Editorial TRÄUME WAGEN 13/2014

Liebe Autosiasten,

wir haben ein neues Redaktionsmitglied (siehe Seite 50), und wir sind ziemlich stolz drauf: Gestatten, Range Rover, Baujahr 1988. Frisch aus den USA. Halber Kilometermillionär, ganz rostfrei, teilweise Lack weggebrannt von der kalifornischen Sonne. Die Kiste ist einfach geil.

Nicht nur, weil 88 das erste Baujahr ist, in dem der Range Rover in Amerika zu kaufen war. Nicht nur, weil er einen V8 unter der Haube hat – wie Sie wissen, stehen wir V8-Motoren insgesamt recht nah. Nicht nur, weil der alte Range eine Form hat wie ein geworfenes Paket und hochbeinig ist wie Brigitte Nielsen. Nein, sondern weil wir ihn – mit viel Mühe – Ken Fritz abgeschwatzt haben. Sie kennen Ken Fritz nicht? Wir vorher auch nicht, aber es war gut, ihn kennenzulernen. Ken Fritz ist Armeeveteran, Hubschrauberpilot, Rennfahrer, und als solcher wohl der penibelste Autoversorger, der uns in unserer langen Karriere in der Autobranche untergekommen ist. Nur durch seine Fürsorge ist der Range Rover in so einem unglaublich originalen Zustand, und wir mussten ihm versprechen, mit seinem alten Range gut umzugehen.

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Editorial TRÄUME WAGEN 12/2014

Liebe Autosiasten,

da standen wir doch vor kurzem vor zwei Autos und kamen ins Grübeln. Beide wunderschön, beide alt, beide mit viel Chrom. Und doch ganz verschieden: ein Mercedes SL 190 von 1959 und eine Corvette, Baujahr 1959. Der Deutsche: edel, aber mit seinen noch leicht barocken Formen vielleicht ein bisschen verstaubt, um nicht das Wort „bieder“ zu benutzen. Der Ami: nicht von diesem Stern – spacig, nahezu abgehoben, nicht von dieser Welt. Wie müssen sich eigentlich Deutsche gefühlt haben, die damals zum ersten Mal einen Fuß auf amerikanischen Boden setzten und statt Isetta, Käfer und Opel Olympia rund 350 PS in Sechsmeter-Cabrios, V8-Motoren und elektrische Hardtops als
Standard erlebten? Vielleicht wie heute ein Handwerker im Silicon Valley?

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Editorial TRÄUME WAGEN 11/2014

Liebe Autosiasten,

neulich im Fernsehen: „SYNC mit App Link“. Hä? Ok, wir hatten das TV-Gerät stumm geschaltet, dann mitten in der Werbung wieder angeknipst, und kriegen gerade noch „SYNC mit App Link“ mit. Irgendwas mit Auto. Erster Gedanke: Die armen Marketingstrategen. Finden sie an ihren neuen Autos keine anderen Vorzüge als „SYNC mit App Link“?
Als unsere Lieblingsautos beworben wurden, war das noch anders. Der eine fuhr und fuhr und fuhr, und nichts anderes wollten wir hören (und daran glauben). Jensen waren schlicht „Hand Made Cars“, ein Dodge VIP „Very ImPortant“, bei Volvo „jeder Griff in Griffnähe“ und Toyota war „durch und durch zuverlässig“. Und Ford hatte „Die Linie der Vernunft“. Das war wenigstens etwas Handfestes. Mit vernünftigen Linien konnten wir etwas anfangen, und können es – ehrlich  gesagt – heutzutage auch noch.

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Editorial TRÄUME WAGEN 10/2014

Liebe Autosiasten,

es ist ein soooo trauriges Bild bei einem soooo schönen Event: Die Liftfasssäule verspricht „Kultur in Hamburg“, aber sie versinkt in halb abgebranntem Stroh. Die Pflanzenreste stinken zum Himmel – das waren mal Strohballen zur Absicherung der Strecke zum Hamburger Stadtparkrennen. Ein Top-Klassikerevent, der es seit 1999 erlaubt, mit Sport- und Rennwagen sowie Motorrädern auf ein paar Kilometern zu zeigen, wofür sie gebaut wurden. Aber in der Nacht vorher zündelten irgendwelche Idioten, mit der Folge, dass am ersten Tag der halbe Oldie-Parkplatz nicht benutzt werden konnte, ein Eingang entfiel und vor allem die gesamte Gerade für den Rennbetrieb ausfiel – den Teilnehmern blieb nur eine kleine dreieckige Strecke.

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Editorial TRÄUME WAGEN 09/2014

Liebe Autosiasten,

Mann, sind die fett, Mann. Und damit meinen wir die Autos in diesem Heft – fast hätten wir „fettes Special“ vorne drauf geschrieben. Das beginnt mit den beiden fetten Giftschlangen, die wir zum Treffen überredet haben, und die im Hamburger Hafen ihr Gift verspritzten.
Das führt über die fetten Dinos Ford Galaxie und vor allem Lincoln Continental, von dessen Länge der Motorhaube unser Redakteur Jens noch heute schwärmt. Das endet nicht bei der 4x4-Messe „Abenteuer & Allrad“, auf der sich natürlich die Fettesten der Fetten präsentierten.
Auch ein Mercedes R129 (Kaufberatung) ist ein äußerst fettes Teil – jedenfalls für
einen offenen Zweisitzer. Ach ja, und dann ist da noch ein letztes fettes 2+2-

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