Cars & Style: Mike Hiebers Spielzeug-Halle

Mike Hieber wollte mehr Platz für seine Autos, zum Schrauben und Feiern und hat sich mit seiner „Spielzeug“-Halle seinen Traum erfüllt

Platzprobleme in der Garage? Die hat Mike Hieber schon lange nicht mehr. Er erfüllte sich den Traum von einer ganz besonderen Halle. „Ich hatte immer zu wenig Platz für meine Autos und mein Zeug, irgendwie keinen Raum zum Schrauben und keine Location zum Abhängen mit Kumpels“, so Hieber. Der 53-jährige Ludwigsburger betreibt seit 1993 eine Werbeagentur und wollte für seine Arbeit und sein Hobby einen gemeinsamen Ort. Mike Hieber begann, mit Legosteinen seine Traumhalle zu bauen. Mit so viel Liebe zum Detail, dass er für den Entwurf, die Suche nach passenden Teilen und den Bau drei Monate brauchte. Für kleine Teile wie z. B. für die Fenster suchte er lange auf ebay.

Mit dem fertig gestellten Modell ging Mike Hieber schließlich zum Architekten. Er suchte nach einem passenden Grundstück und nach zwei Jahren stand seine Halle, so wie er es sich vorgestellt hatte: 400 Quadratmeter mit angeschlossenem Firmengebäude für die Werbeagentur. Besonderes Highlight: eine Hebebühne, die sich komplett versenken lässt. „Damit habe ich keine Stolperfallen mehr und viel mehr Platz.“ Platz für seinen Pontiac GTO 1967, den Ford Mustang Fastback GT 390 von 1968 (das Auto seiner Frau) und den Chevrolet Corvette Stingray Targa 1969 (das Hochzeitsauto von 2003). „Die Liebe zu den Amis hab ich bereits Anfang der 80er entdeckt. Auf dem Schulweg. Da fuhren die GI’s immer an uns vorbei. Das V8-Geblubber hat mir immer den Kopf verdreht. Vor allem die Corvettes hatten es mir angetan. Da habe ich mir geschworen, das will ich auch einmal“, so Hieber.

„Den GTO lieben vor allem meine Söhne, auch wenn er sehr laut ist und von den Nachbarn nur noch ‚Donnervogel’ genannt wird.“  Aber wer hier zu Besuch ist, kann nicht nur US Cars bestaunen. In der Halle entdeckt man auch noch ein Segelboot, das sein Schwiegervater selbst gebaut hat sowie diverse Modelle und Maschinen. Weitere „Spielzeuge“: ein Kicker- Tisch, ferngesteuerte Autos, ein Schlagzeug und eine große, klassische Carrera-Bahn, mit der er und seine Frau Claudia, eine Marketing-Managerin, liebend gern spielen. Seiner Traumhalle gab er den Namen „Hubraum“. „Endlich hat man Raum, sich auszuleben, Autos, Lounge, Werkstatt, mit Freunden quatschen. Einmal im Monat veranstalte ich Afterwork@Hubraum. Da wird der Grill angeworfen“.

Ab und zu vermietet Hieber die Halle auch für Creative Workshops an die Autoindustrie, wobei das Inventar immer Teil des Konzepts ist. Zur Inspiration verbleiben die Autos, die Sammlerstücke und die verschiedenen Spielzeuge im Raum. Und wenn das Wetter passt lädt Mike Hieber zu Mitfahrten mit den Amis ein.

Text: Daniela Grunwald – Fotos: Nico Meiringer Blaxtec, Mike Hieber

 

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