle Fahrzeuge für Europa gibt es mit einer Garantie von 36 Monaten bzw. 100.000 Kilometern. Auch Finanzierungen sind möglich. Bei Preisen um die 60.000 Euro für die Heritage-Premium-Version kann das schon mal ganz hilfreich sein…

Weitere Infos: GU Auto Trade

Fotos: Shelby

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